Mit dem Black Friday rückt eines der wichtigsten Shopping-Events des Jahres näher. Da ist es kein Wunder, dass Vergleichsportale möglichst gut dastehen wollen. Jetzt fordern sie ein härteres Durchgreifen der EU-Kommission, damit Google seine Suchergebnisseiten ändert. Von „unfairen Tricks“ ist die Rede.

Vergleichsportale: Google bevorzugt sich selbst

Viele europäische Vergleichsportale haben zusammen mit dem Verband der Online-Reiseveranstalter einen Beschwerdebrief aufgesetzt. Darin wenden sie sich an die EU-Kommissions-Vizepräsidentin Margrethe Vestager sowie an den EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton. Sie sollen Druck ausüben, damit Google unabhängige Vergleichsportale – aus ihrer Sicht – nicht mehr länger benachteiligt. Aus Deutschland sind unter anderen Idealo und Möbel 24 mit dabei.

Im Jahr 2017 hatte die EU-Kommission Google bereits zu einer Zahlung von 2,4 Milliarden Euro verdonnert. Zur Begründung hieß es damals, dass Google seine Marktmacht mit dem eigenen Dienst Google Shopping ausnutzen würde, um unabhängige Portale zu benachteiligen. Obwohl Google in diesem Bereich mittlerweile nachgebessert hat, fordern die Portale jetzt ein härteres Vorgehen. Google würde bei der Zusammenstellung der Suchergebnisse weiter auf „unfaire Tricks“ setzen.

Die Portale verweisen in ihrer Forderung auf den Digital Markets Act (DMA), der Anfang November 2022 in Kraft tritt. Google könnte von der EU-Kommission als Gatekeeper deklariert werden und müsste so besonderen Verhaltensvorschriften folgen. Konkret soll das nach Vorstellung der Vergleichsportale bedeuten, dass Google keine Produkte mit Fotos und Preisen anzeigen darf. Nur so könne ein fairer Wettbewerb garantiert werden.

Mit diesen Tricks lässt sich beim Online-Shoppen Geld sparen:

Geld sparen beim Online-Shoppen: 6 leichte Tricks Abonniere uns
auf YouTube

Vergleichsportale: Forderung könnte zu spät kommen

Den Vergleichsportalen rennt die Zeit davon, denn bis zum diesjährigen Black Friday 2022 sind es nur noch wenige Wochen. Selbst wenn die EU Google als Gatekeeper einordnen würde, bliebe dem Konzern noch bis 2024 Zeit, um neue Verhaltensvorschriften umzusetzen (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Beim Black Friday 2022 und 2023 dürfte sich also nichts ändern.