Das AirPower-Desaster: Deshalb gibt es die Apple-Ladematte bis heute nicht

Thomas Konrad 1

Mit dem iPhone X sollte eine neue Ära für Apples Smartphones anbrechen. Zur Zukunftsvision des Herstellers gehörte auch die Ladematte AirPower, die für 2018 angekündigt war. Daraus wird aber vielleicht nichts – Insider wollen die Gründe kennen.

Das AirPower-Desaster: Deshalb gibt es die Apple-Ladematte bis heute nicht
Bildquelle: GIGA (Ben Miller).

Apple AirPower: Projekt womöglich vor dem Aus

Apple entfernte nach dem Special Event zu iPhone XS (Max) und XR beinahe alle Hinweise auf die Ladematte AirPower von seiner Website. Möglicherweise könnte die Qi-Station, die iPhone, AirPods und Apple Watch gleichzeitig laden soll, also nie erscheinen. Industrie-Insider Sonny Dickson will nun exklusiv Gründe für das möglicherweise gescheiterte Projekt erfahren haben. Manche seiner Quellen sollen sogar direkt an der Entwicklung der Ladematte beteiligt sein. Überhitzung, Softwareprobleme und Ladestörungen gefährden das Projekt derzeit.

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AirPower: Mit diesen Problemen kämpfen die Apple-Ingenieure

Laut Sonny Dickson ist Hitze für das kompakte Qi-Ladegerät noch immer ein großes Problem: Die Ladematte werde aktuell schlicht zu heiß. Das verschlechtert die Ladeleistung, überlastet den integrierten Ladechip und lässt iPhone und Co. beim Laden ebenfalls überhitzen. Auch die Software sei noch lange nicht ausgereift: Die Kommunikation von AirPods und Apple Watch mit dem iPhone, das den Ladezustand der beiden anderen Geräte anzeigen soll, funktioniere nicht reibungslos. Auch die Komplexität der Hardware hat Apple offenbar unterschätzt: Bei der Anordnung der zahlreichen Ladespulen kämpfe Apple mit Störeffekten, die die Gesamtleistung der Ladematte verringern.

Derzeit gehen die Ingenieure laut Dickson nicht davon aus, dass AirPower noch 2018 auf den Markt kommen könnte. Zu groß sind wohl die technischen Hürden. Denkbar sei immerhin, dass Apple den Namen „AirPower“ für ein gänzlich neues Gerät verwendet, das frühestens Anfang 2019 erscheinen könnte.

Laut Quellen des Apple-Bloggers John Gruber blickten manche Apple-Ingenieure schon von Anfang an sehr skeptisch auf das Projekt. Apple habe sich im letzten Jahr offenbar von anderen Team-Mitgliedern vom Gegenteil überzeugen lassen. Diese glaubten, das Hitzeproblem rechtzeitig in den Griff bekommen zu können – offenbar zu Unrecht.

Quelle: sonnydickson.com, daringfireball.net 

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