Revenge-Porn: Private Nacktfotos online gefunden? Google hilft

Martin Maciej

Mit dem Fortschritt der Smartphones, Messenger und sozialen Medien entwickeln sich viele Trends, die mal witzig, oft jedoch gefährlich sind. Einer der Negativ-Trends der letzten Monate finden sich im „Revenge Porn“ wieder. Google kündigt nun an, Revenge-Porn-Opfern helfen zu wollen.

Revenge-Porn: Private Nacktfotos online gefunden? Google hilft

Unter „Revenge Porn“ versteht man das Verbreiten von anzüglichen Fotos und Videos über soziale Netzwerke und das Internet ohne das Einverständnis der abgebildeten Person. Der Suchmaschinengigant ermöglicht bald, peinliche oder anstößige Bilder von Opfern aus dem Index zu löschen. Hierfür wird allerdings eine explizite Anfrage der Opfer vorausgesetzt.

Google wirft Revenge Porn aus den Suchergebnissen

Mit diesem Schritt tritt Google dem Trend entgegen, der sich aus den Revenge-Porns entwickelt. In den USA und anderen Teilen der Welt gab es bereits empfindliche Strafen gegen Betreiber von Webseiten mit Revenge-Porn-Webseiten. So wurde erst kürzlich ein Verantwortlicher zu 18 Jahren Haft verurteilt. In den kommenden Wochen wird Google ein eigenes Formular ins Netz stellen, über welches sich Revenge-Porn-Inhalte aus den Google-Suchergebnissen löschen lassen. Google muss bereits seit längerem auf Anweisung des Europäischen Gerichtshofs das Löschen von Suchergebnissen zu personenbezogenen Inhalten auf Anfrage in bestimmten Fällen löschen. Lest hierfür: Google Löschantrag: Links entfenren – Anleitung und Formular

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„Revenge-Porn“-Fotos gelangen nicht nur durch verrückte Ex-Partner ins Netz, sondern können auch, wie beim iCloud-Skandal im vergangenen Jahr, durch Hacks oder gestohlene Geräte und Daten ins Netz gelangen.

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Google-Spiele: Snake, Tic Tac Toe und Co. direkt in der Websuche.

Revenge-Porn: Google hilft, das Problem bleibt

“Rachepornos“ sind in den vergangenen Monaten immer wieder ein Mittel von beleidigten Ex-Freunden oder rachsüchtigen Ex-Freundinnen, um den ehemaligen Partner in Verruf zu bringen. Dank Smartphones, WhatsApp und Co. werden in der verliebten Phase immer wieder auch sexy Bilder in leichter Bekleidung an den Partner geschickt.

Nach dem Ende der Beziehung ist es für den Empfänger ein Leichtes, die schlüpfrigen Bilder ins Netz zu bringen, um dem ehemaligen Partner so zu schaden. Einmal hochgeladen, werden die Revenge-Porn-Bilder häufig online weiterverbreitet und finden sich auch als Download bei Bezahlportalen wieder. Nicht nur dort wird es für die Geschädigten schwer, das eigene Nacktbild online löschen zu können. Google möchte der gefährlichen Entwicklung entgegenwirken und Opfern die Möglichkeit geben, die intimen Fotos sowie Links zu Artikeln mit den sexy Privatbildern zumindest aus den Google-Suchergebnissen zu entfernen.

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Problematisch bleibt weiterhin, dass die Revenge-Porn Bilder auf diesem Weg nur aus den Google-Suchergebnissen gelöscht werden. Auf den Webseiten selbst können die verteilten, privaten Intimfotos weiterhin –häufig gegen Bezahlung- aufgerufen werden. Google weist in einem Blog-Post selbst daraufhin, den Revenge-Porn-Trend nicht stoppen zu können. Allerdings möchte man durch das zur Verfügung gestellte Formular seinen Beitrag leisten, um Persönlichkeitsrechte von Menschen innerhalb der Google-Suche zu wahren.

Bildquelle: Mayer George, Vertes Edmond Mihai

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