Wie gefährlich sind die Substanzen, die austreten, wenn ein E-Auto beispielsweise nach einem Unfall Feuer fängt? Eine Schweizer Forschungseinrichgung hat nun den Ernstfall simuliert.

Wenn das E-Auto brennt: Löschwasser birgt Gefahren

Löschwasser und Ruß werden beim Brand von E-Fahrzeugen offenbar zu Umweltrisiken: Zu diesem Ergebnis kommt die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) nach einem aktuellen Versuch. Die Schweizer Forschungsinstitution hat den Brand eines E-Fahrzeugs im Tunnel simuliert. Genauer gesagt: Sie setzte 4kWh-Batterien in einem Versuchsstollen in Brand.

Der Versuchsaufbau sollte dabei einem in Brand geratenen E-Fahrzeug entsprechen. Wenngleich ein paar Unterschiede bestehen – die Batterien sind ungleich größer, dafür aber anders versiegelt –, sollte der Versuch zeigen, welche Gefahren insbesondere für die Feuerwehr droht.

Ein Mitschnitt des Versuchs bei YouTube zeigt eine enorme Rußentwicklung, nachdem die Batterie Feuer fing. Leut Messungen der Empa enthält der schwarze Rauch dabei durchaus Giftstoffe; die Rußpartikel sollten Feuerwehrkäfte nur mit Schutzkleidung entsorgen. Ähnlich verhält es sich beim Löschwasser, das bei brennenden E-Autos in noch größeren Mengen benötigt wird: Das Wasser sollte „auf keinen Fall in die Kanalisation geraten“, erklärt die Empa in ihrem YouTube-Video.

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Batterieflüssigkeit nicht das größte Problem

Das Empa-Experiment liefert jedoch auch positivere Ergebnisse: Der dpa sagte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Karl-Heinz Knorr, es sei beruhigend, dass die Konzentration der Säure, die aus Lithium-Ionen-Batterien austreten kann, bei keinem der Empa-Versuche Konzentrationen im kritischen Bereich gelegen habe. Die Meldung der dpa liegt T-Online vor.