Was wurde aus... Josh Hartnett?

Christoph Koch 10

In unserer schnelllebigen Zeit geraten manche Projekte und Darsteller unter die Räder der Filmindustrie und verschwinden plötzlich irgendwie in der Versenkung. In unserer neuen Reihe „Was wurde aus…“ suchen wir längst vergessene Schauspieler und Filme heraus und präsentieren euch, was aus ihnen wurde!

In unserer neuen Reihe „Was wurde aus…“ schauen wir auf längst vergessene Schauspieler, Projekte und Filme zurück, die irgendwann plötzlich in der Versenkung verschwanden und finden heraus, was aus diesen Mimen oder Vorhaben eigentlich wurde. In unserer Premiere muss sich ein ehemaliger Teenie- und jetzt Frauenschwarm stellen, denn was wurde eigentlich aus Josh Hartnett?

Josh Hartnett begann seine Schauspielkarriere in „The Faculty“ und dem eher semi-guten „Halloween“-Sequel „Halloween H20 - 20 Jahre später“. Danach konnte er sich in „The Virgin Suicides“ von Sofia Coppola einen Namen machen. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte der damals noch recht junge Schauspieler dann 2001, als er an der Seite von Ben Affleck in Michael Bays „Pearl Harbor“ zu sehen war.

Mit seiner Rolle feierte er seinen großen Durchbruch und plötzlich wollte jeder Hartnett in seinem Film haben. Es folgte eine Rolle in „Black Hawk Down“ von Ridley Scott, doch von da an ging seine Karriere eigentlich bergab, denn schon „40 Tage und 40 Nächte“ konnte niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken und auch seine kleine Rolle in „Sin City“ blieb eher unbeachtet. Sein letzter wirklich bemerkenswerter Auftritt war in „Lucky Number Slevin“, doch sonst wurde es ruhig um den sympathischen Mimen.

Was wurde eigentlich aus Josh Hartnett?

Josh Hartnett ist jetzt 36 Jahre alt und spielt vor allem in kleinen Indie-Filmen mit. Die große Hollywood-Karriere scheint nie wirklich sein Ziel gewesen zu sein, denn er lehnte zum Beispiel konsequent Superhelden-Rollen ab. „Mir wurde Spider-Man angeboten und auch über Batman redeten wir. Aber ich wusste irgendwie, dass mich diese Rollen definieren werden und das wollte ich nicht“ kommentiert Hartnett seine Entscheidung. Und so gab er auch 2006 einer möglichen Rolle in „Superman Returns“ einen Laufpass: „Ich wollte nicht für den Rest meiner Karriere als Superman gebrandmarkt sein. Ich war vielleicht 22, aber ich habe die Gefahr schon gesehen“.

Hartnett hatte genug davon plötzlich so berühmt zu sein und zog Mitte 20 wieder nach Minnesota, wo er aufgewachsen ist. „Ich war auf dem Cover von jedem Magazin. Ich konnte nirgendwo mehr hingehen. Ich hab mich in meiner Haut nicht mehr wohlgefühlt und ich war allein. Also bin ich wieder nach Minnesota gezogen und habe mich mit alten Freunden getroffen und kam sogar wieder kurz mit meiner alten High-School-Liebe zusammen.“ Danach legte er erst einmal eine Pause von Hollywood ein.

Doch er nahm weiterhin immer mal wieder eine Rolle in kleinen Indie-Filmen an und so war er in „The Champ“ an der Seite von Samuel L. Jackson zu sehen oder im Vampir-Horrorfilm „30 Days of Night“. Im Jahre 2008 machte er sogar einen erneuten Abstecher ins Theater und übernahm die Rolle des Charlie Babbit in der Theater-Adaption des Oscar-prämierten Films „Rain Man“. Auch als Produzent war Josh Hartnett tätig und produzierte das Video zu Kid Cudi’s Song Pursuit of Happiness.

Bezüglich Ruhm, sagte Hartnett: „Ich weiß, wie es ist in dieser Welt zu leben. Ich war dort für ein paar Jahre und es war ungemütlich. Ich denke, immer an der Spitze sein zu wollen, ist der kürzeste Weg zur Unglücklichkeit.“ Vielleicht tut der Mann deswegen nur das, auf was er wirklich Lust hat und anscheinend gehört die Serie „Penny Dreadful“ dazu, denn an der Seite von Eva Green ist Josh Hartnett seit letztem Jahr in der Rolle des Ethan Chandler zu sehen. Vielleicht der Beginn eines kleinen Hollywood-Comebacks? Wir werden sehen.

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