„Gemischtes Hack“, „Mordlust“ oder „Fest und flauschig“ – viele von uns haben wahrscheinlich einen Lieblings-Podcast. Ihr wollt aber viel lieber selbst auf Spotify, Deezer und Co. zu hören sein? Das ist gar nicht schwer. GIGA erklärt euch, wie ihr euren eigenen Podcast erstellt – in nur 5 Schritten.

Update-Hinweis: Wir haben die Preise und Verfügbarkeit der hier genannten Produkte zuletzt am 22.7.2022 um 12:45 Uhr geprüft.

Auf Spotify, Deezer und Co. findet man zu allen Themen Podcasts: In „Gemischtes Hack“ reden Felix Lobrecht und Tommi Schmidt über einfach alles, die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis lässt in „Gute Deutsche“ verschiedene Menschen mit Migrationshintergrund zu Wort kommen und True-Crime-Fans kommen bei „Mordlust“ auf ihre Kosten. Ihr möchtet ebenfalls euren eigenen Podcast erstellen und eure Gedanken zu einem bestimmten Thema teilen? GIGA erklärt euch, wie ihr das in nur 5 Schritten schafft. Vorab: Ihr braucht dafür weder großes Vorwissen noch ein Vermögen.

Podcast-Thema überlegen (Schritt 1)

Okay, ich denke, Schritt 1 erklärt sich von selbst. Aber es gehört für die Planung dazu: Welches Thema soll euer Podcast behandeln? Habt ihr einfach nur Lust, über Gott und die Welt zu quatschen oder über Gott oder die Welt? Vielleicht interessieren euch auch Finanzen, Politik oder Filme und Spiele? Oder möchtet ihr mehr Bewusstsein für Diversität oder das queere Leben schaffen? Dahingehend ist es auch wichtig zu überlegen, ob ihr den Podcast allein gestalten möchtet oder mit einer anderen Person zusammen, eventuell auch im Sinne eines Interview-Formats?

So oder so: In der Welt der Podcasts gibt es keine Themen, die es nicht gibt. Falls ihr also nicht nur einfach so einen Podcast erstellen, sondern über ein bestimmtes Thema reden möchtet, wäre es ratsam zu schauen, welchen Mehrwert ihr mit euren Inhalten bieten und ob ihr damit vielleicht eine Lücke in der Podcast-Welt schließen könnt. Dahingehend lohnt es sich auch zu schauen, welche Themen weltweit bespielt werden: Gibt es vielleicht Fragen, die in den USA behandelt, aber in Deutschland kaum berücksichtigt werden? Dann könntet ihr da anknüpfen.

Aber „you do you“: Wenn ihr Bock habt, einen Podcast zu machen, einfach nur, weil ihr einen Podcast machen wollt, dann go for it! Das ist doch die beste Motivation.

Das richtige Podcast-Mikrofon finden (Schritt 2)

Um einen Podcast zu erstellen, kann man natürlich die teuerste Technik auffahren, muss man aber nicht. Wollt ihr erstmal nur ein wenig herumprobieren und schauen, ob ein Podcast überhaupt etwas für euch ist, dann reicht euer Smartphone vollkommen aus. Hört doch erstmal, wie das Mikrofon eures Handys selbst klingt, vielleicht reicht das für eure Zwecke aus. Ansonsten könntet ihr euer Handy mittels des Klinkenanschlusses mit einem einfachen Lavaliermikrofon verbinden, das ihr bereits für knapp 10 Euro auf Amazon erhaltet. Wollt ihr euch aber in den riesigen Mikrofon-Pool werfen, habt ihr die Qual der Wahl. In unterschiedlichen Preisklassen gibt es unterschiedliche Mikrofone, doch nicht immer bedeutet das, dass Qualität teuer sein muss. Wir stellen euch im Folgenden vier Mikrofone vor, mit denen ihr nichts falsch macht.

Falls ihr die Mikrofone lieber in Aktion sehen wollt, haben wir das passende GIGA-Video für euch:

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Mikrofone unter 100 Euro

Meinen eigenen Podcast habe ich mit dem T.Bone SC 420 USB erstellen. Für noch nicht mal 60 Euro (bei Thomann ansehen) bekommt ihr gleich ein ganzes Set mit Mikrofon (natürlich), Ständer, Wind- und Popschutz (um Laute wie [k], [p], [t] nicht so explosiv klingen zu lassen) – bei Bedarf gibt es für knapp 20 Euro mehr (bei Thomann ansehen) passende Kopfhörer inklusive. Dank des beigelegten USB-Kabels könnt ihr das Mikrofon problemlos an euren Laptop anschließen und sofort aufnehmen. Zudem bietet es einen Klinkenanschluss, sodass ihr euch während der Aufnahme selbst hört. Das T.Bone ist zwar noch nicht perfekt, gerade in der Nachbearbeitung musste ich oft an der Lautstärke schrauben, aber zum Herantasten kann ich es empfehlen.

Für unter 100 Euro lohnt sich auch das Zoom H1n (bei Amazon ansehen). Auch wenn, oder vielmehr gerade weil es sich hierbei um einen Audiorekorder mit zwei kleinen Kondensatormikrofonen handelt, bietet der Zoom H1n einige Vorzüge gegenüber „einfacher“ Mikrofone: Dank des Akkubetriebs könnt ihr damit bequem von unterwegs Aufnahmen machen, die auf einer maximal 32 GB Micro-SD-Karte (bei Saturn ansehen) gespeichert werden können. Der Rekorder liegt leicht in der Hand, sodass er sich beispielsweise für Interviewsituationen lohnt. Zudem könnt ihr ebenfalls Kopfhörer anschließen, aber ebenso ein Mikrofon mit Klinkenanschluss – das H1n funktioniert zusätzlich als Aufnahmegerät.

Der handliche Audiorecorder H1n von Zoom lohnt sich vor allem, wenn man von unterwegs aufnehmen möchte (Bild: GIGA).
Der handliche Audiorekorder H1n von Zoom lohnt sich vor allem, wenn man von unterwegs aufnehmen möchte (Bildquelle: GIGA)

In einem APH-1n-Paket bekommt ihr für knapp 30 Euro mehr außerdem einen Windschutz, Tischständer, eine Tasche, USB-Kabel und ein passendes Netzteil dazu. Das heißt, ihr könnt wie bei einem USB-Mic das H1n an euren Laptop anschließen und direkt eine Aufnahme darüber laufen lassen. Bei der Qualität kann man gerade für den Preis nicht meckern. Obwohl es in erster Linie ein Rekorder ist und kein High-End-Mikrofon, klingen die Aufnahmen klar und deutlich. Ohne Windschutz reagiert das Gerät jedoch sehr empfindlich, dahingehend kann man die Aufnahmelautstärke entweder automatisch mit der Taste Autolevel oder mit dem oberen kleinen Rädchen pegeln. Für die ersten Gehversuche oder als To-Go-Mikrofon macht man mit dem H1n nichts falsch.

Podcast-Liebling: Rode NT-USB

Kommen wir zu einem weiteren Mikrofon, das bei Podcastern beliebt ist: Das Rode NT-USB. Auch hier verrät der Name bereits, dass es sich um ein USB-Mikrofon handelt, wie bei dem obigen T.Bone – also einfach mit dem 6 Meter langen USB-Kabel an den Laptop anschließen und los geht's. Rund um Mikrofone ist Rode ein bekannter Name und auch mit dem NT-USB macht man nichts falsch. Die Stimme klingt klarer und deutlicher als bei dem T.Bone, Plosive werden dank des mitgelieferten Windschutzes gut abgefangen. Dazu gibt es weiterhin ein Tischstativ und eine Tasche für das Mikrofon.

Wie bei dem T.Bone könnt ihr bei dem Rode Kopfhörer mit Klinke anschließen, aber ihr habt zusätzlich zwei Regler zur Verfügung: Einer für die Lautstärke der angeschlossenen Kopfhörer und einen Balanceregler. Mit dem könnt ihr einstellen, ob mehr das Mikrofon oder der Laptop als Aufnahmequelle genutzt werden soll und habt dadurch einen gewissen Spielraum. Ich persönlich nutze das Rode NT-USB aktuell für meine Aufnahmen und bin sehr zufrieden damit: Für noch nicht mal 160 Euro (bei Thomann ansehen) bekommt man ein gutes Gesamtpaket. Man sollte jedoch nicht weiter als ungefähr 10 Zentimeter von dem Mikrofon entfernt sein, da sonst die Qualität schnell abnimmt.

Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bild: GIGA).
Das Rode NT-USB bietet eine gute Qualität, ohne dass man zu tief in die Tasche greifen muss (Bildquelle: GIGA)

Übrigens: Falls es eine Nummer kleiner sein darf, bietet Rode auch das NT-USB Mini an. Für knapp 100 Euro bekommt man ein handliches Mikrofon, bei dem man jedoch auf den Balanceregler verzichten muss. Dennoch sprechen die Bewertungen bei Thomann für den kleinen Bruder.

Metallica, Michael Jackson und Co.: Das Shure SM7B

Sucht man nach einem höherpreisigen Mikrofon, stolpert man früher oder später über das Shure SM7B. Dieses konnte bereits Geschichte schreiben: So hat Michael Jackson mit dem Original, dem Shure SM7, schon in den 1980er-Jahren sein Album „Thriller“ aufgenommen. Und Metallica-Sänger James Hetfield hat Anfang der 2000er-Jahre das Album „St. Anger“ (mit einem kostenlosen Test-Abo auf Spotify Premium anhören) mit dem SM7 eingesungen. Das Shure-Mikrofon ist heute also eine kleine Legende.

Doch nicht nur für Sängerinnen und Sänger bietet sich das Mikrofon an, sondern ebenso, wenn man eine Podcast erstellen will. Das Mikrofon zeichnet aus, dass es für einen sehr warmen Klang sorgt, ganz anders als bei dem obigen Rode oder T.Bone. Die Stimme klingt dadurch sehr weich, um Plosive oder Schmatzgeräusche muss man sich keine Sorgen machen. Und selbst Umgebungsgeräusche und Klopfen auf dem Mikrofon werden erstaunlich gut gefiltert. Zudem kann man an dem Mikrofon zwei Toneinstellungen vornehmen: Mit der Einstellung „Bass Roll Off“ werden Umgebungsgeräusche noch besser gefiltert – muss der Nachbar also wieder bohren, hört man davon in der Aufnahme nichts. Und „Presence Boost“ hebt die Stimme noch einmal deutlicher hervor – perfekt also für Podcasts.

Obwohl das Shure SM7B eine größere Investition ist, lohnt sich das Mikrofon gerade auch für Podcasts (Bild: GIGA).
Obwohl das Shure SM7B eine größere Investition ist, lohnt sich das Mikrofon gerade auch für Podcasts (Bildquelle: GIGA)

Beim Shure SM7B merkt man wirklich einen Qualitätsunterschied, jedoch muss man den warmen Ton des Mikrofons mögen. Zudem funktioniert das Mikrofon mit einem XLR-Kabel, weswegen ihr ein passendes Aufnahmegerät benötigt, wie das Zoom H5 (bei Thomann ansehen) – zusammen mit einem Fethead-Stecker (bei Thomann ansehen) könnt ihr die Aufnahmelaustärke noch einmal erhöhen. Und ja, diese sollte erhöht werden, spätestens in der Nachbearbeitung, da das SM7B sehr leise aufnimmt. Bei Thomann bekommt ihr für unter 450 Euro das Shure SM7B als Podcast-Bundle mit Mikrofon-Arm und passendem XLR-Kabel.

Falls ihr jedoch lieber wieder per Laptop aufnehmen möchtet, gibt es für 100 Euro ein USB-Interface von Shure (bei Thomann ansehen), an das ihr euer XLR-Kabel des Mikrofons anschließen könnt. Dann das Interface mit dem Laptop verbinden und schon kann es losgehen. Obwohl für das Shure SM7B ein bisschen Know-how notwendig ist, um es zu bedienen und natürlich das entsprechende Budget vorhanden sein muss, ist es dennoch schnell eingerichtet. Und gerade hinsichtlich der besonderen Tonqualität macht es einfach Spaß mit dem Mikrofon zu arbeiten. Es ist zwar eine relativ große Investition, aber eine, die sich lohnt.

Alles rund um die Bearbeitung (Schritt 3)

Podcast schneiden

Wollt ihr einen Podcast erstellen, müsst ihr eure jeweiligen Podcastfolgen auch bearbeiten – dafür ist ein Audio-Programm notwendig. Ich persönlich nutze den kostenlosen All-Time-Favorite Audacity (hier kommt ihr zum Download) – zum Schneiden und Bearbeiten kann ich es empfehlen. Ihr müsst lediglich einstellen, dass die Tonspur nicht vom PC-Mikrofon kommt, sondern vom entsprechenden Mikrofon. Eventuell müsst ihr noch paar Regulierungen hinsichtlich der Aufnahme-Lautstärke vornehmen und das war es schon. Also es ist keine Hexerei.

Wie Audacity aber genau funktioniert, haben wir euch in einem separaten GIGA-Artikel erklärt:

Podcast-Jingle für mehr Abwechslung

Um eine Podcastfolge akustisch aufzuhübschen, bietet es sich an, Zeit und/oder Geld in Intro- und Outromusik zu investieren. Ich habe für meinen Podcast eine Lizenz für einen passenden Song auf PremiumBeat erworben. Falls man nicht die Möglichkeit hat, Musik selbst zu kreieren, ist eine Investition in eine entsprechende Lizenz eine Lösung. So könnt ihr euch auch am Ende sicher sein, dass es keine rechtlichen Probleme gibt.

Aber vielleicht besitzt ihr ja eine künstlerische Ader und könnt das Intro selbst zaubern? Dann lasst eurer Kreativität freien Lauf. Ein derartiger Einstieg in eine Podcastfolge macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Und falls ihr weder Geld investieren wollt, noch das nötige musikalische Können oder die entsprechende Technik besitzt: Der Podcast „Gemischtes Hack“ beginnt seit Jahren jede Folge mit irgendeinem Rap-Zitat und ist heute einer der erfolgreichsten Podcasts in Deutschland.

Übrigens: Falls ihr in eurem Podcast verschiedene Kategorien integriert, wäre es auch eine Idee, vor jeder Kategorie ein individuelles Intro zu setzen. Das bringt nicht nur Abwechslung für die Zuhörenden, sondern ist auch nochmal ein Signal, dass jetzt dieses oder jenes Thema kommt.

Ob professionell oder simpel: Ein Intro ist ein guter Einstieg in eine Podcastfolge (Bild: Getty Images / gorodenkoff).
Ob professionell oder simpel: Ein Intro ist ein guter Einstieg in eine Podcastfolge (Bildquelle: Getty Images / gorodenkoff)

Podcast-Cover erstellen

Damit ihr euren eigenen Podcast erstellen könnt, ist das Podcast-Cover ein wichtiger Punkt. Natürlich könnt ihr auch ohne Bild arbeiten, jedoch generiert ihr im Endeffekt mehr Reichweite mit einem Cover und es rundet den Podcast ab. Egal, ob ihr ein eigenes Bild kreiert oder eines von euch macht, die Designs können da vollkommen variieren. Etwas worauf jedoch kein Podcast verzichtet, ist der Titel des Podcasts, der auf dem Cover zu sehen sein sollte, da er so viel präsenter ist. Mit einem Blick auf das Bild können die Zuhörenden also gleich das Thema eures Podcasts erfassen.

Wichtig ist die Größe des Podcast-Covers: Podigee empfiehlt, dass das quadratische Bild „mindestens 1.400 x 1.400 Pixel und höchstens 3.000 x 3.000 Pixel haben [sollte].“ Hinzu kommt, dass die Dateigröße 512 KB nicht überschreiten darf. Habt ihr ein Bild erstellt und es ist zu groß, ist das jedoch nicht dramatisch. In einem GIGA-Artikel erklären wir euch, wie ihr schnell und einfach ein Bild komprimieren könnt:

Übrigens: Falls ihr noch nach einem passenden Bildbearbeitungsprogramm sucht, das zudem noch kostenlos ist, kann ich euch Gimp (hier kommt ihr zum Download) ans Herz legen. Ihr habt viele Funktionen zur Auswahl, mit denen ihr euer Podcast-Cover erstellen könnt.

Podcast hochladen (Schritt 4)

Die Podcastfolge ist im Kasten und bearbeitet, Intro und Outro sind drin und auch das Cover steht – dann kann der Podcast ja endlich bei Spotify und Co. veröffentlicht werden! Naja ... fast.

Tatsächlich könnt ihr einen Podcast nicht ohne Weiteres für Spotify, Deezer und Co. erstellen. Ihr benötigt einen Mittelspieler: Hierfür gibt es Websites, sogenannte Podcast-Hoster, über die ihr alles regelt. Das heißt, dort ladet ihr eure Audiodatei hoch, fügt eine Beschreibung zu dem Podcast und jeweils eine Folgenbeschreibung zu jeder einzelnen Episode hinzu sowie das Podcast-Cover und könnt gegebenenfalls Shownotes ergänzen. Letzteres lohnt sich gerade für Links: Wenn ihr beispielsweise auf eure Social-Media-Accounts oder eine Website aufmerksam machen wollt, habt ihr mit den Shownotes eine gute Möglichkeit, dies einzubinden.

Bei Podigee könnt ihr ganz einfach euren Podcast erstellen und neue Episoden veröffentlichen (Bild: GIGA).
Bei Podigee könnt ihr ganz einfach euren Podcast erstellen und neue Episoden veröffentlichen (Bildquelle: GIGA)

Ein Podcast-Hoster, den ich selbst nutze, ist Podigee (Abo-Preise von 12 bis 119 Euro). Daneben gibt es auch Buzzsprout. Diesen Hoster kann man entweder kostenlos nutzen (nach 90 Tagen werden die Folgen jedoch gelöscht), oder man zahlt 12 bis 24 Euro. Ein dritter Anbieter ist Podbean, der ähnliche Preise hat wie Podigee.

Habt ihr alles erledigt, benötigt ihr nur noch den Link zu eurem RSS-Feed, den ihr bei eurem Hoster findet. Diesen fügt ihr bei den Plattformen ein, auf denen euer Podcast erscheinen soll, wie beispielsweise Spotify. Mit diesem Link werden alle Informationen und stets die neueste Episode zu eurem Podcast automatisch übermittelt. Wie es konkret bei Spotify funktioniert, wird euch in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung von Spotify erklärt. Dahingehend ein Hinweis: Ihr benötigt noch ein (kostenloses) Konto bei Spotify, Deezer und Co., um dort euren Podcast zu veröffentlichen. In der Regel müsst ihr dann lediglich ein paar allgemeine Angaben zu eurem Podcast machen, wie zum Beispiel zu den Themen, die behandelt werden – also kein großer Aufwand.

Und jetzt? (Schritt 5)

Ihr habt es geschafft, der Podcast ist erstellt. Und jetzt? Das kommt ganz auf euch an. Ihr könnt euch natürlich sofort an die nächste Folge setzen. Oder vielleicht habt ihr Lust, zusätzlich zu eurem Podcast noch einen passenden Social-Media-Account zu erstellen, beispielsweise auf Instagram? Um mit eurer Community zu interagieren, könnt ihr über diese Plattform Umfragen zu eurem Podcast posten und eure Zuhörerinnen und Zuhörer haben die Möglichkeit, euch zu kontaktieren, falls ihr das möchtet.

Seit einiger Zeit kann man Podcasts auf Spotify bewerten. Wie das funktioniert, erklären wir euch in diesem separaten GIGA-Artikel:

Zusätzlich könnt ihr euch nach jeder Folge eine Analyse anschauen. Falls ihr euren Podcast auf Spotify veröffentlicht, bietet sich dafür die Seite „Spotify for Podcasters“ an. Dort habt ihr eine Übersicht, wie oft eure Folgen angeklickt und gehört wurden, wie viele Abonnentinnen und Abonnenten ihr besitzt und wie deren durchschnittliche Altersspanne und Gender aussieht. Unabhängig von Spotify findet ihr einen solchen Überblick zudem bei eurem Podcast-Hoster. So könnt ihr euch nach und nach auf eure Community einstellen.

Wie ihr seht, ist es gar nicht so schwer, einen eigenen Podcast zu erstellen – es bedarf lediglich ein wenig Vorbereitung. Viel Spaß beim Aufnehmen!