HomePod: So viel kostet Apple der Siri-Lautsprecher

Thomas Konrad

Wer Apples HomePod außerhalb der Garantie reparieren lässt, muss tief in die Tasche greifen. Ein Grund sind offenbar die Produktionskosten – auch sie sind überraschend hoch.

Eine Reparatur des HomePod kostet in den USA 279 US-Dollar – und damit fast so viel wie der HomePod selbst. Den verkauft Apple dort für 349 Dollar. Ein Grund für die teure Reparatur sind offenbar die Kosten der einzelnen Bauteile: Einem Bericht von Bloomberg zufolge bezahlt Apple für die Komponenten des Siri-Lautsprechers insgesamt 216 Dollar. Entwicklungskosten sind dabei nicht berücksichtigt. Die verbauten Lautsprecher, Mikrofone und Chips für die Stromversorgung kosten zusammen 58 Dollar. 60 Dollar sind für die Siri-LEDs fällig. Mit Kosten von immerhin 25 Dollar ist auch Apples A8-Chip nicht ganz billig. Für die Fertigung, Tests und Verpackung berechnet TechInsights 17,50 Dollar.

Am HomePod verdient Apple weniger als üblich

Apple verzichtet offenbar beim HomePod auf die übliche Gewinnspanne. Der Hersteller verdient am Lautsprecher prozentual gesehen weniger als an den aktuellen iPhone-Modellen: Ein 999-Dollar-iPhone-X kostet in der Produktion angeblich 357,50 Dollar – weit weniger als die Hälfte. Auch im Vergleich zu anderen smarten Lautsprechern ist Apples Gewinnspanne von 38 Prozent beim HomePod klein: Bei Goole Home liegt sie bei satten 66 Prozent, beim Amazon Echo bei immerhin 56 Prozent.

Apple nimmt die Einbußen bei der Gewinnspanne des smarten Lautsprechers vielleicht auch deshalb in Kauf, weil die Konkurrenz bereits weite Teile des Marktes der intelligenten Lautsprecher für sich beansprucht hat. Apple kann derzeit vor allem über die Klangfähigkeiten des Zylinders punkten und so besonders an den Marktanteilen von Systemen von Bose oder Sonos graben. Sonos hatte mit seinen untereinander verbundenen Lautsprechern den Markt für hochwertige Heimaudioprodukte umgekrempelt. Wer einen Lautsprecher vor allem für einen digitalen Sprachassistenten nutzt, bekommt bei Amazon und Google womöglich mehr für weniger.

Quelle: Bloomberg via Macrumors

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