Pokémon GO: Berechtigungen der App und Datenschutz

Victoria Scholz 3

Mit Pokémon GO fangt ihr kleine Taschenmonster in eurer Umgebung. Bevor das Abenteuer startet, könnt ihr euch die Berechtigungen durchlesen und müsst die AGBs bestätigen. Viele Spieler lesen sich diese nicht durch. Wie es in puncto Datenschutz bei Pokémon GO aussieht, verraten wir euch in diesem Artikel.

Datenschutz ist ein wichtiges Thema in diesem Zeitalter geworden. Viele Internetnutzer gehen leichtfertig mit ihren Daten um. So werden auch Smartphone-Apps durch gewisse Berechtigungen berechtigt, Daten von den Spielern auszuspionieren. Bei Pokémon GO entbrennt derzeit eine Debatte um die Berechtigungen und den Datenschutz. Wir zeigen euch in diesem Artikel, worum es dabei geht und welche Berechtigungen Pokémon GO für eure Daten festlegt.

Datenschutz abgecheckt – jetzt wird gespielt!

Profi-Tipps für Pokémon GO im Video:

Pokémon GO: Profi-Tipps.

Pokémon GO: Alle Berechtigungen im Detail für Android

Die AR-App Pokémon GO ist offiziell erschienen. Durch einen Trick konnten schon viele Fans mittels APK und Tricks das Abenteuer in Deutschland spielen. Dabei wartete die Fangemeinde fast zwei Jahre, bis Pokémon GO endlich in greifbarer Nähe war. Jetzt ist sie (inoffiziell) da und kein Spieler schaut sich die Berechtigungen an, sondern will gleich losspielen. Aus diesem Grund haben wir euch alle Berechtigungen, die Pokémon GO an eure Daten stellt, im Detail aufgeschlüsselt:

Pokémon GO mit Malware in der APK-Datei: So entdecken und entfernen

  • Bilder und Videos aufnehmen: Diese Berechtigung ist notwendig, um den Kamera-Modus richtig auszuspielen und Pokémon mit der AR-Umgebung zu fangen. Mit diesem Punkt darf Pokémon GO eure Kamera jederzeit und ohne Bestätigung starten.
  • Genauer Standort (GPS- und netzwerkbasiert) sowie ungefährer Standort (netzwerkbasiert): GPS ist für Pokémon GO zwingend notwendig, damit die App weiß, ob ihr euch in der Nähe von Pokémon, PokéStops oder Arenen befindet. Für Pokémon GO ist eine GPS-Verbindung zwingend notwendig. Der Standort kann auch für eure mobilen Daten oder Wi-Fi ermittelt werden.
  • Aktivitätserkennung: Mit dieser Berechtigung sieht Pokémon GO, ob ihr zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto unterwegs seid. Je nachdem, wie schnell ihr euch bewegt, positioniert sich auch euer Charakter auf der Karte. Mit dieser Funktion erkennt die App auch, ob sich euer Standort verändert oder nicht.
  • SD-Karten-Inhalt ändern/ löschen sowie lesen: Pokémon GO darf sich auf eurer SD-Karte austoben – jedoch nur im Rahmen von Speicherdaten. Die werden nämlich auf eurer SD-Karte abgelegt, sofern ihr eine eingesteckt habt. Dementsprechend muss euer Speicherstand auch gelesen werden, sobald ihr das Spiel wieder startet. Der Großteil eures Speicherstands wird jedoch über euren Google-Account oder euer Pokémon-Trainer-Club-Konto abgewickelt.
  • Konten auf dem Gerät suchen sowie verwenden: Pokémon GO darf eine Liste anfertigen, auf der sich alle Log-ins befinden, die ihr auf dem Telefon benutzt. Habt ihr Konten durch heruntergeladene Apps erstellt, werden auch diese der Liste hinzugefügt. Zudem darf die App sogenannte Authentifizierungs-Token anfordern. Diese Token zeigen dem Server von Pokémon GO, dass es sich um einen bestimmten, berechtigten Nutzer handelt und stellt die Verbindung her. So wird euch sicherlich aufgefallen sein, dass ihr euch nach der ersten Anmeldung (fast) nicht mehr einloggen müsst. Klickt ihr außerdem das erste Mal auf die Anmeldung per Google und habt beispielsweise diesen Account mit eurem Mail-Programm auf dem Smartphone verknüpft, nimmt Pokémon GO die vorher angefertigte Liste aus Apps und loggt sich für euch ein.
  • Google Play-Rechnungsdienst: Wollt ihr eine Mikrotransaktion durchführen und euch ein besonders Item kaufen, wird das Ganze über den Google Play-Rechnungsdienst abgewickelt.
  • Voller Netzwerkzugriff, Netzwerkverbindungen anzeigen sowie Internetdaten erhalten: Mit diesen Berechtigungen kann Pokémon GO einerseits erkennen, ob ihr online seid, kann auf eure Internetverbindung zugreifen und euch damit nicht nur Daten schicken, sondern auch herunterladen.
  • Auf Bluetooth-Einstellungen zugreifen und Pairing mit Bluetooth-Geräten durchführen: Diese Funktionen sind wichtig, wenn ihr ein Pokémon GO Plus besitzt. Dieses kleine Gerät verbindet sich über Bluetooth mit eurem Handy und vibriert, wenn wilde Pokémon oder PokéStops in der Nähe sind. Mit diesen Berechtigungen darf die App eine Verbindung zu Geräten herstellen und euer Smartphone so zu konfigurieren, dass es eine Bluetooth-Verbindung herstellen kann.
  • Ruhezustand deaktivieren und Vibrationsalarm steuern: Die App kann euer Smartphone aus dem Ruhezustand holen und ihn gänzlich deaktivieren. Die Vibrationen sind wichtig, damit ihr erkennt, ob sich ein wildes Pokémon in der Nähe befindet.
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Datenschutz bei Pokémon GO

Derzeit entbrennt eine Debatte um den Datenschutz bei Pokémon GO. So räumen iOS-Nutzern uneingeschränkte Zugriffsrechte ein. Meldet ihr euch mit einem Google-Konto an, kann Pokémon GO auf dieses Konto zugreifen, Mails verschicken und auch eure Dateien im Drive-Ordner lesen. Niantic, Inc., die Entwickler von Pokémon GO, äußerten sich jetzt dazu und erklärten, dass die Berechtigungen eingeschränkt werden sollen. Google bestätigte, dass derzeit nur die Apple-ID und E-Mail-Adresse weitergeleitet wurde.

So beschränkt ihr App-Berechtigungen

Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, solltet ihr euch eine Gmail-Adresse anlegen, die ihr lediglich für solche Apps wie Pokémon GO benutzt. Wollt ihr euren Account löschen, findet ihr an anderer Stelle Hilfe.

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