Wer die „Vorausgefüllte Steuererklärung“ nutzt, spart sich jedes Jahr das Ausfüllen einiger Formularfelder seiner Steuererklärung. Denn die persönliche Steuersoftware bekommt Daten direkt vom Finanzamt. Vorher muss man allerdings den Belegabruf beantragen.

Mit der vorausgefüllten Steuererklärung (VaSt) unterstützt das Finanzamt Angestellte beim Ausfüllen: Lohnsteuerdaten, die der Arbeitgeber an das Finanzamt überliefert, kann der Arbeitnehmer einfach in seine Steuererklärung importieren. Auch von Krankenkassen und Rententrägern vorliegende Werte werden übernommen. Somit muss man sie nicht selbst eintippen.

Wer sich allerdings erst in letzter Minute an den Rechner setzt, kann diese Erleichterung nicht nutzen: Bei der ersten Nutzung muss ein Freischaltcode beantragt werden, der per Post zugestellt wird. Die Bearbeitung und Zustellung kann etwas mehr als eine Woche benötigen. Die Beantragung für eine Software gilt dann auch für die Folgejahre.

Jetzt ist für die Beantragung aber noch genug Luft: Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2018 ist der 31. Juli 2019. Ausnahmen unter anderem: Erledigt ein Steuerberater die Arbeit, reicht es bis zum Jahresende. Wer zur Abgabe nicht verpflichtet ist, hat vier Jahre Zeit.

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Belegabruf für die vorausgefüllte Steuererklärung beantragen

Nutzer von Steuerhilfsprogrammen fordern den Freischaltcode direkt in der Anwendung an. In Wiso steuer:Mac 2019 (Lizenz kann auch auf dem iPad genutzt werden) findet sich der Punkt unter Ablage -> Belege vom Finanzamt abrufen. Hier leitet man den direkten Abruf in die Wege. Wer über das Behördenportal ElsterOnline ein Zertifikat beantragt hat, fügt es an dieser Stelle hinzu.

Die Software SteuerSparErklärung unterstützt die vorausgefüllte Steuererklärung ebenfalls. 

So kann die Datenübernahme aussehen (Beispiel Wiso steuer):

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Nutzer des ElsterOnline-Portals müssen eine „Aktivierung-ID“ und den „Aktivierungs-Code“ beantragen (letzterer wird per Post zugestellt). Die genauen Infos siehe in den FAQ des Anbieters. Wichtig zu wissen: Um den Belegabruf nutzen zu können, muss man sich mit der Identifikationsnummer registrieren – also nicht nur mit der Steuernummer.

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