Sekiro-Easy Mode? Querschnittsgelähmter Spieler will nicht als Argument dafür herhalten

Daniel Hartmann

Über einen einfacheren Modus für Sekiro: Shadows Die Twice wurde bereits hitzig diskutiert. Die einen sind der Meinung, der hohe Schwierigkeitsgrad verwehrt vielen Spielern den Zugang zum Spiel, die anderen finden das Spiel so wie es ist genau richtig.

Sekiro-Easy Mode? Querschnittsgelähmter Spieler will nicht als Argument dafür herhalten

Sicher ist, Sekiro ist in alter FromSoftware-Tradition ein echt schweres Spiel. Einige Spieler sind der Meinung, dass diese Hürde viele Spieler vom Spiel ausschließt. Ein Forbes-Artikel schlug auf Reddit große Wellen, in welchem der Autor sich für einen Easy Mode aussprach.

Selbiger Artikel stieß eine weitere Diskussion in diesem Kontext an, eine Diskussion über Spieler mit motorischen oder anderen körperlichen Einschränkungen und wie sie an Spielen wie Sekiro teilhaben sollen. Menschen mit Behinderungen werden häufiger als Grund genannt Spiele einfacher und somit zugänglicher zu machen. Auf der Seite der Hardware gibt es dafür bereits Lösungen, wie zum Beispiel den Adaptive Controller von Microsoft.

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Ein Spieler mit einer solchen Einschränkung schaltete sich auch in diese Diskussion ein. Reddit-Nutzer Limitlessquad findet es nicht in Ordnung, das Menschen mit motorischen Einschränkungen als „Ausrede für einen Easy Mode“ benutzt werden. Limitlessquad hat sogenannte Tetraplegie, eine Form von Querschnittslähmung bei der Arme und Beine teilweise bis vollständig gelähmt seien können. Bei gut der Hälfte der Fälle handelt es sich um eine inkomplette Lähmung, was bedeutet das die motorische und sensorische Kontrolle der Gliedmaßen noch vorhanden ist.

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Schwierigkeitsgrad und der Zugänglichkeit eines Spiels. Spieler wie Limitlesssquad wollen nicht, das Spiele für sie einfacher gemacht werden und wollen auch nicht als Argument dafür herhalten. Er selber hat einen Weg gefunden auch Sekiro für sich zugänglich zu machen. Doch dieser Weg gilt natürlich nur für ihn und es gibt eine große Anzahl an unterschiedlichen Einschränkungen, welche alle eigene Anforderungen an die Zugänglichkeit eines Spieles haben. Es ist zu einem großen Teil die Hardware, welche den Zugang verwehrt und nicht die Software.

Dass er als Spieler mit körperlichen Einschränkungen keinen Easy Mode braucht, beweist er mit diesem Video (Spoiler-Warnung: das Video enthält Bildmaterial zur Verdorbenen Nonne):

Die Diskussion dreht sich viel um optionale Einstellungen, welche das Spiel zugänglicher machen sollen. Auf Dinge für einen Modus für farbenblinde Menschen können sich alle Beteiligten einigen doch darüber hinaus steht die Zugänglichkeit gegen die Intention des Entwicklers, wie ein Spiel gespielt werden sollte, um es so zu erfahren, wie es entwickelt wurde. Es braucht dennoch Lösungen, um möglichst allen Spielern ein Spiel zugänglich zu machen.

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Würde ein Easy Mode einem Spiel wie Sekiro: Shadows Die Twice schaden? Gibt es vielleicht andere Wege um ein Spiel mehr Spielern zugänglich zu machen auch wenn diese körperliche Einschränkungen haben? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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