Minecraft: 50.000 Benutzer haben sich Malware eingefangen

André Linken

Downloads von der offiziellen Microsoft-Webseite des Sandbox-Spiels Minecraft sind bestimmt sicher? Ein aktueller Bericht deckt genau das Gegenteil auf.

Minecraft – E3 2017.

Update vom 19. April 2018 17.00 Uhr

Inzwischen hat Microsoft ein Statement zum aktuellen Stand des Vorfalls veröffentlicht:

“Wir haben uns mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt und zusätzliche Maßnahmen eingerichtet, die unsere Community schützen. Wir ermutigen jeden Spieler, uns unseriöse und verdächtige Aktivitäten unter feedback.minecraft.net zu melden.“

Original-Meldung vom 18. April 2018 14.50 Uhr

Seit geraumer Zeit erstellen die Spieler von Minecraft mithilfe von Editoren und Modding Tools eigene Inhalte. Dazu zählen unter anderem auch alternative Skins für den Hauptcharakter, die bei den Fans ziemlich beliebt sind. Viele Kreationen landen auf der offiziellen Webseite, von wo aus du sie runterladen kannst. Doch dabei bist du keinesfalls vor Gefahren sicher.

Wie aus einem aktuellen Bericht des Virenschutz-Herstellers Avast hervorgeht, haben sich mehr als 50.000 Benutzer weltweit schädliche Malware beim Download von Minecraft-Skins eingefangen. Es handelte sich dabei meist um PNG-Dateien, mit deren Hilfe das Erscheinungsbild des Protagonisten ausgetauscht wird. Allerdings kam es bei den besagten Fällen gleichzeitig auch zur Infizierung mit der Schadsoftware.

Die ist sogar ziemlich gefährlich: Dem Bericht von Avast zufolge kann die Malware im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass deine Festplatte neu formatiert wird. Auch die Löschung von Backups und wichtiger Systemsoftware liegt im Bereich des Möglichen. Im Vergleich zu den insgesamt 74 Millionen Minecraft-Benutzern auf der ganzen Welt sind die 50.000 Fälle zwar verschwindend gering. Dennoch ist die Gefahr nicht zu unterschätzen.

Diese realen Projekte wurden mittlerweile in Minecraft nachgebaut.

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12 reale Technik-Projekte, die in Minecraft nachgebaut wurden

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Außerdem stellt sich bisher noch die Frage, wie die von der Malware befallenen Download so problemlos auf die offizielle Webseite von Minecraft gelangen konnten. Der Entwickler Mojang hat sich bisher noch nicht zu diesem Thema geäußert.

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