iPhone XR: Daten, Ausstattung, Preise

Marco Kratzenberg 4

Das iPhone XR wurde als Einsteigermodell der X-Reihe vorgestellt und soll zu einem günstigeren Preis viele Features und Neuerungen der aktuellen Apple-Flaggschiffe bieten. Trotz einiger Einsparungen findet ihr hier doch ein leistungsstarkes Gerät.

Apple hat sich angewöhnt, im Nachgang eines neuen Modells eine Serie mit mehreren verschieden ausgestatteten Geräten nachzuschieben. Das iPhone XR stellt die leicht abgespeckte untere Stufe dieser neuen Modellreihe dar. Was ihr bekommt und auf was ihr verzichten müsst, erfahrt ihr hier.

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Apples iPhone Xs Plus und iPhone Xc vs. Galaxy Note 9: Überraschung im Größenvergleich der Handy-Neulinge.

Das Display des iPhone XR

Einer der größten Unterschiede zwischen dem iPhone XR und seinen „Brüdern“ stellt das Display dar. Während XS und XS Max über ein sogenanntes „Super Retina HD Display“ verfügen, weist das iPhone XR ein „Liquid Retina HD Display“ aus. Der Begriff „Liquid“ deutet die Tatsache an, dass das XR ein LCD-Display hat, während die anderen beiden Modelle einen OLED-Bildschirm ihr Eigen nennen, der auf jeden Fall das bessere Display darstellt.

Größenmäßig liegt das Display mit einer Diagonale von 6,1 Zoll zwischen den Modellen XS (5,8 Zoll) und XS Max (6,5 Zoll). Allerdings hat es eine deutlich geringere Auflösung als die beiden anderen Geräte: Es muss mit 1.792 x 828 Pixeln bei 326 ppi auskommen, während das XS und XS Max über 458 ppi bei einer Auflösung von 2.436 x 1125 Pixeln verfügen.

Das Kontrastverhältnis (die maximalen Helligkeitsunterschiede zwischen Schwarz und Weiß) beträgt hier auch nur 1.400:1 – im Gegensatz zu 1.000.000:1 bei den beiden anderen Geräten.

Technische Grundausstattung des iPhone XR

Alle drei neuen iPhones, also auch das XR, sind mit dem neuen „A12 Bionic Chip“ ausgestattet, der als erster Chip in 7-nm-Technik gefertigt wurde. 6 Kerne und eine „Neural Engine der nächsten Generation“ sollen für eine sehr gute Performance sorgen, die unter anderem Echtzeit-Bewegungsanalysen möglich macht, für die man früher einen Rechner-Netzwerk brauchte.

Ihr könnt das Smartphone in drei verschiedenen Speicher-Kapazitäten bekommen. Es ist in 64, 128 und 256 GB verfügbar. Wer mehr braucht, muss zu den beiden anderen Geräten greifen, die bis zu 512 GB Speicher bieten. Erweitern lässt sich der Speicher auch dieses Mal nicht.

Auch das iPhone XR funktioniert mit Face ID und lässt euch euer Smartphone mit eurem Gesicht entsperren, wodurch ihr generell auf eine Passworteingabe verzichten könnt. Es ist nach IP67 zertifiziert, was euch einen Spritzwasserschutz garantiert sowie ein Untertauchen in bis zu 1 Meter Tiefe bis zu 30 Minuten ermöglicht.

Alle drei Modelle lassen sich euer iPhone mit Qi-Technik kabellos aufladen. Die Adapter dazu müsst ihr allerdings separat kaufen.

Leider hat sich bezüglich der NFC-Fähigkeiten beim iPhone nicht viel getan. „NFC mit Lesemodus“ heißt es lakonisch in der Produktbeschreibung. Wer also irgendwas anderes als Apple-Pay mit NFC erledigen will, braucht nach wie vor ein Android-Smartphone.

Die Kamera des iPhone XR

Die Frontkamera ist beim iPhone XR, XS und XS Max identisch, doch bei der Hauptkamera wurden deutliche Abstriche gemacht.

Beim iPhone XR gibt es zwar auch eine Auflösung von 12 Megapixeln, aber nur einen 5-fachen Digitalzoom. Die beiden anderen Modelle verfügen über einen 10-fachen Digitalzoom sowie über einen 2-fachen optischen Zoom.

Außerdem muss der Besitzer eines iPhone XR mit eine 1.8-Blende auskommen, während XS und XS Max im Weitwinkel eine 1.8-Blende und im Teleobjektiv eine 2.4-Blende haben.

Schön sind allerdings bei allen drei Modellen das Smart-HDR-Feature, sowie die Bokeh und Tiefen-Kontrolle, mit der ihr sogar noch nach der Aufnahme die Tiefenschärfe verstellen könnt.

Batterie und Lademöglichkeiten

Das iPhone XR ist Qi-fähig, kann also kabellos aufgeladen werden. Das „schnelle Aufladen“ funktioniert allerdings nur über Kabel, wobei außerdem im Test Ladeadapter mit einer Leistung von 30 beziehungsweise 87 Watt verwendet wurden, während das mitgelieferte Netzteil nur 5 Watt Leistungsaufnahme hat. Insofern ist es nett, dass man das XR in 30 Minuten bis zu 50 Prozent aufladen kann, ist aber im Auslieferungszustand nicht zu nutzen.

Was die Batterie-Laufzeiten angeht, nennt Apple keine Zahlen sondern vergleicht sich selbst mit älteren Geräten. Also steht dort zum iPhone XR nur: „Hält bis zu 1,5 Std. länger als beim iPhone 8 Plus“.

Die Sprechdauer wird mit bis zu 25 Stunden angegeben und ist damit 5 Stunden länger als beim iPhone XS. Auch bei der Internetnutzung (15 Stunden) und Videowiedergabe (16 Stunden) liegt das iPhone XR in dem Trio ganz vorn.

Die Farben des XR

Das iPhone XR ist in 6 verschiedenen Farben zu haben. Die nennen sich Gelb, Weiß, Koralle, Schwarz, Blau und (PRODUCT)RED. Natürlich hat man nur dann etwas davon, wenn man eine transparente Schutzhülle verwendet oder ganz darauf verzichtet.

Das Besondere an der Reihe (PRODUCT)RED ist die Unterstützung verschiedener Aids-Hilfe-Programme. Für jeden Kauf eines Gerätes dieser Serie spendet Apple einen Betrag an „The Global Fund“.

Der Preis

Was soll das iPhone XR kosten? Das dürfte für einige die wichtigste Frage sein und die ist nicht einfach so zu beantworten. Es gibt offizielle Preise fürs iPhone XR, XS und XS Max, aber das sind Anfangspreise, die nicht mit den bereits kurz danach fallenden „Straßenpreisen“, Sonderangeboten und Preisen in Kombination mit einem Mobilfunkvertrag aussagen.

Die offiziellen Preise des iPhone XR in den verschiedenen Speichervarianten:

  • 849 Euro (64 GB)
  • 909 Euro (128 GB)
  • 1019 Euro (256 GB)

Das dürfte sich allerdings schon in kurzer Zeit nach unten regulieren.

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