Fortnites Währung V-Bucks wird für Geldwäsche benutzt

Franziska Behner 2

Mithilfe gestohlener Kreditkarten wurden Unmengen an V-Bucks aus, bzw. für Fortnite gekauft. Um daraus wieder reines Geld zu machen, hat man sie für einen geringeren Preis einfach wieder verkauft.

Was würdest du mit einer gestohlenen Kreditkarte wohl als Erstes in Fornite kaufen? Für die kriminellen Unternehmen aus dieser Story gibt es nur eine Antwort: V-Bucks, ist doch klar!

Es klingt ein bisschen verwirrend, dass Unternehmen im großen Stil Kreditkarten entwenden und damit Ingame-Währung für ein Videospiel kaufen. Doch da steckt eine Menge mehr dahinter, wie Gamespot berichtet. Die Security-Firma Sixgill hat sich mit diesem Fall auseinandergesetzt und die Aktionen der Verdächtigen verfolgt.

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V-Bucks als Produkt für Geldwäsche

Mit den gestohlenen Karten wurden Unmengen an V-Bucks in Fortnite gekauft. Doch man wollte sie nicht, um sich selbst in die coolsten Skins zu hüllen, sondern nutzte das Darknet, um daraus wieder Geld zu machen. Für einen geringeren Preis wurden Unsummen an V-Bucks auf dem Schwarzmarkt des WWW angeboten und auch verkauft – so wurden dank Geldwäsche ganz schnell aus dem gestohlenen Kreditkartengeld reine Kröten für V-Bucks.

Im großen Stil: Weltweiter Verkauf im Darkweb

Während die großen Berge an V-Bucks im Darkweb vertrieben wurden, sind auch kleinere Summen im „normalen“ Internet aufgetaucht. Dabei habe man sich nicht nur auf den englischen Markt konzentriert, auch sind die Angebote in Chinesisch, Russisch, Spanisch und auf Arabisch gelistet worden. Die Köpfe hinter dieser Geldwäsche-Aktion arbeiteten mit Kryptowährung, um noch weiter zu verschleiern, woher die V-Bucks stammen.

Bisher konnte die Sicherheitsfirma nicht sagen, wie viel Gewinn die kriminellen Unternehmen mit diesen Verkaufsaktionen gemacht haben. Bereits letztes Jahr wurde auf Ebay wohl 250.000 Dollar Umsatz durch Fortnite-bezogene Verkäufe erzielt.

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Kritik an Epic Games

Dass dies in so großem Stil möglich ist, ruft Bedenken gegen Epic hervor, dass hier nicht genügend auf Sicherheit gesetzt wird und man nicht ausreichend proaktiv darauf achte, dass Missbrauch der Plattform stattfindet. Mit diesen Vorwürfen kontaktiert, hat sich der Fortnite-Entwickler dazu geäußert:

„Epic Games nimmt diese Probleme ernst, da Rückbelastungen und Betrug unsere Spieler und unser Unternehmen in Gefahr bringen. Wie immer fordern wir die Spieler auf, ihre Konten zu schützen, indem sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, keine Passwörter wiederverwenden und sichere Passwörter nutzen, Kontoinformationen nicht mit anderen teilen.“

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Es ist nicht der erste Vorwurf für eine Sicherheitslücke. Erst gestern haben wir von etwas gesprochen, das ein Paradies für Hacker sein könnte. Mittlerweile hat sich Epic um dieses Problem gekümmert. Verrate uns in den Kommentaren, ob du in deinem Umfeld schon einmal Opfer von Kreditkartenklau warst und was (vielleicht Verrücktes) damit gekauft wurde.

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