iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Darum ergibt der Wachstumsschub Sinn (Kommentar)

Sven Kaulfuss 22

Apple zieht nach, spendiert dem neuen iPhone Wachstumshormone und hievt es so in den Club der großformatigen Smartphones – endlich. Die Stärke des iPhone 6 allerdings steckt nicht allein in den Abmessungen. Ein erster Kommentar.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Darum ergibt der Wachstumsschub Sinn (Kommentar)

Es herrscht Gewissheit. Wie zu erwarten entsprach die Vorstellung des iPhone 6 den Erwartungen des gut informierten Apple-Nutzers. Unterm Strich stimmten die meisten Vorabveröffentlichungen aus dem Reich der Mitte. Geheimhaltung bei einem Volumenmodell ist nicht mehr möglich. Muss man darüber traurig sein? Nicht wirklich. Was all die Berichte und Gerüchte im Vorfeld nämlich nicht einfangen können, ist die Essenz eines Produktes, der höhere Sinn, sein Platz im großen Ganzen. So auch beim iPhone 6.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Größe richtig genutzt

Natürlich schließt Apple salopp gesprochen mit seinen neuen Modellen in 4,7 und 5,5 Zoll „nur“ zu den Mittbewerben auf. Die bieten schon seit geraumer Zeit entsprechende Mega-Phones, teils mit noch großflächigeren Displays. Was sie vergessen? Einen hinreichend sinnvollen Bedienungsansatz. Den spendiert Apple dem iPhone 6 Plus, indem es den zusätzlichen Platz für Apps in iOS 8 geschickt nutzt, dem Anwender noch mehr Informationen übersichtlich präsentiert. Gleiches gilt für die ausgefeilte Einhandbedienung des iPhone 6 Plus – schmerzende „Affengriffe“ entfallen. Dies dürfte auch Anhänger kleinerer Bildschirmgrößen beruhigen, vielleicht sogar überzeugen. Wenn nicht, ein iPhone 5s findet sich noch immer bei Apple im Angebot.

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Notwendigkeit der Schlankheitskur

Was Apple darüberhinaus verstanden hat: Groß heißt nicht unbedingt fett! Freilich muss ein Smartphone nicht noch dünner als der ohnehin schon schmale Vorgänger sein. Warum den Platz nicht einfach für den Akku nutzen? Weil dies – mit Verlaub – beschissen ausschaut. Vergrößert sich die Gesamtfläche, so muss man an anderer Stelle wiederum Volumen einsparen. Ansonsten erhält man einen plumpen Ziegelstein. Kein Schlankheitswahn, kurzum ästhetische Notwendigkeit.

iPhone 6: Summenspiele und mehr

Ein schnellerer Prozessor (Apple A8), eine verbesserte Kamera…alles nett, einzeln für sich aber nicht entscheidend. Am Ende ist es wieder das Gesamtpaket, für das sich Kunden erneut entscheiden werden. Die Zukunftssicherheit (Apple Pay) und Innovationsfreude (Apple Watch) werden dabei miterworben, sind ein unbewusster Beweggrund zum Kauf. Wenngleich sich die Verheißungen hierzulande noch verzögern und erst im Laufe des nächsten Jahres zum Zuge kommen.

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Am Ende: Größe ist mehr als die äußere Erscheinung

Keine Frage: Das iPhone 6 werden die Anwender kaufen, nicht wegen der größeren Abmessungen, sondern letztlich aufgrund der eigentliche Größe, der Bedeutung des Produktes – Bigger than bigger (mehr als größer), wie Apple im Neusprech jetzt kundtut. Reine Hardware ist doch mittlerweile so laaaaangweilig, oder?

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