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D2C im E-Commerce 2024: Das Wichtigste auf einen Blick!

Wir erzählen euch alles über D2C, was ihr wissen müsst.
Wir erzählen euch alles über D2C, was ihr wissen müsst. (© fancycrave1 / Pixabay)

Du möchtest mit D2C im E-Commerce durchstarten? Wir haben dir alles Wichtige zusammengefasst! ✓ Definition ✓ Vor- und Nachteile ✓ Tipps ➤ Jetzt lesen!

In 2024 ist es so einfach wie nie einen eigenen Onlineshop zu erstellen. Doch mit der Erstellung stellen sich auch einige Fragen. Beispielsweise, ob ihr euer E-Commerce-Business mit einem D2C-Modell errichten möchtet. Dieses bietet Vorteile, aber auch nach Nachteile und eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist vor einer Entscheidung definitiv notwendig. In unserem Tutorial-Artikel haben wir alle wichtigen Infos für euch recherchiert und zusammengetragen.

Ihr wollt euren Onlineshop beziehungsweise euer E-Commerce-Business nachhaltig gestalten? Dann schaut euch das Video von unseren Kollegen bei desired.de an. Hier stellen sie euch nachhaltige Onlineshops vor, die bei euch vielleicht für Inspiration sorgen:

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Nachhaltige Online-Shops - Beim Shoppen etwas für die Umwelt tun
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Was ist D2C?

Die Abkürzung D2C steht für „Direct to Consumer“. Dabei wird die englische Aussprache der Zahl Zwei als „to“ benutzt. Das deutsche Synonym ist „Direktvertrieb“. Bei einem D2C-Unternehmen verkauft das Unternehmen seine Waren direkt an den Endverbraucher. Der Unterschied zum traditionellen Geschäftsmodell ist der, dass die verkaufte Ware nicht über Umwege von Produzenten zum Großhändler, zum Vertriebshändler, zu den Einzelhändlern und dann schließlich erst zum Endverbraucher gelangt. Somit spart sich ein D2C-Unternehmen also die vielen Zwischenhändler. Folgende drei Beispiele gibt es für D2C-Unternehmen, die beweisen, dass ein solches Geschäftsmodell durchaus erfolgreich sein kann. Vielleicht bieten sie euch einige Inspiration für Ideen für euren eigenen Onlineshop:

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  • SNOCKS: Snocks verkauft erfolgreich seit 2016 seine Unterwäsche und Socken direkt an die Endverbraucher. Das Unternehmen lässt aber auch B2B-Anfragen, also „Business to Business“, auf ihrer Website zu. Ihren wohl größten Umsatz erzielen sie aber mit ihrer D2C-Strategie.
  • PURELEI: Ebenfalls in 2016 gegründet wurde das Unternehmen PURELEI, welches von Hawaii inspirierten Schmuck verkauft. Auch sie setzen auf das D2C-Modell und können sich dadurch auf dem Markt behaupten.
  • gitti: gitti bietet seinen Kunden alles in Sachen Beauty, Make-up und Nagellack. Auch dieses Unternehmen verkauft unter dem D2C-Modell und sorgt so dafür, dass sich die veganen Nagellacke schnell und einfach verkaufen.

D2C: Trend oder erfolgreiches Geschäftsmodell im E-Commerce?

Es stimmt schon: In den letzten Jahren kam das D2C-Modell aus dem Boden geschossen, ähnlich wie ein Trend. Jedoch muss das nicht heißen, dass dieses Geschäftsmodell nicht erfolgreich ist. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Unternehmen setzen auf das D2C-Modell. Die Gründe für das Aufkommen der D2C-Modelle sind zahlreich. Heutzutage werden viele Produkte online gekauft und durch den Verkauf über einen eigenen Onlineshop oder Social Media ist es für Unternehmen einfacher denn je geworden, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Im Idealfall sorgen sie so für ein besseres Einkaufserlebnis als die herkömmlichen Händler. Bei Fragen kann ein Unternehmen im D2C-Modell bessere Auskunft leisten als andere Händler, da sie in der Lage sind, diese genau zu beantworten. Dadurch kann eine bessere Beziehung zu den Kunden aufgebaut werden, was zu einer treueren Kundschaft führt, die wiederkehrt. Es gibt als genügend Gründe, warum ein Unternehmen mit dem D2C-Modell genauso erfolgreich sein kann wie ein Unternehmen, welches ein anderes Geschäftsmodell fährt.

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Vorteile und Herausforderungen im D2C-E-Commerce

Wenn euch die Erfolgsgeschichten aus unseren drei Beispielen noch nicht überzeugt haben, zählen wir euch hier nochmal die Vorteile des D2C-Modells auf:

  • Höhere mögliche Gewinne: Dadurch, dass die Zwischenhändler in der Kette vom Produzenten zum Endverbraucher wegfallen, ist es möglich, höhere Margen und Gewinne zu erzielen. Außerdem sind D2C-Modell näher an ihrem Produkt und dessen Markt und können so schneller auf Veränderungen reagieren und möglicherweise ihre Preise anpassen.
  • Bessere Kundenbeziehung: Nicht nur ist das Unternehmen nah an der Herstellung der eigenen Produkte, sondern auch an den Kunden. Diese können über Social Media oder den eigenen Shop den Hersteller einfacher erreichen und Feedback dalassen. Des Weiteren können einfacher Fragen geklärt oder Wünsche geäußert werden. Durch die schnelle und einfache Kommunikation zwischen Hersteller und Kunden wächst die Kundenbindung und sie sind gewillt, öfter bei dem jeweiligen Unternehmen einzukaufen.
  • Markenkontrolle: Durch die eigene Herstellung und den eigenen Vertrieb der Produkte ist es für das Unternehmen einfacher, die eigene Marke zu kontrollieren. Ein D2C-Unternehmen muss sich nicht an vertriebliche Vorschriften der fremden Produzenten halten und kann die Herstellung und den Vertrieb so gestalten, wie es beliebt.
  • Schnellere Abwicklungen: Durch das Wegfallen der Zwischenhändler müssen hier keine großartigen Erlaubnisse bei neuen Produkten angefragt werden. Ein neues Produkt kann so schneller ins Sortiment kommen und zum Verkauf angeboten werden.
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Natürlich gibt es aber auch Herausforderungen. Neben den zu erwartenden Herausforderungen, wie die Programmierung eines Onlineshops oder auch der Datenschutz der Kunden gibt es noch weitere, die wir euch zusammengetragen haben:

  • Kundenbeziehung: Zwar ist die starke Kundenbeziehung der größte Vorteil des D2C-Modells, so ist es aber auch gleichzeitig eine der größten Herausforderungen. Oft müsst ihr aus Kulanzgründen bei Problemen oder Beschwerden auf eure Kunden zukommen. Offene Kommunikation ist hier wichtig, aber manchmal auch nicht einfach.
  • Hohe Verantwortung: Da ihr mit eurem D2C-Unternehmen keinen Zwischenhändler oder anderen Hersteller habt, seid ihr allein für die Herstellung, den Versand und alle sonst noch auftretenden Herausforderungen zuständig. Es gibt keinen, auf den die Schuld oder die Verantwortung abgeschoben werden kann.
  • Branding und Marketing: In der wettbewerbsintensiven E-Commerce-Branche ist es extrem wichtig, sich von der Masse und Konkurrenz abzuheben und mit einem Alleinstellungsmerkmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn ihr an einer Vision für euer Unternehmen arbeitet, stellt euch immer Fragen wie: Warum sollte der Kunde bei mir kaufen und nicht bei der Konkurrenz? Was bekommt der Kunde bei mir, was er sonst nirgendwo bekommt? Was kann ich bieten?
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Eignet sich D2C für dich?

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob eure Idee und euer Onlineshop ein D2C-Modell werden kann, solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Ist mein Produkt für den D2C-Handel geeignet? Nicht alle Produkte können von euch selbst hergestellt werden und die Produktion muss beispielsweise in einem anderen Land stattfinden. Auch kann der Import von den benötigten Teilen für die Herstellung der Produkte zu teuer sein, damit es sich überhaupt lohnt.
  • Eignet sich mein Produkt für den Online-Handel? Auch hier kann es sein, dass euer Produkt von den Kunden lieber nicht online, sondern lokal gekauft werden möchte.
  • Kann ich mit der hohen Konkurrenz umgehen? Der Onlinehandel bietet durch seine Simplizität einen hohen Wettbewerbscharakter, dem nicht jeder gewachsen ist. Ihr müsst intensiv an eurer Vision und Marke arbeiten.
  • Habe ich die nötigen Ressourcen? Habt ihr alle Fähigkeiten und nötigen Mittel, um ein eigenes Unternehmen und mit allen Risiken und Herausforderungen zu leiten?

Tipps für deinen Direktvertrieb

Wähle die richtige Shopsoftware

Euer Online-Business beginnt mit der richtigen Website und Onlineshop. Diesen könnt ihr euch ganz einfach mit einem passenden Shopsystem selbst bauen. Dabei das richtige Shopsystem zu wählen ist wichtig. Schließlich bildet es euren Grundstein für euren Auftritt in der E-Commerce-Branche. Ihr solltet darauf achten, dass ein Shopsystem genau das bietet was ihr benötigt, dabei aber nicht zu teuer ist. Gerade am Anfang und wenn ihr wenig Eigenkapital habt, solltet ihr darauf achten, wie viel ihr in das Shopsystem monatlich investieren könnt.

Dies sind unsere Favoriten in Sachen Shopsysteme:

  • Shopify: Ein Shopsystem, welches besonders für kleine bis mittelständische Unternehmen geeignet ist. Durch die einfache Benutzeroberfläche ist der Einstieg mit Shopify besonders empfehlenswert. Mit wenigen Klicks lässt sich zwischen verschiedenen Themes und Designs auswählen. Außerdem könnt ihr ganz einfach die Zahlungsanbieter eurer Wahl hinzufügen. Die monatlichen Kosten von Shopify gehen bei fünf Euro los und gehen hoch bis 384 Euro. Zudem fallen noch Transaktionsgebühren an.
  • Wix eCommerce: Ursprünglich war Wix nur eine Seite, um die eigene Website zu bauen, später kam dann aber auch die Funktion des eigenen Onlineshops hinzu. Wix eCommerce bietet alles, was ein Shopsystem bieten sollte. Die Preise pro Monat liegen hier zwischen 13,09 Euro bis 177,31 Euro.
  • WooCommerce: Mit WooCommerce seid ihr am flexibelsten. Es ist nämlich ein Plug-in von WordPress, welches im Prinzip in jede bestehende Website eingebaut werden kann, beispielsweise STRATO. Das Plug-in an sich ist kostenlos, es fallen aber Gebühren bei dem jeweiligen Website-Anbieter an.

Personalisiere das Einkaufserlebnis

Seid euch darüber bewusst, wer eure Zielgruppe ist und wo diese im Internet anzutreffen ist. An diesen Stellen solltet ihr dann gezielt Werbung schalten. Nutzt Tabs wie „Kunden kauften auch“ oder „Wird oft zusammen gekauft“, um ähnliche Produkte zu empfehlen und die Kunden zum Kaufen weiterer Produkte zu animieren. Implementiert eine Suchfunktion mit Filtern, um den Kunden die Suche nach einem bestimmten Produkt zu erleichtern. Teilt eure Produkte in verschiedene Gruppen auf, um so verschiedene Kunden gleichzeitig mit verschiedenen Wünschen anzusprechen.

Vermarkte dein Angebot

Social Media bietet tolle Möglichkeiten, um euer Online-Business zu vermarkten. Beispielsweise ist es hilfreich, dass ihr euch auf verschiedenen Social Media-Plattformen Accounts für euer Unternehmen erstellt, auf welchen ihr eure aktuellen Angebote oder Waren postet. Setzt bei eurem Marketing darauf, dass ihr ein D2C-Modell fahrt. Viele Konsumenten im Internet suchen gezielt nach solchen Unternehmen, da sie mit diesen positive Erfahrungen gemacht haben. 

Achte auf einen Top-Kundenservice

Gute Kommunikation zwischen Händler und Kunden ist (fast) alles und ein Alleinstellungsmerkmal des D2C-Modells. Deswegen solltet ihr hier auch einen Fokus darauf legen. Legt eine Möglichkeit an, beispielsweise eine E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer oder ein Kontaktformular, unter der ihr beziehungsweise euer Kundensupport erreichbar ist. Bei Problemen und Beschwerden, sofern diese natürlich keine Grenze überschreiten, solltet ihr höflich und zuvorkommend sein. Konzentriert euch darauf, eine gute Beziehung zu euren Kunden aufzubauen, denn nur so vertrauen sie euch und kaufen auch in Zukunft bei euch ein.

Nutze Daten zur ständigen Verbesserung

Analysiert die Daten eurer Nutzer und wertet diese aus, sodass ihr genau erkennen könnt, was viel geklickt und gekauft wird. Schaltet Cookies auf eurer Website und wertet auch diese Daten aus. Dabei müsst ihr natürlich an eine Datenschutzerklärung und auch andere Rechtstexte denken, die ihr auf eurer Website habt! Auch können euch Daten von Tools wie Google Trends helfen. Diese sagen euch, welche Keywords momentan im Trend sind und helfen euch dabei, neue Trendprodukte herauszufinden.

Fazit

Bei einem Unternehmen mit D2C-Modell werden die Zwischenhändler ausgelassen und der Hersteller verkauft seine Produkte direkt an den Endverbraucher. Der Einstieg in den Onlinehandel mit einem D2C-Modell ist vielleicht zwar relativ einfach, benötigt aber auch viel Arbeit. Der größte Vorteil am D2C-Modell, die hohe Kundenbeziehung, ist gleichzeitig auch die größte Herausforderung. Diese sollte gepflegt werden. Wählt ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem ihr euch von der Masse absetzen könnt. Läuft euer Onlineshop, solltet ihr am Ball bleiben! Durch das Auslassen des Zwischenhändlers könnt ihr die Produktion eurer Produkte genau überwachen und die dazugehörigen Daten eurer Kunden auswerten. Das hilft euch dabei, schnelle Änderungen vorzunehmen und gegebenenfalls Verkauf und Preis einiger Produkte anzupassen. Wenn es euch dank der nötigen Ressourcen möglich ist, ein eigenes D2C-Online-Business aufzubauen, können wir es euch auf jeden Fall empfehlen.

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