Tesla Model S: Lebensgefährlicher Hack mit Orange erobert das Netz

Stefan Bubeck 3

Ein Fahrer eines bärenstarken Tesla Model S P85D klemmt auf dem Highway eine Orange in sein Lenkrad und legt die Hände in den Schoss – wozu soll das gut sein?

Tesla Model S: Lebensgefährlicher Hack mit Orange erobert das Netz

So einfach lässt sich der Autopilot eines Tesla überlisten

Der Hack, den der YouTuber „JRTJunk“ vorführt, hat schon über 2 Millionen Aufrufe. Er ist aus technischer Sicht simpel und clever – aber er sollte unter gar keinen Umständen nachgeahmt werden!

Der Fahrer eines, wie er selbst sagt, „fantastischen“ Tesla Model S befindet sich auf einem leeren Highway in der Wüste von Utah (USA). Rechts ins Lenkrad eingeklemmt ist eine Orange zu sehen. Sie soll den Autopiloten seines selbstfahrenden Elektroautos austricksen. Denn in diesem Fahrmodus wird der Fahrer per Signalton alle zwei Minuten darum gebeten, das Lenkrad mit den Händen zu greifen. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Fahrer einschläft, während das Auto sich selbst steuert. Denn trotz Autopilot gilt: Der menschliche Fahrer trägt stets die Verantwortung über das Fahrzeug.

Wenn das Auto glauben soll, man sei noch wach

Nun der lebensgefährliche Trick: Die Orange im Lenkrad aktiviert dauerhaft den entsprechenden Sensor und täuscht dem Tesla so vor, der Fahrer hätte seine Hände am Steuer.

Theoretisch könnte der Fahrer nun einschlafen, während der Tesla im Autopilot-Modus über den Highway brettert. Dass das absolut irre ist, zeigen auch Kommentare unter dem Video, das sich gerade viral verbreitet. Viele Kommentare sind witzige Antworten („Statt fliegender Autos bekommen wir fahrende Orangen“) andere weisen aber auch darauf hin, dass solche Spielereien mit der Technik Menschenleben im Straßenverkehr gefährden.

Hier ein Einblick in die Technik des Autopiloten:

Tesla: Hardware für autonomes Fahren im Model S.

Das Magazin Motherboard hat einem Tesla-Besitzer den Orangen-Hack gezeigt und zitiert ihn mit folgenden Worten: „Ich fahre mit meinem linken Ellenbogen auf der Fensterbank und meiner Hand oder mit ein paar Fingern am Lenkrad, was ausreicht, um die Anforderungen des Autopiloten zu erfüllen – ich bekomme selten, wenn überhaupt, Warnungen. Also ich würde die Methode mit der Orange nicht empfehlen.“

Der Tesla 3 und die Presse:

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Tesla Model 3 Pressestimmen: „Verdammt geil!".

Leider ist das nicht der einzige „Tesla-Hack“ im Netz, denn ein anderer YouTuber zeigt, dass auch eine Wasserflasche den Sensor des Lenkrads täuschen kann.

Wie könnte Tesla solche gefährlichen Hacks verhindern? Schreibt uns in die Kommentare.

Quelle: Motherboard

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