Wie funktioniert Google? Einfach & verständlich erklärt

Kristina Kielblock

Wenn wir etwas nicht wissen, dann googlen wir es. Egal, ob wir auch Bing oder Yahoo benutzen, die beliebteste Suchmaschine der Deutschen ist nach wie vor Google und dieses Unternehmen hat auch das Verb geprägt, mit dem wir unsere Internet-Recherche beschreiben. Aber wie funktioniert Google genau und was passiert, wenn wir googlen? Eine anschauliche Erklärung bietet euch dieser Artikel.

Profis, die beruflich auf ein gutes Google-Ranking angewiesen sind, halten sich ständig auf dem Laufenden darüber wie Google funktioniert. Aber auch für Menschen, die eine kleine Homepage oder ein Blog betreiben oder auch nur als User auf der Suche nach den besten Artikeln sind, ist es sehr interessant zu wissen, wie die Suchmaschine arbeitet.

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Dann nämlich könnt ihr eure Inhalte so optimieren (SEO), dass sie auf den ersten Plätzen des Rankings positioniert werden bzw. könnt ihr als User besser durchschauen und einschätzen, warum ihr bestimmte Artikel auf den ersten Plätzen bei Google findet. Die Literatur zum Thema Suchmaschinenoptimierung kann ganze Bibliotheken befüllen, viele Agenturen beschäftigen sich mit nichts anderem mehr. Google selbst hat eine 32-seitige Einführung zum Thema auf den Markt gebracht, die euch an dieser Stelle immer noch empfohlen werden kann, wenn ihr tiefer in die Materie einsteigen möchtet. Hier findet ihr nun eine kurze Erklärung der Arbeitsweise von Google im kurzen Überblick.

Google suche am laptop

Die Suche. Von John Battelle*

Wie funktioniert Google? Die Indexerstellung

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Google auf Deutsch umstellen - so wird's gemacht

Google will seine Nutzer zufriedenstellen, das hat die höchste Priorität. Nutzer sind dann zufrieden, wenn sie nicht stundenlang googlen müssen, sondern am besten gleich auf der ersten Seite die Antwort auf ihre aktuelle Frage finden. Daher muss es Google gelingen, die angebotenen Seiten im Internet zu untersuchen und ihre Relevanz für den Leser im Hinblick auf das Suchwort bestmöglichst festzustellen.

Der erste Schritt ist also überhaupt das Angebot zu durchleuchten, also durch die Seiten im Internet zu surfen. Menschen wären da rasch überfordert, daher bedient sich Google eines Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, der durch das Netz surft und permanent Seiten indexiert. Vor einigen Jahren waren dies bereits täglich mehrere Milliarden Websites. Google gibt dazu keine Zahlen mehr in die Öffentlichkeit, aber es sind sicherlich nicht weniger geworden. Nur Seiten, die von Google gecrawlt bzw. indexiert wurden, können als Suchergebnisse angezeigt werden. Das heißt: Ihr erlebt auf Google keine Suche in Echtzeit, sondern bekommt Seiten angezeigt, die bereits vorher geprüft und indexiert wurden. Google zeigt euch auch ganz oben links an, wie viele Texte zu dem Thema indexiert wurden.

Google auf dem Handy

So sortiert Google die indexierten Seiten nach Relevanz

Nachdem der Crawler seine Aufgabe getan hat und die Seiten indexiert wurden, müssen sie nach ihrer Relevanz für den Leser sortiert werden, diesen Vorgang bezeichnet man als Ranking. Bei diesem Ranking kommt jetzt der berühmte und teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text - bezogen auf ein Keyword (Suchwort) - für Google zu relevantem Content machen. Wir spielen dies an einem Beispiel durch und nehmen das Keyword „Ambilight nachrüsten“, das bei Google insgesamt auf 7950 Treffer kommt.

  • Das Keyword ist durchgehend im Text vorhanden und zieht sich wie ein roter Faden durch die Seite. Das bedeutet, ihr findet es im ersten Absatz, in den Haupt- und Zwischenüberschriften - also in allen wichtigen Textteilen. Google geht dann davon aus, dass der Text zu dem Thema eine gewisse Relevanz haben muss.
  • Das Keyword ist im Text auf interne Seiten der Website verlinkt - also wird mit anderen Texten auf der Seite organisch verlinkt. Daraus schließt Google, dass sich auf der Seite, abgesehen von dem einen Text auch noch weitere kompetente Inhalte befinden, die für den User relevant sind.
  • Das Keyword wurde von anderen, also externen Seiten, verlinkt. Wenn diese Seiten auch eine Relevanz zum Thema haben, geht Google davon aus, dass der Inhalt sehr relevant sein muss, da auch andere Seiten darauf Bezug nehmen. Letzteres lässt sich vom Autor nicht beeinflussen und führte dazu, dass viele Seiten-Betreiber solche externen Links angekauft haben.

Suchmaschinenoptimierung auf DVD-ROM*

Google trennt die Spreu vom Weizen: Guter Content wird immer entscheidender und immer besser erkannt

Diese Aufzählung der Kriterien ist natürlich überhaupt nicht erschöpfend, sie beschreibt aber den Kern des Ganzen. Wie viele von euch womöglich wissen, arbeitet Google immer weiter an der Verbesserung der Kriterien und dem Algorithmus. Und die Updates mit den niedlichen Namen, wie Hummingbird, Penguin oder Panda, sorgen auch bei etablierten Brands und Portalen für Furcht und Schrecken. Im Laufe der Zeit hat sich nämlich die Bedeutung der verschiedenen Kriterien verlagert, da Googles Erfolg davon abhängt, relevanten Inhalt für die User auszuwählen und sie zufriedenzustellen.

Suchmaschinen-Optimierung: Das umfassende Handbuch*

Daher reicht es schon lange nicht mehr, sich auf den Aufbau von Links und das Renommee der Hauptseite zu verlassen, denn ohne hochwertige Inhalte kann man kaum noch auf den vorderen Plätzen landen. Nichtsdestotrotz heißt das aber nicht, dass die Artikel auf der zweiten oder dritten Seite inhaltlicher Schrott sind. Es kann auch erstmal nur heißen, dass die Autoren sich nicht ausreichend mit SEO auseinandergesetzt haben oder auf einer Seite schreiben, deren Reichweite eher gering ist bzw. deren Ordnungssystem nicht besonders gelungen, sodass der Crawler die Seite vielleicht nicht einmal finden kann.

Noch mehr Google-Funktionen?

Bildquelle: TurtixDenys PrykhodovSean Locke Photography via Shutterstock.com

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