8 tolle Tipps für ProCamera auf iPhone & iPad

Sebastian Trepesch

ProCamera gehört zu den besten Foto-Apps. Wer in den vergangenen Tagen die „Reduzierten Apps zum Wochenende“ gelesen hat, wird gesehen haben: ProCamera ist aktuell günstiger. Im Folgenden gebe ich acht Tipps speziell zu dieser Kamera-App:

8 tolle Tipps für ProCamera auf iPhone & iPad

In den letzten Monaten kostete die funktionsreiche iPhone-App von ProCamera 5,99 Euro bis 8,99 Euro. Aktuell liegt der Preis bei 4,99 Euro:

ProCamera.
Entwickler: Cocologics
Preis: 8,99 €

Die iPad-Version kostet 5,99 Euro:

ProCamera HD
Entwickler: Cocologics
Preis: 5,99 €

Als ambitionierter iPhone-Fotograf benutze ich ProCamera gerne, um RAW-Bilder zu schießen. Hier nun meine Tipps für Neulinge und alle, die sich ProCamera noch nicht bis ins letzte Detail angesehen haben:

ProCamera-Tipp #1: Modus anpassen

Per Pfeile in der App wechselt man den Aufnahmemodus: Video, HDR (für konstrastreiche Motive), Lowlight (bei schlechten Lichtverhältnissen), Selfie, Portrait, …

Nicht benötigte Aufnahmemodi blendet man aus, indem man auf den Button rechts neben den Modi tippt und die gewünschten Optionen deaktiviert.

ProCamera-Tipp #2: Weitere Auslöser

Rechts neben dem Hautauslöser gibt es einen zweiten Auslöser. Im Aufnahmemenü (erreichbar über die drei Balken rechts unten beziehungsweise – im Querformat – rechts oben) wird festgelegt, ob er als zeitgesteuerter Selbstauslöser oder Anti-Shake-Auslöser (Auslösen, wenn Kamera ruhig ist) fungiert.
Ein langer Tipp auf den zweiten Auslöser erlaubt eine genauere Einstellung, zum Beispiel die Sekunden des Selbstauslösers. Öffnet man hier noch den ProTimer, können mehrere Aufnahmen mit einstellbarer Pause geschossen werden. Ideal für Gruppenfotos, denn irgendeiner blinzelt fast immer!

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Soll der Lautstärke-Button des iPhones als Auslöser dienen oder nicht? Soll der ganze Bildschirm ein Vollbild-Auslöser sein? Diese Einstellungen findet man im Aufnahmemenü (Listen-Button neben den Auslösern) -> Einstellungen -> Vollbild-Auslöser beziehungsweise Lautstärke-Auslöser.

ProCamera-Tipp #3: Belichtung & Autofokus trennen

Dies bietet auch die iOS-Kamera-App, die Funktion ist aber wichtig und soll deshalb nicht unter den Tisch fallen: Autofokus und Belichtung lassen sich trennen. Ein Tipp auf den Bildschirm blendet die beiden Messfelder ein, dann lässt sich der Autofokus herausziehen und beide Messpunkte an unterschiedlichen Stellen des Motivs positionieren. So kann man zum Beispiel den Belichtungs-Kreis auf ein besonders helles Objekt im Motiv legen, das nicht überstrahlt werden soll. Das Autofokus-Kästchen dagegen positioniert man zum Beispiel auf den Vordergrund.

Langes Drücken auf einen Messpunkt speichert den Wert, bis er wieder auf selbe Weise freigeschaltet wird.

ProCamera-Tipp #4: RAW-Fotos schießen

iPhones, die ab 2015 erschienen sind, können RAW-Dateien abspeichern – allerdings weiterhin nur über spezielle Apps wie ProCamera. Ein großer Qualitätsvorteil: Die Dateien speichern die Bildinformationen so ab, wie sie auf den Kamerasensor treffen. Die „Entwicklung“ mit Weißabgleich, Nachschärfen etc. lässt sich im Nachgang mit Software besser vornehmen.

Besonders bei kontrastreichen Motiven bietet sich das RAW-Format an, einzustellen im Aufnahmemenü rechts:  JPG / HEIF / TIF / RAW & JPG.

ProCamera-Tipp #5: Automatische Perspektivenkorrektur

Die Perspektivenkorrektur ist eine neue Funktion, die es über das Abo „ProCamera Up“ gibt. Für dieses Abo will der Anbieter zukünftig noch weitere Premium-Funktionen entwickeln. Die automatische Perspektivenkorrektur eignet sich besonders für Architekturaufnahmen, um stürzende Linien zu vermeiden. Sie entstehen, weil man zum Beispiel das iPhone leicht nach oben kippt, um das Gebäude ganz auf das Bild zu bekommen.

Damit die Perspektivenkorrektur überzeugend wirkt, geht man möglichst nicht zu nah an das Objekt heran, zumal große Teile des Bildes zugeschnitten werden können. Am besten schaltet man in den Einstellungen von ProCamera APC ein – dann kann man direkt bei der Aufnahme die APC-Ansicht aktivieren und sieht den endgültigen Bildausschnitt. Alternativ kann man ein JPG im Nachgang bearbeiten.

 

ProCamera-Tipp #6: Metadaten konfigurieren

Der Standort soll in den Metadaten der Fotos nicht abgespeichert werden? In den Einstellungen von ProCamera lässt sich Geo-Tagging ausschalten. Allerdings kann man der App in den iOS-Datenschutzeinstellungen auch komplett den Zugriff auf die Ortsdaten verwehren.

In die Metadaten (EXIF) kann ProCamera zudem ein Copyright und Tags für das Teilen von Bildern einfügen (Tipp: Voreingestelltes „ProCamera“ herauslöschen). Dies findet man im Aufnahmemenü unter Einstellungen -> Geo-Tagging beziehungsweise Erweiterte Einstellungen -> Copyright (EXIF).

ProCamera-Tipp #7: Bilder optimal teilen

Teilt man die Bilder direkt aus der App heraus, bekommt man eine Ändern-Option. Hier lassen sich Bildgröße anpassen und der Geo-Tag (Standort) entfernen. Tippt man dann auf Weiter, bekommt man wieder den iOS-Teilen-Dialog mit Facebook, Twitter, Mail, iCloud Drive und anderen Apps.

Auch interessant: Standort in Fotos: Auf iPhone und Mac die Ortsdaten entfernen

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Alles Einstellungssache: So macht man optimale iPhone-Fotos.

ProCamera-Tipp #8: iOS-Widget aktivieren

Auf dem iPhone-Sperrbildschirm wischt man nach rechts, schon öffnet sich das Heute-Widget. Ganz unten findet man den Punkt Bearbeiten – hier kann man das Widget von ProCamera einschalten und an die gewünschte Position der Reihenfolge ziehen.

Das Widget von ProCamera zeigt die Aufnahmemodi – ein Tipp darauf öffnet die App mit dem gewählten Modus. Als Zusatzinformationen gibt es Sonnenaufgangs- und untergangszeit sowie den Zeitraum der Blauen Stunde, in der Nachtfotos am schönsten werden.

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