Nvidia mistet aus: Unterstützung für 3D-Grafiktechnologie wird eingestellt

Robert Kohlick

Zeit für den Frühjahrsputz: Nvidia trennt sich nach Jahren stiefmütterlicher Behandlung von seiner hauseigenen 3D-Vision-Technologie. Nach seiner Vorstellung im Jahr 2008 fristete das Grafik-Feature nur noch ein Schattendasein. Wer die Funktion auch zukünftig noch nutzen will, muss einige Dinge beachten.  

Nvidia mistet aus: Unterstützung für 3D-Grafiktechnologie wird eingestellt
Bildquelle: YouTube/Nvidia.

3D Vision wird eingestellt: Treiber-Support endet im April 2019

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Nvidia das 3D-Vision-Programm einstellen würde. Durch den aufkommenden Hype um Virtual-Reality-Headsets wie der HTC Vive und der Oculus Rift geriet die Technologie immer weiter in den Hintergrund. Im April 2019 werden die Entwickler den letzten Grafikkartentreiber ausliefern, der die 3D-Technologie unterstützt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Weiterentwicklung von 3D-Vision eingestellt. Nvidia räumt jedoch ein, dass der Support für Bugs und Fehler im Treiber noch bis 2020 anhalten soll.

PC-Spieler, die auch weiterhin das 3D-Vision-Feature auf ihrem PC nutzen wollen, müssen ab diesem Zeitpunkt auf Treiber-Updates verzichten und stattdessen auf den letzten Geforce-Treiber der 418er-Reihe zurückgreifen.

3D Vision vs. Virtual Reality: Nvidias Technologie hatte keine Chance aber großen Einfluss

Im Jahre 2008 stellte Nvidia 3D Vision erstmals der Öffentlichkeit vor. Auf dem ersten Blick brachte die Technologie viele zum Staunen und wirkte wie eine interessante Möglichkeit, um eine stereoskopische 3D-Darstellung in Spielen auf dem PC zu ermöglichen. Doch dafür brauchte man auch die entsprechende Hardware. Neben der passenden Shutter-Brille und einem Infrarot-Sender wurde ein Bildschirm mit einer Bildwiederholungsrate von 120 Hz benötigt – die waren damals jedoch noch Mangelware.

Zudem war ein stundenlanges Spielen mit 3D Vision eine echte körperliche Belastung. Die stereoskopische Bildausgabe war für die Augen zu anstrengend und auch das Tragen der schweren Brillen wurde auf Dauer unangenehm. Immerhin: Während 3D Vision zu Grabe getragen wird, erfreuen sich Bildschirme mit höherer Bildwiederholungsrate und auch VR-Brillen immer größer werdender Beliebtheit.

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Spätestens nach dem Aufkommen von Virtual-Reality-Headsets war der Zug für Nvidia abgefahren. Während die erstmalige Nutzung der VR-Brillen für einen regelrechten Wow-Effekt bei den Anwendern sorgte, hinterließ 3D Vision oftmals keinen bleibenden Eindruck. Erstaunlich, dass Nvidia bei dem Projekt nicht schon viel früher den Stecker gezogen hat.

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