Es kann vorkommen, dass das Betriebssystem nicht wie vorgesehen hochfährt. Meist hilft es dann den Bootmanager zu reparieren. Wir zeigen euch, wie es geht.

Bildquelle: Windows

Der Bootmanager ermöglicht die gleichzeitige Verwendung mehrerer Betriebssysteme. Auch wenn Windows 10 dann das vorherrschende Betriebssystem ist, kann parallel noch eine ältere Version von Windows oder Linux laufen. In der Regel könnt ihr dann beim Start auswählen, welches Betriebssystem ihr nutzen möchtet. Sollte dieser Schritt einmal nicht funktionieren, habt ihr die Möglichkeit, den Bootmanager zu reparieren. Wie das geht, erfahrt ihr hier. 

Aber Achtung: Bei einer Reparatur der Festplatte kann es auch zu Schäden kommen. Möglicherweise verliert ihr dadurch eure Daten. Wenn euch das Risiko zu hoch ist, zieht einen Experten zu Rate!

 

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Den Windows 10 Bootsektor reparieren: Schritt für Schritt

  1. Zunächst gebt ihr die Windows Installations-CD ins Laufwerk oder schließt einen entsprechenden USB-Stick an.  Wenn ihr kein Laufwerk besitzt, könnt ihr euch  ein extrernes Laufwerk bestellen.
  2. Jetzt startet ihr den PC neu. 
  3. Nun gilt es zu versuchen, mit der Taste F8 in den Bereich der Computerreparaturoptionen zu kommen. Möglicherweise führt der Weg dorthin über „Problembehandlung/Erweiterte Optionen“. 
  4. Als nächstes  öffnet ihr eine Befehlszeile.  
  5. Dort gebt ihr den Befehl „diskpart“ ein und bestätigt diesen. 
  6. Jetzt seid ihr einen Schritt weiter und im Diskpart-Kontext. An dieser Stelle fahrt ihr mit dem Befehl „select disk 0“ fort. 
  7. Anschließend solltet ihr die Option haben die erste Festplatte im System auszuwählen. 
  8. Der nächste Befehl ist dann „select partition 1“.  
  9. Daraufhin gebt ihr den Befehl „active“ ein. Die Voraussetzung für die Funktion dieses Befehls ist, dass es sich bei eurer Festplatte um eine MBR-Festplatte handelt. 
  10. Abschließend gebt ihr den Befehl „exit“ ein, um Diskpart zu beenden. 
  11. Nun müsst ihr nur noch den PC neustarten und damit sollte das Problem behoben sein.

Solltet ihr Zweifel in Bezug auf die Reparatur des Windows 10 Bootsektors haben, solltet ihr euch lieber an einen Fachmann, beispielsweise  über den Microsoft-Support,  wenden. Ein Fehler beim Reparieren kann zu weiteren Problemen führen.

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Den Bootsektor bei älteren Systemen mit der Windows-CD reparieren

Die Reparatur des Bootsektors funktioniert bei den unterschiedlichen Windows-Versionen minimal unterschiedlich. Wenn ihr eine ältere Version als Windows 10 besitzt, könnt ihr es auch mit einer Reparatur per CD versuchen. Wie das problemfrei bei Windows 2000, Vista, 7, 8 und XP klappt, erfahrt ihr hier:

  1. Zunächst legt ihr die Windows-CD ins Laufwerk ein. Wenn ihr kein Laufwerk besitzt, könnt ihr euch  ein extrernes Laufwerk bestellen.  
  2. Nun gilt es, den Computer zu starten.
  3. In der Gebrauchsanweisung des Computers findet sich die Angabe, welche Taste euch ins Boot-Menü shiftet. Meist müsst ihr dazu nach dem Einschalten eine der Tasten „Esc“, „F2“, „F8 , „F9 , „F10 , „F11 , „F12 , „Tab  oder „Alt   drücken.
  4. Jetzt gelangt ihr durch Drücken von „R“ zum Reparaturmenü, wo ihr über „K“ zur Wiederherstellungskonsole gelangt. Bei Windows Vista, 7 und 8 geht ihr über Problembehandlung, erweiterte Optionen und Eingabeaufforderung.
  5. Je nachdem, wo das Betriebssystem installiert ist, ergibt sich dann folgender Befehl: „fixboot c:“ . „C“ ist selbstverständlich durch den Buchstaben des Laufwerks zu ersetzen, wo das Betriebssystem gespeichert ist. Der entsprechende Befehl für Windows Vista, 7 und 8 ist „bootrec.exe /fixboot“.
  6. Als nächstes steht der Befehl „fixmbr c:“ an, wobei ihr auch hier der Laufwerk-Buchstabe eventuell wieder austauschen müsst. Bei Windows Vista, 7 und 8 lautet der Befehl „bootrec.exe /fixmbr“.
  7. Jetzt heißt es geduldig sein, denn die Reparatur kann bis zu 15 Minuten dauern.

Anschließend könnt ihr – sofern der Prozess erfolgreich abgelaufen ist – den Computer wieder wie gewohnt über die Festplatte booten. Auch hier empfehlen wir euch, bei Unsicherheiten einen Experten zu Rate zu ziehen. 

GIGA-Redaktion
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