Es gibt gleich mehrere Situationen, in denen man einen PC zurücksetzen sollte: Zum einen natürlich, wenn man den Computer verkaufen und alle persönlichen Daten löschen will. Zum anderen kann es sich aber auch lohnen, wenn die Kiste immer langsamer wird und vieles nicht mehr funktioniert. GIGA sagt euch, was ihr dazu tun müsst.

 
Microsoft Windows
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Spätestens wenn man mit dem Computer nicht mehr richtig arbeiten kann, weil Treiber defekt sind und Programme für Abstürze sorgen, wird es Zeit aufzuräumen. Doch einige „PC-Optimierer“ machen die Sache nur noch schlimmer. Sie deinstallieren angeblich Unnötiges und reißen anderen Programmen die DLLs unter den Füßen weg. Seid ihr in diesem Stadium angekommen, dann geht es nicht anders: Ihr müsst euren PC zurücksetzen. Wenn ihr einen PC verkaufen wollt, müsst ihr ihn vorher gründlich von privaten Daten reinigen.

Wer seinen PC zurücksetzen will, sollte unbedingt vorher die Registrierungs-Keys seiner Programme sichern:

PC zurücksetzen: Rettung durch Recovery?

Ist der Computer noch nicht so alt, dann hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sogenannte Recovery-Partition. Das ist eine Art eingebautes „Gehe auf Los. Fange nochmal bei Null an!“. Solange ihr nicht übermütig einen Ordner mit Bezeichnungen wie „Recovery“ oder „Restore“ gelöscht habt, kann sich der Computer sozusagen selbst reparieren.

Die nötigen Mechanismen dazu sind in der Computer-Hardware verankert und ihr überseht sie meist nur. PCs mit einer Rettungsfunktion zeigen euch beim Start eine kurze Meldung, die etwa lauten kann: „Press F11 for Recovery“. Dahinter steckt eine Verbindung des Computerstarts mit einem eigenen Bootsektor, der in der Lage ist, ein rudimentäres Installationsbetriebssystem zu starten und dann auf dem Rechner ein sauberes Windows neu zu installieren.

In der Regel bleiben dabei aber keine Daten erhalten! Die Festplatte wird formatiert und präsentiert sich danach sauber, rein – und leider meist auch ohne die notwendigen Hardware-Treiber und Windows-Updates.

Ihr habt in dem Fall also vier Probleme:

  1. Alle eure Daten sind weg.
  2. Alle eure Programme sind weg.
  3. Treiber für Netzwerk, Monitor und Co fehlen.
  4. Das Windows ist im Zweifelsfall Jahre veraltet.

Bevor ihr diese Funktion also nutzt, solltet ihr eure Daten sichern, eventuell wichtige Programm-Schlüssel speichern und euch die aktuellen Treiber besorgen. Dann könnt ihr erst einmal Hunderte von MB an Updates downloaden und installieren, bevor ihr schließlich die Treiber auf Vordermann bringt. Zuletzt kommen die Programme. Man sollte also nur dann den PC zurücksetzen, wenn man keine andere Wahl mehr hat!

PC zurücksetzen mit Windows-DVD

All das eben beschriebene gilt auch, wenn ihr den PC zurücksetzt, indem ihr Windows von einer DVD neu installiert. Hier habt ihr manchmal die Möglichkeit einer „Reparatur“.

Ganz ehrlich? Das klappt so gut wie nie! Defekte Treiber bleiben unentdeckt, die Zusammenhänge klappen immer noch nicht. Lieber „plattmachen“ und von vorn anfangen.

Und auch hier gilt:

  • Erst alles Wichtige sichern, neue Treiber besorgen und dann alles neu aufbauen.
  • Den Ordner Eigene Dateien könnt ihr notfalls auf einer anderen Platte sichern.
  • Ebenso kann es hilfreich sein, wenn ihr alle Programm-Keys eurer installierten Software auslest und abspeichert. Das geht mit Tools wie dem SoftKey Revealer. Dann wird wenigstens die Neuinstallation der Software nicht so sehr zur Sucherei.

Wie sehen eure Erfahrungen mit Windows 10 aus?

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