Akku-Power des iPhone XR in der Kritik: Apple antwortet gewitzt auf Vorwürfe

Sven Kaulfuss 14

Eine britische Verbraucherorganisation fährt schwere Geschütze gegen Apple auf. Tests zufolge überschätzt Apple die Akku-Leistung bei diversen iPhones und wirbt mit nicht korrekten Angaben. Die aktuelle Antwort Apples fällt sehr gewitzt aus.

Akku-Power des iPhone XR in der Kritik: Apple antwortet gewitzt auf Vorwürfe
Bildquelle: GIGA.

Update vom 16. Mai 2019: Gegenwärtig antwortet Apple mit einem gewitzten Werbespot mehr oder weniger direkt auf die vor einigen Tagen aufgerufenen Vorwürfe, man würde die Laufzeiten der iPhones nicht korrekt angeben. Im Werbefilmchen verspricht Apple, man selbst würde vorher schlapp machen, bevor dem iPhone XR die Power ausgehe. Begleitend zum Song „Stay Awake“ aus Disneys Verfilmung von Mary Poppins sieht man reihenweise iPhone-Nutzer, die vor dem Apple-Handy einschlafen – beim Spielen, betrachten eines Video-Babyphones etc. Das iPhone XR aber läuft und läuft und läuft …

iPhone XR: Apples Werbung zur Akkulaufzeit.

Apples Aussage könnte man auch so zusammenfassen: Was auch immer andere Leute über die Akku-Power unseres iPhone XR glauben sagen zu müssen, in der Praxis ist und bleibt das bunte Apple-Handy der „Laufzeit-King“.

Ursprünglicher Artikel vom 6. Mai 2019:
Zwischen 18 und ganzen 51 Prozent sollen Apples Angaben zur Akkuleistung die tatsächlich gemessenen Werte der Verbraucherorganisation „Which?“ übersteigen. Insbesondere das iPhone XR soll augenscheinlich enttäuschen. So verspricht Apple für das farbenfrohe Smartphone Gesprächszeiten von bis 25 Stunden mit einer Akkuladung, „Which?“ konnte im Test jedoch nur einen Maximalwert von 16 Stunden und 32 Minuten erreichen. Schummelt der iPhone-Hersteller etwa bei seinen Angaben zur Akkuleistung?

Vom gebrochenen Akkuversprechen des iPhone XR – hier im Video – waren die Tester von „Which?“ sehr enttäuscht:

iPhone XR: Werbespot.

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Apples Reaktion: Wir testen das iPhone richtig

Gegenüber Business Insider reagiert Apple auf die Werte der Verbraucherorganisation und auf die damit verbundenen Vorwürfe. Apple bekräftigt darin, dass es seine Produkte „rigoros“ testet und nach wie vor hinter den eigenen Batterieansprüchen steht. Die Firma beklagt zudem, dass „Which?“ seine Testmethodik nicht im Detail veröffentlicht, während Apple den eigenen Testprozess ausführlich und transparent dokumentiert (siehe Apples Webseite). „Which?“ wiederum gibt zu den Tests bekannt, dass man brandneue, unabhängig gekaufte iPhones auf 100 Prozent lädt und anschließend misst, wir lange der Akku während eines Daueranrufes hält.

Dieses „iPhone“ hat zumindest genügend Platz für einen hinreichend großen Akku:

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Dieses iPhone ist ein Witz: Apple-Handy sorgt für Lacher.

Die wenig schmeichelhaften Ergebnisse zum iPhone XR sind zudem deswegen brisant, weil sie doch gegensätzlich zu den Testergebnissen verschiedenster Quellen aus dem letzten Jahr stehen. Mehrheitlich wurde Apple darin nämlich für die Laufleistung des iPhone XR gelobt.

Understatement von Samsung, Nokia und Sony

Erwähnenswert: Die iPhones waren nicht die einzigen Smartphones, die den Test über sich ergehen lassen mussten. Wie „Which?“ feststellt, überschätzt sich neben Apple auch HTC bezüglich der Laufleistung. Hingegen hatten Marken wie Samsung, Nokia und Sony die Gesprächszeit ihrer jeweiligen Geräte sogar unterbewertet. Sprich: deren Handys liefen länger als angenommen.

So oder so: Bezüglich Akkuleistung sollte man immer bedenken, dass vielfältige Faktoren einen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Nicht alle lassen sich vom Tester uneingeschränkt kontrollieren. Beispielsweise ist die Leistung auch abhängig von der Güte der Mobilfunkverbindung, die wiederum abhängig ist vom jeweiligen Standort.

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