Professionelle Workstation-Grafik im Mac Pro. Doppelt vorhanden.

Grafikkarte AMD FirePro: Immer im Doppelpack

In der Vergangenheit übernahm der Mac Pro nie eine Vorreiterrolle bezogen auf die Grafikleistung. Die Grafikkarten waren zuletzt nicht mehr aktuell, demnach recht langsam im direkten Vergleich mit den Mittbewerbern im PC-Bereich und für die gebotene Leistung einfach zu teuer. Ganz anders der neue Mac Pro – ein Quantensprung. Zum Einsatz kommen professionelle Workstation-GPUs von AMD. Für sich allein bieten diese schon eine mehr als nur akzeptable Leistung – im neuen Mac Pro stecken in allen Konfigurationen immer zwei davon.

Drei Modelle stehen zur Auswahl: AMD FirePro D300, D500 und D700. Informationen bei AMD findet man jedoch noch nicht hierzu. Berichten nach, basiert der D300 Grafikprozessor mehr oder weniger auf der AMD FirePro W5000 Grafikkarte (Amazon-Link zur PC-Version). Alle drei Grafiklösungen können zeitgleich entweder drei 4K-Displays oder sechs Thunderbolt-Displays ansteuern – beeindruckend. Apropos 4K: Apple selbst offeriert keinen Monitor mit 4K-Auflösung, hat im Angesicht des Mac-Pro-Verkaufsstarts, jedoch ein passendes Modell von Sharp (PN-K321) ins Angebot mit aufgenommen. Dieser ist im deutschen Online Store nicht separat bestellbar, kann also nur zu einer Mac-Pro-Bestellung hinzugenommen werden. Der Preis von 3.999 Euro ist jedoch viel zu hoch – das baugleiche Modell von Asus kostet bei Amazon 500 Euro weniger. Noch mehr passende 4K-Displays finden sich in einem extra Artikel:

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Mac Pro 2019: 13 Dinge, die man sich anstelle des High-End-Rechners kaufen könnte
FirePro D300 FirePro D500 FirePro D700
VRAM-Speicher je 2 GB (4 GB) je 3 GB (6 GB) je 6 GB (12 GB)
Stream-Prozessoren 1.280 1.526 2.048
Speicher-Bus 256 Bit 384 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 160 GB/s 240 GB/s 264 GB/s
Leistung 2 Teraflops 2,2 Teraflops 3,5 Teraflops
Preise inklusive + 399,99 Euro + 1.000 Euro

Wie schon beim eigentlichen Prozessor will die Wahl gut überlegt sein. Vom Anwender können die Grafikkarten später nicht mehr getauscht werden. Sie sind integraler Bestandteil des vierteiligen Grundaufbaus des Mac Pros (Unterboden plus drei Tochter-Karten).

Ein PCIe-Steckplatz für Flashspeicher ist frei zugängig.

Massenspeicher: Flash mit schneller Leitung

Wie auch die neuen MacBook Air, MacBook Pro und der aktualisierte iMac, verabschiedet sich Apple auch beim Mac Pro von den Beschränkungen des SATA-Protokolls. Der interne Flashspeicher (SSD) ist direkt per PCIe mit der Platine verbunden und entwickelt erst so die volle Leistung. Zu haben sind:

  • 256 GB (in beiden Standardmodellen verbaut)
  • 512 GB (+ 300 Euro)
  • 1 TB (+ 800 Euro)

Traditionelle Festplatten oder ein Fusion Drive (Kombination aus Flash- und Festplattenspeicher) kommen nicht zum Einsatz und können auch nachträglich nicht installiert werden. Apropos: Der Mac Pro bietet für PCIe genau diesen einen Steckplatz. Der Flashspeicher kann auch vom Anwender getauscht werden. Allerdings sind passende Module noch Mangelware. Also auch hier sollte die Wahl anfangs gut bedacht sein.

Wer zusätzlichen Speicher benötigt, muss zwangsweise extern erweitern – per USB 3.0 oder Thunderbolt 2 (mittels Adapter kompatibel zu FireWire).

Eingabegeräte werden nicht mitgeliefert. Vorteil: So hat man die feie Wahl und kann beispielsweise gleich eine Sondertastatur (hier im Bild für Final Cut Pro X) erwerben.

Nicht im Paket: Maus, Tastatur oder Trackpad

Achtung: Wie schon beim Mac mini verzichtet Apple zukünftig auf die Beigabe von Maus, Tastatur oder Magic Trackpad. Besitzt der Kunde noch keine Eingabegeräte, so muss er diese zusammen mit dem Mac Pro separat erwerben.

Tastaturen:

Maus bzw. Trackpad:

Mac Pro: PCI-Express-Karten weiternutzen

Interne Erweiterungskarten (PCi Express) kann der neue Mac Pro per se nicht mehr verwenden. Kunden müssen auf externe Lösungen zurückgreifen. Beachten sollte man hierbei, ob die eigene Karte auch kompatibel zum PCI-Express-Gehäuse ist. Mehr Informationen hierzu finden sich in unserem separaten Artikel:

Bildquelle (Titel): White humanoid robot... von shutterstock

Hinweis: Ursprünglicher Artikel vom 25.10.2013, aktualisiert am 19.12.2013.

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