Wer sich ein neues Auto kaufen will, muss sich entscheiden. Wird es doch noch einmal ein reiner Verbrenner oder wechselt man zu einem Hybrid oder sogar zu einem Elektroauto? Die letzten beiden Optionen sind meist teurer, sodass es den Umweltbonus gibt. Die neue Ampel-Koalition will die bisherigen Pläne aber ändern und das könnte besonders eine Art von E-Auto hart treffen.

Umweltbonus für E-Autos: Plug-in-Hybride sollen rausfliegen

Plug-in-Hybride sind eine echte Mogelpackung. Man bekommt einen normalen Verbrenner, der eine bestimmte Strecke elektrisch fahren kann. Das sorgt auf den ersten 50 bis 100 Kilometern für geringe bis keine Emissionen und gilt als sauber. Doch viele Plug-in-Hybrid-Fahrer nutzen zwar den Umweltbonus und die steuerlichen Vorteile aus, fahren die meiste Zeit aber trotzdem mit dem Verbrenner und verschmutzen die Umwelt dadurch stärker, da das zusätzliche Gewicht vom Elektromotor und der Batterie immer mitgeschleppt werden muss. Die Ampel-Koalition will also umdenken.

Die Grünen fordern die Abschaffung des Umweltbonus und der Steuervorteile für Plug-in-Hybride schon lange. Jetzt erhalten sie Schützenhilfe von der FDP. In deren Wahlprogramm steht nämlich: „Auf teure Subventionen wie die Kaufprämie für E-Autos wollen wir verzichten. Die Regulierungen für Hybridfahrzeuge müssen überarbeitet werden, so dass deren reale CO2-Emissionen berücksichtigt werden.“ Und die Experten gehen davon aus, dass sich die SPD nicht gegen diesen Vorschlag sperren wird (Quelle: Golem).

Besonders die Abschaffung des Umweltbonus für Pseudo-E-Autos wie Plug-in-Hybride wäre für die Politikerinnen und Politiker gut vermittelbar. Man müsse nur die Realverbräuche richtig berechnen. Über eine Milliarde Euro an Subventionen für 240.000 Plug-in-Hybride sind bisher geflossen.

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Pläne für Plug-in-Hybride stehen auf der Kippe

Die bisherigen Pläne für Plug-in-Hybride sehen vor, dass in den nächsten Jahren die Reichweite bis auf 100 km steigen soll, damit der Umweltbonus beansprucht werden kann. Glücklich sind die Autobauer schon darüber nicht. Wenn jetzt der Umweltbonus wegfallen würde und vielleicht sogar die Vorteile bei der Steuer, wären diese Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Technologie im Grunde unverkäuflich.

VW schlägt deswegen vor, dass eine nutzungsabhängige Förderung umgesetzt wird. Nur wenn der mit einem Plug-in-Hybrid gefahrene Anteil bei über 70 Prozent liegt, würde man die volle Förderung erhalten. So will der Autokonzern den Umweltbonus für Plug-in-Hybride retten und die Pflicht zur Nutzung auf die Kundinnen und Kunden abwälzen.