Bei E-Autos macht Tesla so schnell keiner etwas vor. Der US-Hersteller ist seit Jahren unangefochtener Marktführer. Trotzdem sieht sich VW-Chef Herbert Diess siegessicher. 2025 will er den Rivalen hinter sich lassen. Die Ansichten zeugen von einer Überheblichkeit, für die es nicht allzu viel Grund gibt – zumindest bisher.

 
Volkswagen
Facts 

VW-Chef blickt auf Tesla herab: Überrascht vom E-Auto-Pionier

Tesla ist nicht irgendwer. Das ist auch Volkswagenchef Herbert Diess klar. Der VW-Chef gab sich zwar bei der „Future of The Car“-Konferenz 2022 siegessicher, was VWs Plan angeht, bis 2025 zum weltweiten Marktführer von E-Autos aufzusteigen. Doch auch er muss zugeben, Tesla hat sich gemacht: „Es wird ein knappes Rennen, aber wir geben nicht auf“, so Diess (Quelle: Reuters). Und weiter: „Ich muss sagen, wir haben nicht erwartet, dass unserer Hauptkonkurrent in den USA so schnell und so gut vorbereitet sein würde.“

Einerseits zollt der deutsche CEO Tesla so einen gewissen Respekt. Andererseits kommt Diess‘ Überraschung durch. Kann man in der Branche ernsthaft noch überrumpelt sein vom Erfolg Teslas, nach Jahren an der Spitze der E-Auto-Welt und fast ungebrochen steigenden Verkäufen?

Nachdem keine zwei Stunden Fahrzeit vom Stammwerk in Wolfsburg die Tesla Gigafactory eröffnet hat – trotz massiver Verspätung in Rekordzeit –, ist Herbert Diess zumindest etwas verdutzt. VW wird nicht mit links mal eben wieder zum Weltmarktführer, VW muss sich anstrengen.

VW hat viel vor: So soll Tesla zu Fall gebracht werden

Der VW-Konzern hat zwar die gesamte E-Auto-Produktion 2022 bereits ausverkauft, aber der Chipmangel und der Krieg in der Ukraine haben den Hersteller getroffen. Zudem war Teslas Model 3 das meistverkaufte Elektroauto 2021 in Deutschland. Inzwischen wird das Model Y vor Ort gebaut und könnte sich zum neuen Favoriten mausern.

Ob VW oder Tesla, vieles spricht dafür, bald aufs E-Auto zu wechseln:

E-Autos: Lohnt sich jetzt schon ein Kauf? Abonniere uns
auf YouTube

Zudem hat sich Tesla weit gründlicher auf die aktuellen Herausforderungen mit mangelnden Produktionsvorprodukten eingestellt als alle deutschen Hersteller. Warum Diess trotzdem glaubt, Tesla abhängen zu können? Vor allem die größere Auswahl vom Luxussegment bis zu den Volumenmodellen soll es richten. Etwas Skepsis ist angebracht.