Wenn ihr nicht wisst, welche Linux-Distribution oder -Version installiert ist, könnt ihr mit einem einfachen Linux-Tipp alle wichtigen Infos anzeigen lassen (Linux-Version, Kernel, 32-/64-Bit).

 
Linux Mint
Facts 

Wir benutzen als Beispiel Linux Mint, in der wir die genaue Version anzeigen lassen.

Linux-Version & Distribution anzeigen

Mit dem Befehl: cat /etc/*release

Dieser Befehl funktioniert in so gut wie allen Linux-Distributionen:

  1. Öffnet das Terminal (Tastenkombination: Strg + Alt + T).
  2. Gebt den Befehl cat /etc/*release ein und drückt Enter.
  3. Das Sternchen bewirkt, dass so gut wie alle Distributionen unterstützt werden. Unter Umständen bekommt ihr dadurch aber auch mehrere Dateien mit der Endung „release“ angezeigt.
Hier seht ihr die Linux-Distribution und die Versionsnummer. (Bildquelle: GIGA)
Hier seht ihr die Linux-Distribution und die Versionsnummer. (Bildquelle: GIGA)

Mit dem Befehl: cat /etc/issue

Die meisten Linux-Distributionen speichern Name und Versionsnummer in der Datei /etc/issue. So zeigt ihr diese Informationen ab:

  1. Öffnet das Terminal (Tastenkombination: Strg + Alt + T).
  2. Gebt den Befehl cat /etc/issue ein und drückt Enter.
Das hier ist die Distribution Linux-Mint 18.2 Sonya. (Bildquelle: GIGA)
Das hier ist die Distribution Linux-Mint 18.2 Sonya. (Bildquelle: GIGA)

Mit dem Befehl: lsb_release -d

  1. Öffnet das Terminal (Tastenkombination: Strg + Alt + T).
  2. Gebt den Befehl lsb_release -d ein und drückt Enter.
Der Befehl zeigt Name und Version der Linux-Distribution. (Bildquelle: GIGA)
Der Befehl zeigt Name und Version der Linux-Distribution. (Bildquelle: GIGA)

Mit dem Befehl: inxi -Sz

  1. Öffnet das Terminal (Tastenkombination: Strg + Alt + T).
  2. Gebt den Befehl inxi -Sz ein und drückt Enter.
  3. Ihr seht eine farbige Übersicht von Anzeige, Host, Kernel, Deskop-Umgebung und Distro.
Der Befehl zeigt alle wichtigen Informationen farbig an. (Bildquelle: GIGA)
Der Befehl zeigt alle wichtigen Informationen farbig an. (Bildquelle: GIGA)

Linux-Kernel- und GCC-Version anzeigen

Wenn ihr nur die Kernel-Version wissen möchtet, gebt im Terminal den Befehl uname -r ein. Zusätzlich stehen in der Datei /proc/version weitere Informationen zum Linux-Kernel sowie die zur Kompilierung verwendete GCC-Version. Gebt im Terminal den Befehl cat /proc/version ein, um folgende Ausgabe zu erhalten:

Hier seht ihr Kernel-Informationen und die verwendete GCC-Version. (Bildquelle: GIGA)
Hier seht ihr Kernel-Informationen und die verwendete GCC-Version. (Bildquelle: GIGA)

32- oder 64-Bit herausfinden

Der Befehl uname -a zeigt euch im Terminal neben Kernelinformationen auch an, ob ihr eine 32- oder 64-Bit-Version von Linux installiert habt:

  1. Öffnet das Terminal (Tastenkombination: Strg + Alt + T).
  2. Gebt den Befehl uname -a ein und drückt Enter.
  3. Der Wert „x86_64“ oder „amd64“ steht für 64-Bit.
  4. Der Wert „i386“ oder „i686“ steht für 32-Bit.
Hier wird angezeigt, dass die installierte Linux-Mint-Version ein 64-Bit-Betriebssystem ist. (Bildquelle: GIGA)
Hier wird angezeigt, dass die installierte Linux-Mint-Version ein 64-Bit-Betriebssystem ist. (Bildquelle: GIGA)

Linux-Version anzeigen: Distributionsspezifische Befehle

Folgenden Terminal-Befehle funktionieren unter der jeweiligen Linux-Distribution.

Ubuntu-Version anzeigen

Debian-Version anzeigen

  • cat /etc/debian_version

Fedora-, RedHat- oder CentOS-Version anzeigen

  • cat /etc/redhat-release

Gentoo-Version anzeigen

  • cat/etc/gentoo-release

Mandrake-Version anzeigen

  • cat /etc/mandrake-release

Oracle-Solaris- oder SPARC-Version anzeigen

  • cat /etc/release

Slackware-Version anzeigen

  • cat /etc/slackware-version
  • cat /etc/slackware-release

SUSE- und OpenSUSE-Version anzeigen

  • cat /etc/SuSE-release

Linux-Systeminformationen mit Neofetch anzeigen

Das Tool Neofetch zeigt eure Linux-Systeminformationen sehr übersichtlich an:

Neofetch zeigt alle wichtigen Infos an. (Bildquelle: GIGA)
Neofetch zeigt alle wichtigen Infos an. (Bildquelle: GIGA)

Installations-Befehl:

  • Ubuntu:
    sudo add-apt-repository ppa:dawidd0811/neofetch
    sudo apt-get update
    sudo apt-get install neofetch
  • Debian-basiertes Linux: sudo apt-get install neofetch
  • Fedora-basiertes Linux: sudo dnf install neofetch

Startet das Tool nach der Installation im Terminal mit dem Befehl: neofetch