Elon Musk (Bildquelle: Kevork Djansezian/Getty Images)

Auch der aktuell größte Star unter den Tech-Bossen spricht sich für ein BGE aus und nennt ähnliche Argumente wie Branson. Der südafrikanische Unternehmer Elon Musk glaubt, dass uns Roboter die Jobs wegnehmen werden: „Es besteht eine hohe Chance darauf, dass wir aufgrund der Automatisierung ein universelles Grundeinkommen oder ähnliches bekommen werden. Ich denke, das wird passieren. (…) Die Menschen werden Zeit haben, andere Dinge zu tun, komplexere Dinge, interessantere Dinge. Sicherlich werden sie mehr Freizeit haben,“ erklärt er gegenüber CNBC.

Musk ist mittlerweile bekannt dafür, dass er neben den Vorteilen auch stets die Gefahren von künstlicher Intelligenz im Blick hat. Dabei hat er sich schon mit Mark Zuckerberg verstritten oder sogar die UN eindringlich vor einem „Krieg gegen die Roboter“ gewarnt.

Bill Gates (Microsoft): „Noch ist es zu früh“

Bill und Melinda Gates (Bildquelle: Scott Olson/Getty Images)

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates war lange Zeit der reichste Mensch der Welt (jetzt ist es ein anderer), sein Vermögen stammt aus dem Geschäft mit Software. Auch Gates ist von den Chancen überzeugt, die künstliche Intelligenz mit sich bringt. „Künstliche Intelligenz ist die neueste Technologie, sie erlaubt uns Waren und Dienstleistungen mit weniger Arbeit zu produzieren.“ Um zu erläutern, was dieser Zugewinn an Produktivität ausmacht, geht er einige Jahrzehnte zurück: „Früher mussten wir alle raus auf die Äcker. Wenn das Wetter schlecht war, bekamen die Menschen weniger zu essen. Heute haben wir bessere Samen, bessere Dünger und viele andere Dinge – die wenigsten Menschen sind noch als Landwirte tätig.“

Gates glaubt daran, dass wir in Zukunft weniger arbeiten werden. „Im Laufe der Zeit werden die Länder reich genug sein, um dies zu tun.“ Noch sei es aber zu früh. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, die getan werden sollte – ältere Menschen zu unterstützen, Kindern mit besonderen Bedürfnissen zu helfen, mehr Erwachsene im Bildungssektor.“

Bill Gates ist zusammen mit seiner Gattin im Vorsitz der Stiftung „Bill & Melinda Gates Foundation“ die sich unter anderem dem Kampf gegen Armut und Infektionskrankheiten auf der ganzen Welt verschrieben hat.

Mark Zuckerberg (Facebook): Alaska als Vorbild

Mark Zuckerberg in Harvard im Mai 2017 (Bildquelle: Paul Marotta/ Getty Images)

Mark Zuckerberg (aktuell viertreichster Mensch der Welt) war schon lange für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ein letztes Jahr mit seiner Frau Priscilla durchgeführter Trip nach Alaska hat ihn in seiner Haltung bestätigt, wie er in einem ausführlichen Post auf seiner Plattform Facebook schildert. Er nennt den staatlichen Alaska Permanent Fund ein „Beispiel für den Rest des Landes“. Hier werden Gewinne aus der lokalen Ölförderung an die Bürger des US-Bundestaats ausgeschüttet – rund 1000 US-Dollar pro Person im Jahr.

„Wir sollten Ideen wie das universelle Grundeinkommen erforschen, um sicherzustellen, dass jeder ein Sicherheitspolster hat, um neue Ideen auszuprobieren“, das forderte Zuckerberg bereits bei einer Rede in Harvard im Mai 2017. „Jede Generation erweitert ihre Definition von Gleichheit. Jetzt ist es an der Zeit für unsere Generation, einen neuen Gesellschaftsvertrag zu definieren.“

Fazit: Im Tech-Bereich finden sich einige prominente Stimmen für das bedingungslose Grundeinkommen. Allen gemeinsam ist allerdings, dass sich die Fürsprecher mit konkreten Zahlen zurückhalten. Sie skizzieren eine Welt, in der dank Roboter und künstlicher Intelligenz der Kuchen wächst, den man dann an alle verteilen kann. Wie das genau funktioniert und was mit den Gegenargumenten (Menschen brauchen Strukturen, Verantwortung der Unternehmen etc.) ist, das bleibt vorerst noch offen.

Quellen: CNBC, Business Insider