Starlink: Das beste Starfox-Spiel, das aber keines ist

Victor Redman 1

In Starlink: Battle for Atlas kämpfst du als Teil einer tapferen kleinen Truppe von Weltraum-Piloten um die Freiheit der Galaxis. In der Switch-Version des Spiels lassen sich diese Schlachten auch mit Starwing-Held Fox McCloud schlagen. Und das macht das Spiel zu einem Muss!

Weihnachten 1997 lag ein ganz besonderes Geschenk für mich unterm Weihnachtsbaum: In der übergroßen Verpackung fand sich neben einem N64-Modul auch das Rumble Pack für den Controller. Das Spiel, mit dem ich zum ersten Mal haptisches Feedback erlebte: Lylat Wars, die lang erwartete Fortsetzung des SNES-Hits Starwing.

„Do a barrel role!“

Für mich war es das erste Abenteuer mit Starwing-Pilot Fox McCloud und seiner tierischen Crew – und Liebe auf den ersten Blick. An Silvester hatte ich Lylat Wars durchgezockt. Am Neujahrstag fing‘ ich direkt wieder von vorne an.

In Ubisofts Starlink: Battle for Atlas feierten Fox und Co. jetzt ihr Debüt auf Nintendo Switch. Ohne das Tie-In wäre das Spiel wohl an mir vorbeigegangen. Wahrscheinlich hätte das Toy-to-Life-Konzept mich sogar aktiv abgeschreckt.

Ganz ehrlich: Ich war noch nie ein Fan von physischen Extras zu digitalen Spielen. Skylanders konnte mich nicht hinterm Ofen hervorlocken. Disney Infinity hab‘ ich links liegen lassen. Ja, sogar Nintendos knuffige Amiibos lassen mich immer noch ziemlich kalt. Dementsprechend liebäugelte ich für einen kurzen Moment auch mit dem Gedanken, die rein digitale Version von Starlink zu spielen.

Diese Idee wurde aber ganz schnell begraben, als ich dann das Starterkit zum Spiel in Händen hielt: Ein waschechter Arwing aus dem Starfox-Universum? Shut up and take my money!

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Der Weltraum: Unendlicher Spielspaß

Das beste Marketing nützt natürlich wenig, wenn das Spiel dahinter dann nicht abliefert (Ich will mal niemanden scharf angucken, No Man’s Sky!). Aber: Starlink liefert – und zwar noch weit mehr als ich erwartet hätte. Was als simpler, spaßiges Space-Shooter beginnt, entwickelt nach und nach immer mehr Komplexität.

Selbst das Wegballern der diversen Gegner erfordert ein gewisses Maß an Köpfchen – die vielen verschiedenen Waffen im Spiel sind zwar beliebig kombinierbar, aber nur die jeweils richtige Kombination entfesselt auch die maximale Durchschlagskraft. Mit der richtigen Kombi lässt sich so ziemlich jeder Gegner ratzfatz wegputzen.

Ballern allein bringt nichts

Wer sich allerdings nur aufs Ballern beschränkt, kommt auch nicht allzu weit. Das Ziel der Starlink-Truppe besteht darin, verschiedene Planeten von ihren finsteren Besatzern zu befreien. Dazu gilt es, die feindlichen Truppen im All und auf dem Boden zu dezimieren. Das ruft dann den Level-Boss, hier Prime genannt, auf den Plan, der natürlich ebenfalls besiegt werden will.

Damit der hart erkämpfte Sieg sich auch wirklich lohnt, muss der edle Retter aber noch weiter in den frisch befreiten Planeten investieren. Das Starlink-Team kann – und sollte – nämlich an möglichst vielen Standorten Stützpunkte errichten. Die zu etablieren und am Laufen zu halten, kostet zwar Zeit und Ressourcen, macht sich im Kampf gegen die feindlichen Armeen aber auch bezahlt.

Dieses System ist ziemlich smart. Es sorgt dafür, dass du nicht wie ein Berserker von einem Planeten zum nächsten hetzt, sondern dir die Zeit nimmst, die riesigen, detaillierten Spielwelten tatsächlich mal genauer anzusehen. Jeder Planet hat seinen ganz eigenen Look und birgt ganz eigene Geheimnisse. Für Sammelfreunde gibt es auch ständig neue Tiere und Pflanzen zu entdecken. Viele Konkurrenten können von einer derart bunten, belebten Spielwelt nur träumen.

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Dazu kommt, dass Starlink auf Nintendo Switch einfach unglaublich gut aussieht. Tatsächlich lässt sich mit bloßem Auge kaum ein Unterschied zur PS4-Fassung des Spiels erkennen. Trotzdem läuft das Spiel auch im Handheld-Modus butterweich. Wie Ubisoft das hingekriegt hat, weiß ich nicht, aber so macht das Spaß.

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Außerdem hat die Switch-Version von Starlink natürlich den Starfox-Bonus. Fox McCloud und seine Crew werden nahtlos in die Story des Spiels integriert. Sogar ein paar eigene Missionen gibt’s als Sahnehäubchen obendrauf – hier wartet zum Beispiel auch ein Wiedersehen mit Fox‘ Erzfeind Wolf.

Das führt dazu, dass Starlink sich stellenweise anfühlt wie ein Remaster von Lylat Wars auf dem N64 – und das meine ich als Riesen-Fan des Spiels hier als Riesen-Kompliment. Die Nintendo-Helden passen so gut in die Welt von Starlink, dass ich die eigentliche Hintergrundgeschichte des Spiels nach wenigen Minuten verdrängt hatte. Und genau deshalb ist Starlink auf Nintendo Switch die definitive Version des Spiels. Es ist das Starfox-Game, auf das ich seit Jahren gewartet habe und der erste wirklich würdige Nachfolger zu Lylat Wars auf dem Nintendo 64. Wer die Starfox-Reihe mag, wird Starlink lieben.

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