Seit Tagen gibt es immer mehr Berichte über Sichtungen der sogenannten „Nosferatu-Spinne“ in Deutschland. Falls ihr diesen unerwünschten Besucher zuhause entdeckt, könnt ihr die Sichtung online melden.

 
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Der Naturschutzbund („NABU“) bietet auf der Online-Plattform die Möglichkeit, sich zu melden, wenn man eine entsprechende Spinne gesehen hat. Öffnet dafür die Webseite und wählt die Option „Nosferatu-Spinne melden“.

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Sichtung einer Nosferatu-Spinne online melden

Im Webangebot könnt ihr dann per Google Maps euren Standort auswählen. Zudem könnt ihr das Datum der Beobachtung angeben. Um den Fund genauer einordnen zu können, bittet der NABU darum, Fotos zur Meldung hinzuzufügen. Mit den Meldungen möchte der Naturschutzbund eine genaue Übersicht über das Vorkommen der Spinne erhalten. Daraus lässt sich ableiten, wie sich diese Art durch den Klimawandel oder andere Faktoren in Deutschland ausbreitet. 2005 wurde die Spinne erstmals in Deutschland bemerkt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Meldungen über solche Spinnen, zuletzt vermehrt.

Wie sieht die Nosferatu-Spinne aus?

Der Name der Spinne stammt von dem Motiv, das man auf dem Rücken der Spinne erkennt und das an den Filmcharakter „Nosferatu“ aus einer nicht von Bram Stoker autorisierten „Dracula“-Verfilmung aus dem Jahr 1922 erinnert. Die Spinne ist rund 1 bis 2 Zentimeter lang. Die Spannweite der Beine beträgt etwa fünf Zentimeter. Der wissenschaftliche Name lautet „Zorospis spinimana“.

Falls ihr wissen wollt, wie die Spinne genau aussieht, schaut euch das Video an. Achtung, es sind im Video und auch im nachfolgenden Artikelverlauf einige Achtbeiner zu sehen. Scrollt also auf eigene Gefahr weiter.

Bei Twitter wurden ebenfalls einige Sichtungen von großen Spinnen gemeldet, bei denen sich die Nutzer aber teilweise unsicher sind, ob es sich um die Nosferatu-Spinne handelt. Falls ihr eine ungewohnt große Spinne bei euch entdeckt, schickt das Bild an den Naturschutzbund.

Die Spinne baut zum Beutefang keine Netze, sondern jagt andere Insekten. Fäden werden jedoch gesponnen, um Eier in einen Kokon zu legen.

Ist die Nosferatu-Spinne gefährlich?

Die Nosferatu-Spinne hat ihre Heimat in der Mittelmeerregion. Eigentlich mag sie es also wärmer. Durch die zuletzt wärmere Monaten hat es sich die Spinne aber auch in Deutschland bequem gemacht. Jetzt, wo es kälter wird, quartieren sich die Achtbeiner häufiger in Häusern und Wohnungen ein, wodurch es zu den vielen Sichtungen kommt. Regelmäßig liest man, dass es sich um eine „giftige“ Spinne handelt. Was heißt das genau und wie sollte man sich verhalten, wenn man vermutet, von einer Nosferatu-Spinne besucht zu werden?

  • Auch wenn der Besucher ungebeten kommt, solltet ihr ihn nicht töten, sondern einfangen und ins Freie bringen.
  • Verwendet dafür aber nicht eure Hände, sondern zum Beispiel ein Glas und eine Pappe.
  • Die Spinnen beißen, wenn sie sich bedroht fühlen. Angriffe sind bei der Spinne aber eines der letzten Mittel zur Verteidigung. Viel eher versuchen sie zunächst, wegzulaufen.
  • Anders als die meisten heimischen Spinnen kann die Nosferatu-Spinne auch dünne Hautbereiche durchbeißen.
  • Werdet ihr gebissen, braucht ihr euch in der Regel keine allzu großen Sorgen machen. Der Biss soll ungefähr einem Wespenstich mit weniger Schmerzen gleichen und ist normalerweise ungefährlich.
  • Wenn ihr Allergien habt, solltet ihr einen Spinnenbiss aber vorsorglich mit einem Arzt berichten.

Der NABU selbst bezeichnet die Spinne als „harmlos“. Sie ist also groß und unheimlich, aber nicht gefährlich. Folgt diesem Link, um einen Fund der Nosferatu-Spinne zu berichten.

Quellen: NABU, Spiegel.de, Radio Westfalica

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