Handys für Senioren: Überblick, Empfehlungen, Tricks

Marco Kratzenberg

Wer Handys für Senioren sucht, hat unterschiedliche Ansprüche. Bei einem soll das Seniorenhandy WhatsApp können, andere suchen einfache Geräte mit großen Tasten und wieder andere benötigen spezielle Notruf-Features. Wir stellen euch verschiedene Geräte vor.

Inhalt

Handys für Senioren kauft man in der Regel ohne Vertrag. Das liegt vor allem daran, dass sie relativ günstig sind – zumindest, wenn es um die reine Telefonfunktion geht. Großtasten-Handys mit Notruftasten gibt’s schon für deutlich unter 50 Euro. Andererseits wollen auch ältere Familienmitglieder moderne Kommunikationsmethoden nutzen und so besteht auch Interesse an Smartphones für Senioren, die WhatsApp und Facebook können, eine brauchbare Kamera haben, aber ansonsten auf Schnickschnack verzichten und preiswert sind. Auch denen kann geholfen werden.

Seniorenhandys mit Notruffunktion und großen Tasten

Wenn es darum geht, dass ein Seniorenhandy älteren Menschen mit körperlichen Einschränkungen helfen soll, dann sind insbesondere die Handys mit Notruffunktion empfehlenswert. Und bei großen Tasten an einem Seniorenhandy geht es auch nicht darum, sie besser sehen zu können, sondern um die bessere Bedienbarkeit bei unsicheren Händen.

In der Regel muss man bei solchen Handys für Senioren auf Smartphone-Fähigkeiten zugunsten einer besseren Bedienbarkeit und Sicherheit verzichten, dafür sind sie aber wirklich preisgünstig. Hier ein paar Empfehlungen…

GSM Seniorenhandy

Dieses Handy ist sehr günstig und natürlich kann man dafür keine Designschönheit aus Glas und Stahl erwarten. Dafür hat es große, gut bedienbare Tasten und eine Notruffunktion für 5 frei belegbare Nummern, die hintereinander angerufen werden. Wenn es mal verlorengeht, ist das bei dem Preis auch kein großer Verlust – und stehlen wird es niemand.

Features: Große Tasten

Lauter Klingelton

SOS-Notrufknopf für bis zu 5 Personen

Einfache Menüführung

Kamera

Aufladen durch Micro-USB

Preis: 29,99 Euro

Doro Secure 580

Das „Doro Secure 580“ ist nicht ganz so günstig wie das vorangehende Senioren-Handy, aber dafür ist es so einfach, wie ein Handy nur sein kann. Es hat nur 4 Wahl-Tasten, die mit einem Namen versehen werden können. Aber was wichtiger ist: Bei einem Notruf kann die GPS-Position bestimmt werden. Das Gerät hat sich als Hilfe für Senioren mit Demenzproblemen bewährt.

Features: GPS-Positionsbestimmung

4 Wahltasten

Notruftaste

Einstellbarer Timer zum automatischen Versand einer SMS mit Positionsdaten

Preis: 124,03 Euro

Senioren-Smartphones

Immer mehr ältere Menschen sind körperlich fit, benötigen weder große Tasten noch Notfallknöpfe, aber möchten gern auf überflüssige Spielereien verzichten. Wichtiger ist ihnen, dass sie auch mit ihrem Senioren-Handy zurechtkommen, wenn der Enkel mal gerade nicht verfügbar ist. Außerdem sollen die Geräte ihnen die Teilnahme an der digitalen Welt ermöglichen, indem sie beispielsweise Facebook nutzen und via WhatsApp in Kontakt bleiben können.

Doro 8035 Smartphone

Das Senioren-Smartphone Doro 8035 verbindet Sicherheitsfeatures wie einen Notrufknopf mit einem einfachen Menü und der Verfügbarkeit aller Android-Apps.

Features: 5-Zoll-Display

Android 7.1

5-MP-Kamera

Wifi

GPS

Bluetooth

Extralaut

Spezielle vereinfachte Menüführung

Hörgerätekompatibel

Notruftaste

 

Preis: 177,96 Euro

Tipp: Ein Smartphone seniorentauglich machen

Wer nach einem Seniorenhandy für die Eltern oder Großeltern sucht, hat oft selbst noch ein gebrauchtes Gerät zu Hause rumliegen, aber hält es nicht für „seniorentauglich“. Dabei sollte man nicht vergessen, dass insbesondere Android-Smartphones sehr anpassbar sind. Es gibt spezielle „Senioren-Launcher“, welche die „normale Handy-Steuerung“ ersetzen.

Ihr könnt den Android-Launcher wechseln, um die Oberfläche des Smartphones an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.

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10 Gründe, warum Nova Launcher auf jedes Android-Handy gehört.

Der „Large Launcher“ vereinfacht die Smartphone-Oberfläche so, dass ältere Leute sofort damit zurechtkommen. Er lässt sich den Bedürfnissen der Senioren anpassen, indem wichtige Funktionen (wie Kontakte oder Chats) direkt in klare „Kacheln“ gelegt werden. Außerdem bietet er eine Notruffunktion.

Der „Necta Launcher“ funktioniert ähnlich, ist aber noch simpler aufgebaut. Um die Notfallfunktion zu nutzen, reicht es, wenn man mit der Hand vor dem Handy winkt. Das ist gut, wenn jemand hingefallen ist und das Gerät nicht mehr erreicht. Sie lässt sich aber auch mit einem Fingertippen auslösen.

Necta Launcher
Preis: Kostenlos

Fazit zum Thema Seniorenhandys

Seniorenhandys sind kein klassischer Geschenkartikel. Sie werden das ganze Jahr über gesucht. Auslöser der Suche ist oft die Feststellung, dass die Eltern mit den bisherigen Geräten nicht mehr gut zurechtkommen. Und hier kommt es dann darauf an, offen über das Problem zu reden. Niemandem ist damit gedient, wenn statt eines Großtasten-Handys ein schickes Smartphone gekauft wird und der Senior dann im Notfall keine Hilfe bekommt.

Demente Patienten müssen dank solcher Geräte wie des oben beschriebenen Doro Secure 580 nicht auf ein Handy verzichten. Und wenn aktuelle Smartphones in der Bedienung zu kompliziert sind, lassen sie sich mit einem anderen Launcher auch vereinfachen.

Wir haben hier ein paar Beispiele genannt. Natürlich gibt es noch viel mehr Senioren-Handys, die teilweise auch noch spezielle Features abdecken. Wenn man also ein Gerät braucht, dass bei Bewegungslosigkeit alarmiert oder mit einer Hauszentrale verbunden werden kann, dann wird man ebenfalls fündig. Doch die meisten Bedürfnisse lassen sich mit einem unserer Vorschläge abdecken.

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