Windows-Zwangs-Update: Microsoft lässt Nutzern keine Wahl mehr

Robert Kohlick

Microsoft verschärft erneut die Verteilung der neuen Windows-Updates. Anstatt den Nutzern eine Wahl zu lassen, werden PCs mit einer älteren Windows-Version nun ungefragt aktualisiert. GIGA verrät, was sich für die entsprechenden Nutzer ändert – und wie man dem Zwangs-Update doch noch von der Schippe springt. 

Windows 10 Version 1909: Microsoft verteilt neues Update

Aufgrund mehrerer Update-Debakel in der Vergangenheit, ist Microsoft inzwischen vorsichtig geworden. Anstatt alle Nutzer auf einmal die Möglichkeit zum Update anzubieten, wurde die neue Version bislang Stück für Stück ausgerollt – nun bietet das Unternehmen die Softwareaktualisierung für alle halbwegs aktuellen Windows-10-Rechner an.

Alle Nutzer, die im Optionsmenü unter „Windows Update“ auf den Button „Nach Updates suchen“ klicken, sollen die Möglichkeit zum Upgrade auf die Windows Version 1909 angezeigt bekommen.

Windows 10: Nach Updates suchen – Anleitung.

Doch das ist nicht alles. Alle PCs, die noch mit Windows 1809 laufen, erhalten ab sofort nach und nach automatisch Feature-Updates, wie Microsoft in einem offiziellen Blogeintrag berichtet. Das gilt sowohl für Nutzer der Home- als auch der Pro-Version. Laut Microsoft will man so sicherstellen, dass jeder die kritischen Updates erhält, welche für die Sicherheit des jeweiligen Gerätes sowieso die „Gesundheit des Ökosystems“ notwendig sind.

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Eigentlich läuft der Support für das Oktober-2018-Update zwar erst in ein paar Monaten aus, Microsoft fängt aber schon jetzt damit an, Geräte mit Updates zu versehen, um einen „reibungslosen Update-Prozess“ sicherstellen zu können. Wer darauf noch verzichten möchte, der kann die automatischen Windows-Updates auch vorübergehend deaktiviert.

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November-2019-Update: Das ändert sich mit der neuen Windows-Version

Im Vergleich zum großen Mai-Update aus dem letzten Jahr (Version 1903) hat sich mit dem Schritt auf die Version 1909 nur wenig geändert – es handelt sich um eine Art Service-Pack. Hier eine Liste der größten Anpassungen:

  • Verbesserte Suchfunktion im Explorer: Die Suche läuft schneller, zeigt schon beim Eintippen Vorschläge an und berücksichtigt auch Inhalte aus OneDrive.
  • Benachrichtigung-Center: Reihenfolge zum Anzeigen der Benachrichtigungen kann geändert werden, Sounds können global abgestellt werden. Benachrichtigungen einzelner Apps können nun direkt über eine der entsprechenden Anzeigen deaktiviert werden.
  • Kalender: Einträge können nun direkt über das Widget in der Taskleiste hinzugefügt werden.
  • Integration weiterer Sprachassistenten: Kein Bock auf Cortana? Mit dem neuen Update können auch Alexa und weitere Sprachassistenten über den Lockscreen genutzt werden.
  • Diverses: Zudem verspricht Microsoft mit dem neuen Update mehr Stabilität, Performance und eine höhere Akkulaufzeit für Mobilgeräte.

Habt ihr euch das neue Update schon heruntergeladen und installiert? Wenn ja, was haltet ihr davon? Seid ihr mit der Softwareaktualisierung zufrieden oder wärt ihr lieber auf einer der alten Windows-Versionen geblieben? Schreibt uns in die Kommentare.

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