Trotz massiver Sanktionen der westlichen Welt ist das iPhone 14 in Russland äußerst beliebt. Obwohl sich Apple offiziell aus dem Land zurückgezogen hat, verkauft sich das neue iPhone dort bestens. Der Absatz in den ersten Tagen des Vorverkaufs soll um 150 Prozent höher liegen, als es beim iPhone 13 der Fall war.

 
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iPhone 14: Viele Russen greifen zu

Berichten aus China zufolge verkauft sich das neue iPhone ausgerechnet in Russland besonders gut. Im Vergleich mit dem iPhone 13 haben sich die Vorverkaufszahlen demnach gleich um 150 Prozent erhöht (Quelle: My Drivers).

Laut MTS, dem größten russischen Mobilfunkanbieter, haben sich rund 70 Prozent der Kunden bislang für ein iPhone 14 Pro und Pro Max entschieden. Das am wenigsten beliebte Modell soll das iPhone 14 mit 128 GB Festspeicher sein.

Während die Standardausführung des iPhone 14 in Deutschland ab 999 Euro zu haben ist, müssen Russen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei MTS gibt es das Smartphone für umgerechnet rund 1.400 Euro. Gleichzeitig gibt der Mobilfunkanbieter an, dass es durchaus noch dauern könnte, bis Kunden ihr neues iPhone auch wirklich in den Händen halten könnten: Mit einer Wartezeit von bis zu 120 Tagen sei zu rechnen.

Dass das neue iPhone in Russland überhaupt angeboten wird, wirkt überraschend. Apple hat Russland genau wie viele andere Konzerne verlassen. Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sollten es eigentlich unmöglich machen, westliche Produkte in Russland anzubieten.

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iPhone 14 (Pro) vorgestellt Abonniere uns
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iPhone 14 in Russland über „Parallelimport“

Bereits im März hatte die russische Regierung neue Reglungen zum „Parallelimport“ von Produkten eingeführt. Ihnen zufolge ist es nach russischer Auffassung legal, Produkte aus dem Ausland auch ohne explizite Genehmigung des Markeninhabers zu importieren.

Laut Denis Manturow, dem russischen Minister für Handel und Industrie, wird der „Parallelimport“ im Jahr 2022 einen Umfang von etwa 16 Milliarden Euro erreichen. Neben iPhones sollen auch Luxuskleidung und Autos den Weg nach Russland finden.