Samsung Galaxy Note 10 (Plus): Ultraschall-Fingerabdruckscanner – Vor- und Nachteile

Marco Kratzenberg

Das Samsung Galaxy Note 10 hat einen Fingerabdruckscanner, der anders funktioniert, als man das gewohnt ist. Beide Modelle verzichten auf einen Home-Button und sonstige sichtbare Sensoren für den Fingerabdruck. Stattdessen identifizieren sich die Nutzer durch einen Finger auf dem Display. GIGA klärt auf …

Andere Smartphones haben einen Home-Button mit Scanner, einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite oder seitliche Knöpfe, die einen Fingerabdruck durch kapazitive Messung lesen können. Samsungs Galaxy Note 10 (Plus) hat einen Fingerabdruckscanner im Display. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile.

Fingerabdruckscanner: Galaxy Note 10 scannt mit Ultraschall

Der Fingerabdruckscanner ist nicht die einzige Möglichkeit, ein Galaxy Note 10 zu entsperren. Neben den üblichen Codeeingaben, könnt ihr auch eine Gesichtserkennung nutzen. Aber zum Glück sind die Zeiten des blinden Umhertastens auf der Rückseite vorbei. Der Scanner für eure Fingerabdrücke liegt bei beiden Varianten unter dem Display.

Wie das funktioniert, zeigt euch dieses Video von Samsung:

Samsung Galaxy S0/S10+: Fingerabdrucksensor im Display | Samsung.de.

Allerdings könnt ihr nicht einfach überall eure Finger aufs Display drücken, um das Handy zu entsperren. Wo genau der Fingerabdruckscanner liegt, zeigt euch ein stilisierter Fingerabdruck, den ihr seht, wenn ihr das Display aktiviert. Sobald ihr dann einen Finger auf diese Stelle presst, wird der Scanvorgang gestartet.

Dazu tastet ein Ultraschallsensor unter der Display-Scheibe den Finger ab und wenn eine Übereinstimmung mit gespeicherten Fingerabdrücken festgestellt wird, entsperrt sich euer Smartphone.

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Samsung-Galaxy-Reihe: Fingerabdruck speichern.

Vor- und Nachteile der Galaxy-Note-10-Fingerabdruckscanner

Diese Technik ist mittlerweile bewährt und bereits beim Samsung Galaxy S10 und S10 Plus wurde der Fingerabdruckscanner im Display vorgestellt. In der Praxis funktioniert das so gut, wie man das von den kapazitiven Fingerabdruckscannern anderer Handys gewohnt ist. Die Technik ist eigentlich sogar sicherer, weil Ultraschall-Fingerabdruckscanner auch eine „Lebend-Erkennung“ ermöglichen, die sich von künstlichen Fingern nicht austricksen lässt.

Auch wenn seit geraumer Zeit Smartphones und Tablets mit den Fingern bedient werden, treiben schmierige Fingerabdrücke so manchen Nutzer zur Verzweiflung. Und in der Regel handelt es sich da um relativ schmale Spuren von Fingerspitzen. Wer nun die Idee toll findet, immer einen ganzen Zeigefinger oder gar Daumen auf die immer selbe Stelle des Displays zu drücken, hat nicht an den Anwender gedacht.

Gerade noch hält man eine Wurst mit den Fingern fest, dann kommt eine Benachrichtigung und man will das Handy entsperren. Der Ultraschallsensor tut seine Arbeit unbeeindruckt von Fett, Senf und Currysauce. Die Spuren bleiben trotzdem auf dem Display.

So toll die Technik also ist, werden möglicherweise manche Nutzer lieber die Gesichtserkennung nutzen oder gleich zur guten, alten PIN zurückkehren.

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