KissAnime: Anime kostenlos online sehen – ist das legal?

Martin Maciej

Anime-Fans haben es in Deutschland häuftig nicht leicht, sich mit neuem, aktuellen Material aus Fernost zu versorgen. Da liegt die Versuchung nahe, im Netz nach Portalen zu suchen, die zahlreiche Anime-Serien und -Filme im Stream anbieten. Eines dieser Angebote steckt hinter KissAnime.

Doch sind Dienste wie KissAnime legal?

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KissAnime: Tausende von Animes im Stream

Einmal angesteuert, schon findet man auf der Webseite Tausende von aktuellen Animes und Klassikern der asiatischen Animationsfilmkunst. Hat man den Titel seiner Wahl gefunden, klickt man diesen an und kann sich direkt den neuesten Anime im Stream kostenlos im Browser ansehen. KissAnime steht auch als App für Android-Geräte und iPhones zum Abruf bereit. Tausende von kostenlosen Anime-Videos auf den Bildschirm, zu schön, um wahr zu sein? Dem Klick auf den kostenlosen Stream sollte man jedenfalls widerstehen.

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  • Die Videos auf der Seite sind ohne Einverständnis der Lizenzinhaber online gestellt.
  • KissAnime ist daher mit Streaming-Diensten wie Movie2k oder kinox.to zu vergleichen.
  • Die Betreiber der Webseite handeln illegal. Auf der Webseite sind verschiedene Werbeanzeigen zu finden, die Inhaber verdienen also Geld auf Kosten der Rechteinhaber der Anime-Filme.
  • Lange Zeit war man der Ansicht, dass man sich beim Ansehen dieser Streams in einer rechtlichen Grauzone befindet. Während der Download von illegal gehosteten Inhalten verboten war, wurde beim Stream auf das lediglich temporäre Herunterladen verwiesen.
  • Der Europäische Gerichtshof hat diese Ansicht mit einem Urteil aus April 2017 jedoch verändert. Hiernach droht für Streamende eine Abmahnung beim Streamen von Inhalten aus einer „offensichtlich rechtswidrigen Vorlage“.
  • Wer sich also vor unerwünschter Anwaltspost bewahren will, sollte von KissAnime absehen.

Nutzern von KissAnime und Co. drohen Abmahnungen

Besonders in Sachen Anime führen Fans immer wieder das Argument an, dass bestimmte Inhalte auf anderen Wegen hierzulande gar nicht verfügbar sind. Diese Ansicht berührt das Urteil des EuGH jedoch nicht. In den USA geht man bereits gegen Verantwortliche von KissAnime vor. Hierzulande sind noch keine Fälle bekannt, in denen Nutzer von KissAnime abgemahnt wurden. Ähnlich sieht die Lage bei RandarisAnime aus.

Wer sich mit neuen Anime versorgen will und dabei auf der sicheren Seite bleiben möchte, findet im Netz auch zahlreiche legale Anbieter. Hierzu gehören unter anderem:

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Auch in der Mediathek bei ProSieben MAXX kann man Anime kostenlos im Stream ansehen. Auch wenn man bei diesen Anbietern nicht jeden gewünschten Inhalt findet, wird man hier doch mit zahlreichen Stunden Anime-Kost verwöhnt.

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