Das Portal Onlyfans hat sich in kurzer Zeit zu einem gefragten Anlaufpunkt für jene entwickelt, denen die üblichen Erotik- und Sexseiten zu unpersönlich sind. Aber was ist Onlyfans? Was unterscheidet es von den anderen Seiten, was wird dort geboten und wie bekommt man Zugang? All das erklärt euch GIGA hier.

 

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Onlyfans richtet sich an Fans – wie der Name schon sagt. Aber hier geht es weniger um Fans von Film- oder Musikstars, es geht um die Fans von prickelnder Erotik, Sex und sogar knallharter Pornografie. Das hat zumindest in Deutschland auch schon die Jugendschützer auf den Plan gerufen, die eine Altersbeschränkung für Onlyfans fordern.

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Onlyfans – was ist das eigentlich?

Man könnte sagen, Onlyfans ist eine Mischung aus Foto-/Videoportal und Twitter. Aber das trifft die Zielrichtung der Portals nicht richtig. In erster Linie geht es darum, seinen „Fans“ erotische und sogar pornografische Videos oder Bilder anzubieten und dafür Geld zu kassieren. Zwar gibt es auch hier und da anders ausgerichtete Konten, wie etwa das des litauischen Stuntfahrers Šarūnas Kezys, aber bei den meisten heißt es „sexuelle Inhalte gegen Geld“.

Ihr könnt euch dort kostenlos anmelden und dann die Konten abonnieren, die euch interessieren – vorher gibt es nichts zu sehen. Es wird unterschieden zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Abos. So oder so benötigt ihr eine Kreditkarte – selbst für kostenlose Abonnements.

Die Preise werden jeweils für ein abonniertes Konto entrichtet und durch den Kontoinhaber in gewissem Rahmen festgelegt. Es gibt Konten, bei denen der Zugang 25 US-Dollar pro Monat beträgt, während andere 3,99 Dollar für 31 Tage kassieren.

Wichtig zu wissen: Es handelt sich wirklich um Zahlungen pro Abo – nicht um eine Monatsgebühr für alle Onlyfans-Konten. Wenn man mehreren Konten folgt, kann das schnell teuer werden.

Manche „Darstellerinnen“ (es handelt sich in den meisten Fällen um Frauen) haben auch ein kostenloses Konto zu Werbezwecken und ein VIP-Konto für den Verdienst. Ein gutes Beispiel ist die Schauspielerin Antje Nikola Mönning, die in den letzten Jahren vor allem durch Nacktauftritte auf sich aufmerksam machte und die kostenlos und kostenpflichtig dort zu finden ist.

Für die Bereitstellung des Portals kassiert Onlyfans 20 Prozent der gezahlten Beträge und schüttet die restlichen 80 Prozent an die „Creator“ aus.

Onlyfans nutzen – als Anbieter oder Fan

Die Nutzung von Onlyfans setzt ein verifiziertes Konto voraus. Als bloßer „Fan“ reicht es aus, seine E-Mail-Adresse zu bestätigen. Wer dort aber Bilder und Videos gegen Geld bereitstellen will, muss auch ein Bankkonto auf seinen eigenen Namen angeben, dessen Existenz überprüft wird. Außerdem muss man ein Bild seines Ausweises sowie ein Selfie hochladen, in dem man neben diesem Ausweis zu sehen ist.

Das einzige, was ein Fan sich nach der Anmeldung ansehen kann, sind kleine, harmlose Werbefilmchen auf der Startseite. Für alles darüber hinaus ist es nötig, ein Konto zu abonnieren. Auch bei einem kostenlosen Konto müsst ihr dafür eurem Konto eine „Zahlungskarte“ (Kredit- oder Debitkarte) hinzufügen. Dafür wird beim ersten Mal ein Testbetrag von 0,10 $ berechnet – wodurch das Konto geprüft wird.

Danach könnt ihr beliebige kostenlose Konten abonnieren und erhaltet – nach einer Zustimmung zur Zahlung – auch Zugriff auf kostenpflichtige Abonnements. Wie bei Abos üblich, erneuern sich diese automatisch. Ihr könnt aber auch mehrmonatige Abos abschließen und dafür Rabatte bekommen.

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