Ich habe also „Titanfall“ gespielt. Mit dem Start der Beta konnte ich meinen sehr guten Ersteindruck von der gamescom damit endlich überprüfen. Viel Neues gab es dabei nicht zu sehen. Mit nur zwei Maps und drei unterschiedlichen Modi lässt sich „Titanfall“ aktuell noch nicht all zu tief in die Karten schauen. Doch was ich zu sehen bekam, das hat mir erneut richtig gut gefallen. Hier sind 5 Gründe, warum mich dieses Spiel auch nach der Beta noch hyped.

 

Titanfall

Facts 
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Titanfall Beta Trailer

Weil Titanfall mir ein neues Spielgefühl vermittelt

Call of Duty mit Mechs trifft es einfach nicht. Wenngleich sich „Titanfall“ ausführlich bei der bekannten Run & Gun-Formel von CoD bedient, wird man dem Shooter damit schlichtweg nicht gerecht. Das Killerfeature mit Alleinstellungsmerkmal gibt es in „Titanfall“ zwar nicht, doch vertikales Gameplay, die höhere Spiel-Geschwindigkeit, Spezialfähigkeiten, Titans und filmische Inszenierung verbinden sich hier zu einem neuartigen Spielgefühl, das sich erfrischend von der Konkurrenz abzugrenzen weiß. Wer sich nach einem Killing-Spree im allerletzten Moment aus seinem explodierenden Titan in die Luft katapultieren lässt, um dann im freien Fall den dafür verantwortlichen feindlichen Titan mit einem gezielten Schuss zerlegt, der weiß wovon ich spreche. Titanfall ist voll von heroischen Momenten wie diesem.

Weil die Bots Sinn machen

„Titanfall“ vermittelt mir eine einmalige Schlachtfeldatmosphäre. Mit Hilfe von einfach gestrickten KI-Soldaten und computergesteuerten Anti-Titan-Einheiten gelingt es Respawn Entertainment, eine dramatisch-heldenhafte Stimmung auf den Karten zu verbreiten. So wird man im Vorbeilaufen etwa immer wieder Zeuge von minimalistischen Skript-Events, die mir das Gefühl geben, Teil einer wichtigen Entscheidungsschlacht zu sein. Zudem macht es einfach Spaß, auf dem Weg zum aktuellen Hot Spot der Map sein Punktekonto mit KI-Abschüssen nebenbei aufzubessern. Doch die sogenannten Grunts dienen dabei nicht allein der filmischen Inszenierung – sie fungieren in gewisser Weise auch als Creeps,  also als eine Art Ressource, so wie wir es aus MOBAs kennen. Durch das Farmen von Grunts lassen sich nicht nur entscheidende Punkte für den Sieg erwirtschaften, auch der Cooldown für meinen nächsten Titan wird dadurch verringert. Ein sehr interessanter Ansatz, den Respawn Entertainment unbedingt noch weiter ausbauen sollte. Dass es durch die KI-Einheiten schwerer wird, echte Spieler zu identifizieren, empfinde ich indes als eine willkommene Herausforderung und nicht als störend.

Weil sich Titanfall dynamisch und abwechslungsreich spielt

Nach nur etwa zwanzig Matches auf lediglich zwei unterschiedlichen Karten ist es für Aussagen zur Langzeitmotivation natürlich noch viel zu früh. Was ich allerdings sagen kann, ist dass sich diese knapp 20 Matches dank der Titans und den Epilogen angenehm abwechslungsreich spielten. An die Kontingenz einer Battlefield-Partie kommt auch Titanfall nicht heran, doch durch die Freischaltung der Titans erhält jedes Match nicht nur eine leicht veränderte Spielweise, die Titans sind auch ein dynamisches Element, das sich immer wieder in überraschenden Momenten niederschlägt. Zudem sorgt der Epilog, in welchem die unterlegende Fraktion ein Rettungsshuttle vor Ablauf eines Countdowns erreichen muss, für ein aufregendes und befriedigendes Finale.

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Weil 12 Spieler genug sind

Ich habe diese Kritik an Titanfall schon im Vorfeld der Beta nicht ganz verstanden. Warum ist mehr nochmal besser? Ein „Left 4 Dead“ musste sich für seine geringere Spielerzahl doch auch nie rechtfertigen. Mit der Beta kann ich jedenfalls noch einmal unterstreichen: Titanfall kommt mit 12 Spielern bestens aus. Leer oder ereignisarm fühlten sich die Partien nie an. Ganz im Gegenteil! Ich habe sogar das Gefühl, dass mehr Spieler diesem Shooter und seinem Ziel schaden würden.

Weil Titanfall noch andere gute Ideen hat

Mit Wallruns und Mechs ist noch nicht die ganze Geschichte von „Titanfall“ erzählt. Mit der Auto-Pistol, den Rodeo-Events, dem Hacken der KI-Soldaten und den im Laufe des Spiels freigeschalteten Burn Cards hat Respawn Entertainment weitere interessante Konzepte auf Lager. Wer zum Beispiel einen feindlichen Titan mit einem waghalsigen Sprung kapern will, der begibt sich in ein spannendes Event mit offenem Ausgang. Des Weiteren lassen sich KI-Soldaten hacken und folgen dem Spieler daraufhin über das Schlachtfeld, was sich im Hinblick auf ihre oben angesprochene Creep-Funktion durchaus als taktischer Vorteil erweisen könnte. Die automatisch anvisierende Auto-Pistol wiederum ist eine Waffe, die mit einiger Übung einen ungewöhnlichen Spielstil unterschützt und eine interessante Alternative zum klassischen Arsenal darstellt. Und dann sind da ja noch die sogenannten Burn Cards. Drei Slots schaltet man für diese zusätzlichen Spezialfähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände frei. Neue Karte sammelt man im Laufe der Karriere. Manche Karten sind dabei seltener bzw. mächtiger als andere. Somit sind die Burn Cards ein guter Weg, um „Titanfall“ frisch zu halten.

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Titanfall erscheint am 13. März für PC und Xbox One

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