Nacon Revolution Unlimited Pro-Controller: Für diese Spieler lohnt er sich

Daniel Kirschey 1

Inzwischen gibt es für die PlayStation 4 ein Meer an Controllern. Der hauseigene Dualshock 4 in verschiedenen Farben, Gamepads von Nacon, Razer, Hori – alle wollen dir ein besonderes Spielgefühl vermitteln. Mit dem Nacon PS4 Revolution Unlimited Pro-Controller will Nacon nun eine Profi-Variante unter die spielende Masse bringen. Doch: Wird der Controller seinem hohen Preis gerecht?

Die Rechnung ist simpel: Ein normaler PS4-Controller von Sony kostet dich etwa 50 bis 60 Euro. Fällt dein Blick auf den Nacon Revolution Unlimited-Controller musst du deutlich mehr berappen. Ganze . Für den Preis könntest du dir bis zu drei Dualshock-Gamepads leisten. Aus der Rechnung folgert sich eine Frage, die ebenfalls recht simpel ist: Lohnt sich das überhaupt?

Die Krux ist, wer diese Frage stellt. Bist du ein Hardcore-Gamer oder gar Profi? Zockst du ab und zu mal ein bisschen FIFA oder ständig das neueste Call of Duty? Viel wichtiger für eine Entscheidung ist nämlich: Was für ein Spielertyp bist du? Je nachdem was für ein Typ du bist, lohnt sich der Nacon-Contoller mehr oder weniger.

Lohn er sich für Gelegenheitszocker?

Ab und zu, wenn das richtige Spiel draußen ist oder es neues Futter von FIFA, GTA, Call of Duty oder Red Dead Redemption gibt, dann müssen deine anderen Hobbys mal hinten anstehen. Dann kümmerst du dich eine Woche jeden Abend intensiv mit dem neuen Spiel. Ist die Woche oder das Spiel vorbei, dann reicht es auch wieder für eine Weile. Schließlich hast du noch Freunde, einen Park um die Ecke und das Schwimmbad oder die Ski-Hütte zur Abkühlung; vielleicht willst du aber auch mit deinen Kumpels noch zum Fußballspiel und ein Bier trinken.

Nacon Revolution Unlimited Trailer.

Wenn du ein Gelegenheitsspieler bist, gibt es eigentlich nur einen einzigen Grund, um den Nacon Revolution Unlimited Pro-Controller zu kaufen: Du hast einfach viel zu viel Geld, dir tun die 160 Euro nicht weh und bei deinen Kumpels willst du mit einem neuen teuren Schmuckstück ein bisschen den Neid herauskitzeln. Treffen diese Punkte nicht zu, ist der Controller für dich nicht wirklich notwendig. Denn die vielen Funktionen und Personalisierungsmöglichkeiten werden dich wahrscheinlich eher überfordern statt begeistern.

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Lohnt er sich für „normale“ Spieler?

Manche nennen sie Gamer, manche nicht. Natürlich hast du noch andere Hobbys, aber sind wir ehrlich: Spiele zocken ist schon deine Leidenschaft. Du kannst dich in die Games richtig reinknien. Call of Duty ist schon in Ordnung, Battlefield und Destiny auch – gerade im Multiplayer. Assassin’s Creed warst du schon lange ein Fan, bevor Black Flag kam. Wenn in einem Shooter gegen andere Mitspieler zockst, dann ist dir deine Kill / Death-Ratio nicht egal, du willst nicht unter die 1.0 fallen. Du versuchst, ohne gleich Hardcore-Profi sein zu wollen, ein gesundes Maß Ehrgeiz mit in deine Spiele-Leidenschaft zu nehmen. Gewinnen macht am Ende dann doch mehr Spaß als verlieren.

Wenn du ein normaler Spieler bist, heißt das noch nicht direkt, dass du den Controller unbedingt brauchst. Steckst du die meiste Zeit deiner Leidenschaft in Uncharted, Dragon Quest, Mass Effect oder ein anderes Rollen- oder Action-Adventure-Spiel, dann reicht dir wahrscheinlich dein Dualshock-Controller. Bist du mehr der Shooter-Zocker, kann sich die Anschaffung lohnen.

Schließlich kannst du mit den kleinen Gewichten das Gesamtgewicht des Gamepads verändern. Mit den Analogstick-Zusätzen kannst du zudem Fein-Tuning beim Zielen vornehmen. Die kleinen Steuerknüppel kannst du sogar einfach auswechseln. So kannst du den Controller an deine Bedürfnisse an passen.

Hast du nicht so viel Geld und die Analogsticks sind dir nicht so wichtig, du stierst aber auf die zwei extra Knöpfe, die sich hinten auf dem Controller befinden, dann wäre vielleicht auch die günstigere Variante, der . Dieses Pad bietet ebenfalls unterschiedliche Gewichte, spart sich aber die vielen mechanischen Analogstick-Optionen. Dafür kannst du die Reaktionsspanne digital festlegen. Zudem ist für einige die Anordnung der Rückentasten des Controllers einen Ticken angenehmer.

Du drückst mit Ring- oder Mittelfinger auf einen weiteren Knopf auf jeder Seite. Zwei weitere erreichst du weiter innen. Beim Revolution Unlimited-Controller liegen die beiden Tasten direkt am Griff nebeneinander, was in hitzigen Gefechten durchaus mal dazu führen kann, dass der Tastenschlag den falschen Knopf trifft. Dafür hat der teurere Controller eine rutschfeste Gummibeschichtung. Hier macht auch schwitzen nichts aus. Falls der Akku schwächelt, liegt dem Gerät außerdem ein drei Meter langes Kabel bei. Es kommt also ganz drauf an, wie viel Shooter du zockst und wie viele Anpassungsmöglichkeiten du willst.

Lohnt er sich für Hardcore-Shooter-Zocker?

Du zockst Shooter für dein Leben gern, übst mehrere Stunden täglich und willst immer der beste sein? Du schaust gerne eSport und kennst dich in Overwatch und Call of Duty komplett aus, zielst Millimeter genau und verpasst jedem Gegner immer einen perfekten Kopfschuss.

Dann stellst du dir sicherlich nicht jetzt erst die Frage nach einem vernünftigen Controller, der dich beim Spielen unterstützt. Wahrscheinlich hast du dann schon einen Scuf-Controller, das Razer- oder Nacon-Gamepad. Falls nicht, ist es durchaus eine Überlegung wert, den Nacon-Controller auszuprobieren. Gerade deshalb, weil der Razer- und die Scuf-Controller lediglich symmetrische Varianten des PS4-Pads anbieten.

Wenn du jedoch die asymmetrische Variante vorziehst, bietet momentan Nacon wohl die beste und einzige Wahl. Sprichst du dich gerne mit deinen Mitspielern während des Zockens ab, hat der Nacon noch ein kleines Schmankerl extra auf der Rückseite eingebaut. Mit drei Tasten kannst du dein Mikrofon leise stellen und die Lautstärke der Kopfhörer variieren, ohne dafür extra in ein PS4-Menü gehen zu müssen.

Meinung

Nach mehreren Stunden mit dem Nacon Revolution Unlimited bin ich persönlich recht zufrieden. Auch wenn ich mehr PlayStation 4 als Xbox One zocke, liebäugele ich eher mit dem Xbox-Gamepad. Die asymmetrischen Analogsticks liegen mir etwas mehr. Es scheint, als wäre die Anordnung die „natürlichere“ Haltung meiner Hand. Ich muss gestehen: Vom Dualshock bekomme ich nach einer Weile etwas Schmerzen im linken Daumen.

Das ist mir beim Nacon-Controller noch nicht geschehen. Vor allem das Pad mit Gewichten zu beschweren und der Gummioberfläche haben es mir angetan. Ob es sich lohnt, einen Controller für 160 Euro anzuschaffen, ist eine berechtigte Frage. Wer – wie erwähnt – eher selten Shooter zockt, kommt mit der günstigeren Variante dem Nacon Revolution Pro-Controller 2 oder dem Dualshock-Pad aus. Shooter-Zockern hingegen, kann ich den Controller empfehlen.

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