Wer ein Bluetooth-fähiges Gerät wie ein Smartphone, einen Lautsprecher oder Kopfhörer kauft, findet in den technischen Spezifikationen häufig das Kürzel „A2DP“. Was bedeutet das und warum sollte man auf die Angabe achten?

 
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„A2DP“ ist die Abkürzung für „Advanced Audio Distribution Profile“. Die Angabe taucht also bei Bluetooth-Geräten auf, die Audiosignale verarbeiten.

Was bedeutet A2DP bei Bluetooth? Leicht erklärt

Tauschen zwei Geräte wie ein Smartphone Daten aus, müssen beide Geräte die gleichen Protokolle verwenden, damit sie sich untereinander verstehen. Man kann sich das ähnlich vorstellen wie bei einem Gespräch: Um miteinander reden zu können, muss man sich zuerst auf eine gemeinsame Sprache einigen. Bei Smartphones und anderen Bluetooth-Geräten wird diese Funktion von einem sogenannten „Bluetooth-Profil“ übernommen.

A2DP ist ein Bluetooth-Profil, das es erlaubt , Audio-Signale wie Musik in Stereo-Qualität über Bluetooth zu übertragen. Die Abkürzung steht für„ Advanced Audio Distribution Profile“. Auf Deutsch übersetzt heißt das ungefähr so viel wie „fortgeschrittener Standard für Audioübertragung“. Falls ihr Musik in guter Qualität mit einem Bluetooth-Headset hören wollt, solltet ihr also darauf achten, dass der Kopfhörer den Standard „A2DP“ unterstützt.

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Natürlich muss auch das Ausgabegerät A2DP unterstützen. Das ist bei modernen Smartphones allerdings kein Problem. Android unterstützt A2DP schon seit der Version 1.5, iOS seit iOS 3.0 Auch Windows, macOS und Linux beherrschen den Standard mühelos.

Falls ihr aber ein sehr altes Gerät, beispielsweise eine Musik-Anlage oder einen Lautsprecher über Bluetooth mit eurem Smartphone verbinden wollt, und die Anlage eigentlich kein A2DP unterstützt, könn ihr euch einen A2DP-Bluetooth-Adapter besorgen. Diese Geräte werden entweder per Klinke oder PIN-Anschluss mit dem alten Gerät verbunden und stellen eine Audio-Übertragung mit guter Qualität sicher.

Achtung: Nur A2DP reicht nicht aus

Falls ihr also mit einem Gerät keinen Ton per Bluetooth abspielen könnt, könnte es am fehlenden A2DP-Support liegen. An anderer Stelle geben wir euch Tipps, um Bluetooth-Störungen zu beheben.

Für gute Audio-Qualität reicht es nicht allein aus, wenn das Empfänger-Gerät (Kopfhörer, Lautsprecher, etc.) A2DP beherrscht. Die Sound-Qualität wird nämlich nicht nur von dem Bluetooth-Profil bestimmt, sondern auch von dem verwendeten „Audio-Codec“. Als besonders hochwertig gelten aptX oder aptX HD – allerdings beherrschen nicht alle Geräte diesen Standard.

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Von derGemeinschaft Bluetooth-SIG („Bluetooth Special Interest Group“) ist lediglich vorgeschrieben, dass ein A2DP-Gerät den Standard „SBC“ unterstützen muss. Dieser komprimiert die Audio-Daten sehr stark und ist daher nicht zu empfehlen, wenn man Sound in guter Qualität hören will. Viele Hersteller verwenden ihn allerdings immer noch, weil sie damit keine Lizenzgebühren zahlen müssen. Wenn ihr einen Kopfhörer oder Lautsprecher kauft, solltet ihr aber darauf achten, dass dieser „AAC“ oder „aptX“ unterstützt.

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