Der größte WoW-Streamer hört auf, weil er seine Inhalte für totalen Mist hält

Marvin Fuhrmann

Bereits vor einigen Monaten drückte Streamer Asmongold seine Unzufriedenheit mit World of Warcraft aus. Inzwischen scheint er selbst von seinen eigenen Inhalten nicht mehr überzeugt zu sein und legt daher vorerst eine Pause ein.

Vielen mag der Name Asmongold nichts sagen. Dennoch verbirgt sich dahinter der bekannteste World-of-Warcraft-Streamer. Mit seinen Publikumszahlen setzt er sich auch gegen Konkurrenten durch, die deutlich populärere Spiele wie Fortnite streamen. In seinen Streams zeigt er sich extrem nah an der Community von World of Warcraft und findet immer wieder lustige Ideen, um mit den Zuschauern auch in-game zu interagieren. Und dennoch macht ihm WoW nun einfach keinen Spaß mehr.

Wie war es früher so in WoW?

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World of Warcraft: Früher war auch nicht alles besser.

Im Livestream vom 24. November 2018 beendete er den Stream mit:

„Ich weiß nicht. Das Ding ist, dass ich einfach keine Lust mehr darauf habe. Es gibt nichts mehr zu erledigen, was Spaß macht. Ich habe das Spiel mein ganzes Leben lang gezockt und es interessiert mich einfach nicht mehr. Ich bin fertig damit. Ich dachte nicht, dass ich jemals an diesen Punkt kommen würde. Ich gehe jetzt einfach.“

Asmongold erklärt, warum die Erweiterung bei ihm durchgefallen ist:

Auf reddit meldete er sich nach dem Ende noch einmal zu Wort und sprach mehrere Probleme des Streamens und der Erweiterung World of Warcraft: Battle for Azeroth an. So seien die mythischen Dungeons langweilig, weil sie sich immer wiederholen würden. Ein Problem, das sich auf den Stream bezieht, weil so niemand mehr zuschauen würde. Zuletzt relativierte er seine Aussage noch einmal. Damals hieß es noch, er würde vermutlich weiter streamen, nur eben nicht ausschließlich World of Warcraft. In Zukunft wollte er mit anderen Spielen auch eine Abwechslung in seine Arbeit bringen.

Asmongold gibt ein Update via Twitter

Zuletzt hat er sich an dem Twitch-Format „Just Chatting“ versucht, doch war ihm das offenbar nicht abwechslungsreich genug. In den letzten Tagen war der Texaner nicht mehr auf Twitch aktiv und begründete den Umstand am 4. März 2019 mit folgendem Video auf Twitter:

„Ich denke viele meiner letzten Streams waren [totaler Mist] und ich möchte keine Mist-Streams machen. Also habe ich aufgehört zu streamen, ich dachte, ich sei miserabel, langweilig, repetitiv und einfach nur sinnlos.“

Auch wenn er mit seinen letzten IRL-Streams und ein paar wenigen Inhalten durchaus zufrieden sei, überragt die Zahl der von ihm als „Dogshit-Streams“ bezeichneten Videos. Vor einigen Monaten habe sich seine Persönlichkeit und die Einstellung zu Videospielen und Streams verändert, sodass er nun an einem Punkt sei, in dem er herausfinden möchte, wie es für ihn weitergeht. Bis dahin wird er sich vorerst eine Auszeit gönnen, lässt aber Raum für Hoffnung auf eine Rückkehr als Streamer.

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