So lässt sich ein PC zurücksetzen: Zurück auf Los!

Marco Kratzenberg

Manchmal geht wirklich nichts mehr. Irgendwelche Programme haben den Rechner vollgemüllt, Windows kriecht und dauernd stürzt etwas ab. Dann wird es Zeit, dass wir den PC zurücksetzen! So klappt’s…

So lässt sich ein PC zurücksetzen: Zurück auf Los!

Spätestens wenn man mit dem Computer nicht mehr richtig arbeiten kann, weil Treiber defekt sind und Programme für Abstürze sorgen, wird es Zeit aufzuräumen. Doch einige dieser PC-Optimierer machen die Sache nur noch schlimmer. Sie deinstallieren angeblich Unnötiges und reißen anderen Programmen die DLLs unter den Füßen weg. Ist man in diesem Stadium angekommen, dann geht es nicht anders: man muss den PC zurücksetzen.

PC zurücksetzen: Rettung durch Recovery?

Ist der Computer noch nicht so alt, dann hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sogenannte Recovery-Partition. Das ist eine Art eingebautes „Gehe auf Los. Fange nochmal bei Null an!“. Eine Möglichkeit, dass wir den PC in den Auslieferungszustand zurückversetzen. Solange man nicht übermütigerweise einen Ordner mit Bezeichnungen wie „Recovery“ oder „Restore“ gelöscht hat, kann sich der Computer sozusagen selbst reparieren.

Die nötigen Mechanismen dazu sind in der Computer-Hardware verankert und wir übersehen sie meist nur. PCs mit einer Rettungsfunktion zeigen uns beim Start eine kurze Meldung, die etwa lauten kann: Press F11 for Recovery. Dahinter steckt eine Verbindung des Computerstarts mit einem eigenen Bootsektor, der in der Lage ist, ein rudimentäres Installationsbetriebssystem zu starten und dann auf dem Rechner mit Hilfe der oben genannten Verzeichnisse ein nacktes Windows neu zu installieren. In der Regel werden dabei aber keine Daten gerettet! Die Festplatte wird formatiert und präsentiert sich danach sauber, rein – und leider meist auch ohne die notwendigen Hardware-Treiber und Windows-Updates.

Wir haben in dem Fall also vier Probleme:

  1. Alle unsere Daten sind weg.
  2. Alle unsere Programme sind weg.
  3. Treiber für Netzwerk, Monitor und Co fehlen.
  4. Das Windows ist im Zweifelsfall Jahre veraltet.

Bevor man diese Funktion also nutzt, sollte man seine Daten sichern, eventuell wichtige Programm-Schlüssel sichern und sich die aktuellen Treiber besorgen und sie auf einem USB-Stick ablegen. Und dann kann man erst einmal Hunderte von MB an Updates downloaden und installieren, bevor man einen Virenscanner installiert und dann die Treiber auf Vordermann bringt. Zuletzt kommen die Programme. Man sollte also nur dann den PC zurücksetzen, wenn man keine andere Wahl mehr hat!

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PC zurücksetzen mit Windows-DVD

All das eben beschriebene gilt auch, wenn wir den PC zurücksetzen, indem wir Windows von einer DVD neu installieren. Hier haben wir manchmal die Möglichkeit einer „Reparatur“. Ganz ehrlich? Das klappt so gut wie nie! Defekte Treiber bleiben unentdeckt, die Zusammenhänge klappen immer noch nicht. Lieber platt machen und von vorn anfangen.

Und auch hier gilt: Erst alles Wichtige sichern, neue Treiber besorgen, einen Virenscanner bereitlegen und dann alles neu aufbauen. Den Ordner Eigene Dateien kann man notfalls auf einer anderen Platte sichern. Ebenso kann es hilfreich sein, wenn man alle Registrierungs-Keys seiner installierten Software ausliest und abspeichert. Das geht mit Tools wie dem SoftKey Revealer. Dann wird wenigstens die Neuinstallation der Software nicht so sehr zur Sucherei.

Was war dein erstes Betriebssystem? (egal ob Desktop oder Mobile)

Mein erstes Betriebssystem war Windows 3.1. Danach kam Windows 98, ME, XP und 7. Vista, Windows 8 oder Windows 10 sind nicht meine Betriebssysteme. Mittlerweile bin ich bei Linux Mint Cinnamon gelandet. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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