Tyler1 bricht Twitch-Rekord nach seiner Rückkehr zu League of Legends

Marcel-André Wuttig

Über 613 Tage war der beliebte League of Legends-Streamer Tyler1 in dem MOBA gebannt. Nun durfte er offiziell zurückkehren. Sein erster LoL-Stream auf Twitch brach sogar einen Rekord.

Er gilt als der toxischste Spieler in League of Legends. Über 22 seiner Accounts wurden von Riot Games gebannt. Er ist einer der einzigen Spieler, die jemals grundsätzlich aus dem MOBA gebannt wurden. Egal, ob er in einem neuen Account gegen die Regeln verstieß oder nicht – jeder seiner Accounts wurde gebannt. Riot Games wollte nicht, dass ein Spieler, der aufgrund seines negativen Verhaltens überhaupt erst bekannt wurde, League of Legends spielen durfte.

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Seiner Popularität schadete das nicht. Sein Status als toxischster League of Legends-Spieler wurde im Grunde genommen zu seinem Aushängeschild, wie sein YouTube-Banner beweist. Viele seiner Fans schauten ihm beim Spielen zu, weil sie live sehen wollten, wie er ausrastet. Er wurde trotz – oder gerade wegen – seines Banns immer beliebter.

Im Oktober 2017 wurde der Streamer dann selbst zum Opfer, als er von einem Riot Games-Entwickler beleidigt wurde. Genau dieser Angriff bekräftigte letztendlich jedoch das neue Image, das Tyler1 kreierte: Das von einem reformierten Troll.

Auch Riot Games scheint dem umstrittenen Streamer nun eine neue Chance geben zu wollen. Kotaku berichtet, dass Tyler1 letzte Woche eine Email erhielt, in der ihm mitgeteilt wurde, dass sein Bann aufgehoben werden würde, wenn alle seine aktuellen Accounts im letzten Monat sauber waren.

Das waren 2017 die größten YouTuber- und Streamer-Skandale. 

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Die größten Skandale 2017 von YouTubern und Streamern.

Und so streamte Tyler1 gestern zum ersten Mal seit 2016 League of Legends auf Twitch. Seine Rückkehr war heiß erwartet, wie die Zuschauerzahlen beweisen: Über 380.000 Zuschauer schauten ihm gleichzeitig zu. Wie PCGamer berichtet, ist das die höchste Zuschauerzahl, die ein einzelner Streamer jemals auf Twitch erreicht hat.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob der umstrittene Streamer tatsächlich reformiert ist und er ab jetzt eher mit seinem Können als mit seinem Verhalten auf sich aufmerksam machen kann.

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