Trump gnadenlos: Keine Ausnahmen mehr für Apple

Holger Eilhard 12

Seit einigen Monaten hält US-Präsident Donald Trump die schützende Hand über Apples Smartphones und MacBooks. Dieser Schutz könnte nun aber bald fallen und damit schlechte Nachrichten sowohl für Apple als auch für die Kundschaft bedeuten.

Trump gnadenlos: Keine Ausnahmen mehr für Apple
Bildquelle: White House/Flickr.

Apples iPhones und MacBooks: Importstreit mit China geht in die nächste Runde

Sind Apples Geräte bislang noch vom Handelsstreit zwischen den USA und China ausgenommen, könnte sich dieser Schutz durch den US-Präsidenten bald in Luft auflösen. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte er, dass die Strafzölle auch bald für die Smartphones und Laptops des Unternehmens aus Cupertino gelten könnten.

„Vielleicht. Vielleicht. Es kommt auf die Rate an“, so Trump. „Ich könnte sie auf 10 Prozent festlegen und die Leute kämen damit problemlos zurecht.“ Der US-Präsident wird sich Ende dieser Woche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping treffen.

Was derartige Strafen konkret für die Kosten von iPhone und MacBooks in den USA bedeuten würden, ist bislang unklar. Gleiches gilt für Apples Verkaufszahlen, sollten die höheren Kosten direkt an die Kunden weitergegeben werden.

Das Unternehmen hat laut diversen Analysten angeblich seit einigen Wochen mit Verkaufsproblemen der neuen iPhone-Modelle zu kämpfen. Diese Meldungen wiederholen sich aber regelmäßig zu fast jedem neuen iPhone-Modell. Ende vergangenen Jahres waren derartige Berichte etwa auch zum iPhone X zu finden.

Unter anderem das iPhone XS soll Apple angeblich derzeit Sorgen bereiten. Hier unser Test:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.
Bilderstrecke starten
8 Bilder
Zwei iPads, eine Meinung? Die neuen Apple-Tablets in der Kritik.

USA: Höherer Importzoll für chinesische Produkte ab Januar

Trump droht der chinesischen Regierung aktuell damit, im kommenden Januar die Zölle auf Produkte im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu steigern. Die US-Regierung hatte sich zuvor dazu entschieden unter anderem die Produktkategorie, welche Apple Watch, AirPods und andere Smartwatches und Fitness-Tracker beinhaltet, außen vor zu lassen.

Die Regierung sei besorgt, wie die US-Käufer reagieren würden, wenn diese Produkte teurer würden. Trump wünscht sich unter anderem, dass sich China stärker für Produkte aus den USA öffnet und das geistige Eigentum respektiert.

Apples CEO Tim Cook war zuletzt optimistisch, dass eine Lösung gefunden werden kann. In einem Brief hatte der iPhone-Hersteller darum gebeten, dass man „andere, effektivere“ Wege zu einer Lösung finden solle.

Quelle: Wall Street Journal (nur für Abonnenten) via MacRumors

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung