Die besten Senioren-Handys 2019: Welches soll ich kaufen – und was muss ich wissen?

Marco Kratzenberg

Wer Handys für Senioren sucht, hat unterschiedliche Ansprüche. Bei einem soll das Senioren-Smartphone WhatsApp können, andere suchen einfache Geräte mit großen Tasten und wieder andere benötigen spezielle Notruf-Features. Wir stellen euch verschiedene Geräte vor und erläutern, worauf man beim Kauf achten muss. Außerdem erklären wir, wie man herkömmliche Smartphones Senioren-tauglich machen kann.

Handys für Senioren kauft man in der Regel ohne Vertrag. Das liegt vor allem daran, dass sie relativ günstig sind – zumindest, wenn es um die reine Telefonfunktion geht. Großtasten-Handys mit Notruftasten gibt’s schon für deutlich unter 50 Euro. Andererseits wollen auch ältere Familienmitglieder moderne Kommunikationsmethoden nutzen und so besteht auch Interesse an Smartphones für Senioren, die WhatsApp und Facebook können, eine brauchbare Kamera haben, aber ansonsten auf Schnickschnack verzichten und preiswert sind. Auch hier gibt es gute Angebote.

Das beste Smartphone für Senioren

Wenn ihr in einer Schublade noch ein Android-Smartphone liegen habt, dann reicht das selbst dann noch aus, wenn es schon ein paar Jahr auf dem Buckel hat. Mit einer entsprechenden App macht ihr es seniorentauglich und in den meisten Fällen ist die Leistung absolut ausreichend.

iPhones eignen sich aufgrund der Beschränkungen von iOS in der Regel nicht für so eine „Umrüstung“, weil ihr dort die Bedienoberfläche nicht verändern könnt. Aus diesem Grund laufen auch alle Senioren-Smartphones unter Android.

Doro 8040 – seniorengerecht von Anfang an

Zwar ist das Senioren-Smartphone Doro 8040 mit einem nicht ganz billig, aber dafür spart ihr euch kompliziertes Basteln und Anpassungen. Das Handy ist speziell für Senioren konzipiert und glänzt durch eine entsprechend intuitive Oberfläche. Wichtige Kontakte und Apps sind durch große Kacheln erreichbar, die Notruf-Taste sitzt auf der Rückseite. Eine GPS-Funktion kann sowohl zur Ortsbestimmung wie zur Navigation genutzt werden. Das Gerät läuft unter Android 7.0 und kann die üblichen Apps aus dem Play Store beziehen und auf der Startseite ablegen. Ein gut strukturiertes Menü mit großen Icons macht es Senioren leicht, sich auch jenseits der Startseite zurechtzufinden. Wie das aussehen kann, zeigt dieses Produkt-Video:

Senioren-Smartphone Doro 8040.

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Das beste Groß-Tasten-Handy – Artfone C1

Wenn es kein Smartphone sein muss und es bloß um Erreichbarkeit und Telefonie geht, ist das Senioren-Handy C1 von Artfone ein Kauf-Tipp. Mit einem ist es ein Schnäppchen und verfügt über gute seniorengerechte Funktionen:

  • Extra große Tasten
  • Taschenlampenfunktion
  • Notruftaste
  • Spezielle Gehäuseform für besseren Griff
  • Standby-Zeit von 240-300 Stunden
  • Sprachfunktion, welche die gedrückte Ziffer zur Kontrolle ausgibt

Natürlich gibt es zu diesem Preis keinerlei Internetfunktionen, aber wenn die älteren Semester nur Wert auf Telefonanrufe, SMS, einfache Bedienung und gute Lesbarkeit legen, können sie mit diesem Gerät nichts falsch machen.

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Das beste Senioren-Handys mit Notruf-Taste

Handys mit speziellen Notruf-Tasten brauchen jene Senioren, bei denen das Risiko besteht, dass sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen eventuell nicht mehr normal telefonieren können. Das kann bei sturzgefährdeten Personen der Fall sein, aber zum Beispiel auch bei unterzuckerten Diabetikern.

Artfone CF241A – Senioren -Handy

In Zeiten der Smartphones sind Klapp-Handys Relikte, aber sie haben einige positive Eigenschaften: Man kann nicht versehentlich jemanden anwählen und braucht auch kein Passwort oder eine Display-Sperre. Das Senioren-Handy von Artfone ist mit einem sehr günstig und bietet dafür viel:

  • SOS-Taste auf der Rückseite, die auch im zugeklappten Zustand erreichbar ist und mit 5 Nummern belegt werden kann.
  • 2 frei belegbare Direktwahltasten.
  • Geeignet für analoge Hörgeräte.
  • Außenbildschirm zur Anzeige der Anrufer.
  • Display mit großer Schrift.
  • Ladestation – statt Ladekabel-Fummelei.
  • Austauschbare Akkus.
  • 1000 mAh-Akku mit bis zu 200(!) Stunden Standby-Zeit.
  • Kann mit einem Band am Hals getragen werden.

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Simvalley Pico RX-902: Simples Handy mit Notruf und GPS-Ortung

Wenn es noch einfacher, aber dafür mit GPS-Ortung sein soll, empfiehlt sich das Simvalley-Handy Pico RX-902. Ihr bekommt es und müsst auf die üblichen Handy-Funktionen verzichten. Es gibt keine Spiele, bunte Displays – nicht einmal eine normale Wähltastatur. Dafür aber eine gut sichtbare SOS-Notruf-Taste, die mit einer cleveren Funktion belegt ist:

Bis zu 5 Kontakte lassen sich mit der SOS-Taste verknüpfen. Bei einem Tastendruck bekommen die eine SMS mit der aktuellen Position und werden gleichzeitig angerufen. Wenn keiner der Angerufenen antwortet, wird automatisch die Notrufnummer gewählt.

Außerdem lassen sich 5 Kurzwahltasten mit eigenen Nummern belegen, um diese normal anzurufen. Der Akku bietet 150 Stunden Standby-Zeit und das ganze Gerät ist zwar so klein wie eine Kreditkarte, hat aber ausreichend große Tasten.

Nachteil: Einige Amazon-Bewertungen sprechen von einer umständlichen Programmierung.

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Senioren-Handys: Das muss man beim Kauf wissen

Damit ihr bei der Auswahl des richtigen Senioren-Handys nicht zum falschen greift, hat GIGA für euch die wichtigsten Fragen gestellt und beantwortet sie. Ihr solltet vor allem auch im Hinterkopf behalten, dass so ein Gerät von euch eingestellt und langfristig kontrolliert werden muss. Altersschwierigkeiten werden mit der Zeit mehr. Auch wenn euer Vater heute noch gut mit einem Smartphone zurechtkommt, kann sich das schnell ändern. Sprecht in der Familie offen über diese mögliche Entwicklung und prüft gelegentlich, ob nicht doch ein anderes Gerät her muss.

Unterschiede: „Normale“ und Senioren-Handys

Senioren brauchen andere Handys, weil sie einerseits altersbedingt körperliche Einschränkungen haben (Augen, Beweglichkeit der Hände, …) und andererseits andere Ansprüche an die Geräte: Hier geht es oft nur ums Telefonieren und gelegentlich eine SMS.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es sich bei vielen Senioren-Handys um reine Tasten-Geräte handelt, die kaum oder keinerlei Multimediafunktionen aufweisen und bei denen es in erster Linie um die Erreichbarkeit (in Notfällen) dreht.

So ein Gerät muss einfach bedienbar sein – trotz schlechter Augen oder steifer Finger. Die wichtigsten Funktionen müssen schnell und intuitiv erreichbar sein, ohne dass man sich merken muss, wie man ans Ziel kommt. Auf die meisten Apps, wie etwa alle Social-Media-Anwendungen, Fotobearbeitungen oder Games können die Senioren jedoch verzichten. Das ist eine Generation, die Telefone noch zum Telefonieren nutzt.

Aus diesem Grund brauchen die Geräte eher große Tasten, als große Displays. Und wenn es sich um Smartphones handelt, müssen die Kernfunktionen problemlos erreichbar sein. Hier geht eindeutig Funktion vor Form. Deshalb müssen die Geräte auch nicht teuer sein, weil ihnen keine große Leistung abverlangt wird.

Ein Spezialfall unter den Senioren-Handys sind jene Hörgerät-kompatible Geräte. Diese sind nötig, wenn der Benutzer ein sogenanntes „analoges Hörgerät“ nutzt, da es ansonsten zu einem störenden Rauschen kommen kann. Digitale Hörgeräte verursachen keine solchen Schwierigkeiten. Moderne Hörgeräte sind in der Regel digital. Das gilt so ziemlich für alle Hörhilfen, die nach dem Jahr 2000 produziert wurden.

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Welches Gerät braucht ihr? Smartphone, Großtasten oder Notruf-Knopf?

Beim Kauf eines Senioren-Handys ist es wichtig den Bedarf zu ermitteln. Wenn der Senior im Kopf fit und vielleicht sogar technikinteressiert ist, wobei lediglich die Augen schlechter werden, dann kann ihm ein geeignetes Smartphone sogar etwas mehr Lebensqualität geben, da er mit Freunden und Familie in Verbindung bleiben kann.

Ist das Interesse oder der Willen zum Gebrauch neuer Technik gering oder wird sogar abgelehnt, so sollte die Wahl auf ein Großtasten-Handy fallen. Die Bedienung dieser Geräte fällt leicht. Sogar dann, wenn die Augen schlechter werden und die Koordination der Finger zu wünschen übrig lässt. Ähnliche Geräte werden im Haushalt seit über 20 Jahren bereits genutzt, es muss also nichts neu gelernt werden.

Beim dritten Typ der Senioren-Handys geht es kaum noch um die übliche Kommunikation, sondern mehr um schnelle Hilfe im Notfall. Sie eignen sich für Personen mit körperlichen Einschränkungen beziehungsweise Krankheiten, aber auch für Senioren mit beginnender Demenz. Im „normalsten“ Fall handelt es sich um Großtasten-Handys, die über einen zusätzlichen Notfall-Knopf verfügen. Andere Geräte haben nur noch vier Tasten mit wichtigen Namen, können dafür aber die GPS-Position schicken.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dieser Aufzählung oft um die Stufen einer Entwicklung. Dass eure Verwandten heute noch gut ein Smartphone bedienen können, ist vermutlich kein Dauerzustand. Der nächste Schritt wäre dann ein Handy mit großen Tasten. Wichtig ist auch, dass ihr die Funktion der Geräte regelmäßig überprüft und Smartphones so einstellt, dass Updates automatisiert sind.

Mindestanforderungen für Senioren-Handys

Der Begriff „Senioren-Handy“ beinhaltet ja schon, dass damit gewisse altersbedingte Einschränkungen ausgeglichen werden sollen. Das ist wichtiger als hochauflösende Displays, leistungsstarke Kameras und schnelle Prozessoren.

Man sollte das Augenmerk mehr auf Faktoren wie einfache Bedienung, Stabilität und lange Akkulaufzeit richten. Es darf nicht nach einem halben Tag schlapp machen und muss auch mal einen Sturz überstehen können. Letzteres können Handy-Hüllen bewirken, ersteres sollte bei einem Handy-Kauf einfließen.

Das kann auch ein Grund sein, der dagegen spricht, einem Senior ein abgelegtes Handy zu vermachen. Wenn die Akkulaufzeit nicht mindestens einen ganzen Tag währt – besser noch 24 Stunden – sollte man lieber zu einem Neugerät greifen. Alternativ könnt ihr aber auch einen Batterie-Alarm installieren, wie wir ihn im nächsten Abschnitt vorstellen.

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10 Gründe, warum Nova Launcher auf jedes Android-Handy gehört.

Tipp: Ein Smartphone seniorentauglich machen

Wer nach einem Seniorenhandy für die Eltern oder Großeltern sucht, hat oft selbst noch ein gebrauchtes Gerät zu Hause rumliegen, aber hält es für „seniorenuntauglich“. Dabei sollte man nicht vergessen, dass insbesondere Android-Smartphones sehr anpassbar sind. Es gibt spezielle „Senioren-Launcher“, welche die „normale Handy-Steuerung“ ersetzen. Ihr könnt den Android-Launcher wechseln, um die Oberfläche des Smartphones an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.

Folgendes solltet ihr dabei bedenken:

  • Auch wenn der Launcher die alltägliche Bedienung des Smartphones vereinfacht, ändert er nichts an den Standard-Apps. Dort ist die Schrift immer noch klein, solange ihr sie nicht in den Einstellungen maximiert. Android bietet eine Grundfunktion, mit der sich die Systemschrift groß stellen lässt. Das geht auch in einzelnen Apps, so lasst sich in WhatsApp die Schriftgröße ändern.
  • Manche Senioren können Probleme mit der Entsperr-Funktion des Smartphones haben und kommen etwa mit Fingerabdruck-Sensoren oder Code-Eingaben nicht mehr zurecht. In dem Fall müsst ihr gegebenenfalls die Sperre deaktivieren.

Diese Apps und Einstellungen erleichtern Senioren dem Umgang mit einem Smartphone:

Der „Simple Launcher“ vereinfacht die Smartphone-Oberfläche so, dass ältere Leute sofort damit zurechtkommen. Er lässt sich den Bedürfnissen der Senioren anpassen, indem wichtige Funktionen (wie Kontakte oder Chats) direkt in klare „Kacheln“ gelegt werden. Außerdem bietet er eine Notruffunktion. Die App ist werbefrei, kostenlos und lässt sich einfach konfigurieren.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

„Simple Mode“ funktioniert ähnlich, ist aber noch simpler aufgebaut. Die kostenlose App sortiert Kontakte, wichtige Anwendungen und Systemeinstellungen in großen Kacheln auf mehreren Bildschirmen. Man kann sich das System perfekt anpassen und so die Bedienung wirklich simpel machen.

Simple Mode Launcher
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Notfall-App mit GPS

Die kostenlose App „GPS BodyGuard“ stellt eine leicht zu erreichende und leistungsstarke Hauptzentrale für Notrufe dar. Sie kann zum Beispiel so eingestellt werden, dass sie bei mehrmaligem Drücken das Ausschalters automatisch die aktuelle Position und einen Hilferuf an einen Kontakt schickt. Sie enthält aber auch die üblichen Notrufnummern sowie verschiedene andere Auslöser für einen Notruf. Selbst eine Sturzerkennung kann aktiviert werden. Wünschenswert wäre noch, dass Notrufe auch über WhatsApp oder andere Messenger abgesetzt werden können.

SOS Notruf
Entwickler:
Sirius Softwares
Preis: Kostenlos

Batterie-Alarm

Die App „Battery Charger Alarm“ überwacht den Akkustand und gibt deutlich Alarm, wenn eine einstellbare Minimalladung unterschritten wird. So lässt sich hoffentlich verhindern, dass ein Senioren-Smartphone im Notfall keinen Strom mehr hat.

Battery Charger Alarm
Entwickler:
똘켓
Preis: Kostenlos

Eingebauten Notfallmodus nutzen

Jedes moderne Smartphone verfügt über einen Notfallmodus. Bei Samsung-Galaxy-Handys könnt ihr beispielsweise durch das dreimalige Drücken der Einschalt-Taste einen Notruf absetzen. Andere Handys haben Notfall-Informationen auf dem Sperrbildschirm und ermöglichen einen schnellen Anruf bei einer gespeicherten Nummer.

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