Microsoft macht sich innerhalb der Windows-Community gerade etwas unbeliebt. Nachdem das Unternehmen Mitte Januar den Support für Windows 7 einstellte, holt man nun zum nächsten Schlag aus. Ab sofort werden Werbeanzeigen in einem der beliebten Programme des Betriebssystems integriert. 

Microsoft WordPad: Kostenloser Texteditor wirbt für hauseigene Alternative

Der kompakte Texteditor WordPad ist seit Windows 95 fester Bestandteil von Microsofts Ökosystem. Kein Betriebssystem wurde ohne das nützliche Tool ausgeliefert. Zwar bot das Programm noch nie den Funktionsumfang eines Microsoft Word oder anderer kostenlosen Alternativen, für die Erstellung einer kurzen Notiz griffen jedoch einige auf diese App oder den Editor zurück.

Wie Twitter-Nutzer Rafael Rivera berichtet, testet Microsoft in einer Vorab-Version von Windows 10 die Integration von Werbung im Texteditor. So soll die Werbeeinbindung in Zukunft aussehen:

Ob oder wann das Werbungs-Update auch in „normalen“ Windows-10-Versionen ausgerollt werden soll, steht noch in den Sternen. Klar ist, dass Microsoft die Werbefläche anscheinend dazu nutzen will, um seine webbasierte Alternative Microsoft Office Online zu testen.

Das Online-Variante des Office-Pakets kann zwar ebenfalls kostenlos benutzt werden, lässt sich jedoch nur über den Browser abrufen und bedienen und bietet zudem einen geringeren Umfang als die entsprechend kostenpflichtigen Desktop-Anwendungen der Office-Reihe. Dafür werden alle Dokumente in Microsofts Cloud-Dienst OneDrive gespeichert und können jederzeit online abgerufen und bearbeitet werden.

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Werbung in WordPad: Was verspricht sich Microsoft davon?

Eine offizielle Stellungnahme seitens Microsoft gibt es zum Sachverhalt bislang noch nicht. Es sollte jedoch klar sein, dass es sich hierbei im Moment noch um einen Testballon handelt. Wahrscheinlich will Microsoft testen, wie die Nutzer auf die Werbeeinblendung reagieren und was für ein Potenzial die klickbare Fläche bietet. Es ist also nicht auszuschließen, dass das „Feature“ bald auch in weitere Programme integriert wird, die mit Windows 10 bereits vorinstalliert werden.

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Es ist aber genauso möglich, dass Microsoft ein Einsehen hat und es die Funktion erst gar nicht ihren Weg in neue Windows-10-Updates findet. Wie es mit der Werbung in Windows 10 weitergeht, wird die Zeit zeigen.