„triggered“ oder „triggern“: Was bedeutet das?

Robert Kägler

Im Internet findet man besonders in sozialen Netzwerken, wie Twitter oder Facebook, in den Kommentaren immer wieder das Wort „triggered“. Wir erklären euch, was das Wort bedeutet und wie man jemanden „triggern“ kann.

Auch in Chats gibt es einige Abkürzungen, die man kennen sollte. Wir haben sie im Video für euch zusammengefasst.

Die meist genutzten Chat-Abkürzungen und ihre Bedeutung.

Das Netz ist dafür bekannt, dass sich gerne mal Wörter zu einem Trend entwickeln oder völlig neue Bedeutungen annehmen. Schnell hat man den Überblick verloren und versteht nicht, was die Nutzer mit beispielsweise Cringe oder Lit in den Kommentaren meinen. Auch „triggered“ ist ein solches Wort, das man besonders mit einem Hashtag auf Twitter findet oder in Facebook-Kommentaren liest. Der Begriff kann zweierlei interpretiert werden. Wir erklären euch, wo der Unterschied liegt.

„triggered:“ Bedeutung und Übersetzung

Übersetzt man das Wort vom Englischen ins Deutsche, bedeutet es so viel wie „ausgelöst“. Ein „trigger“ ist also ein Auslöser. Im modernen Netzjargon wird der Begriff gebraucht, wenn jemand beispielsweise auf einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk zornig und hasserfüllt reagiert. In diesem Moment fühlt sich die Person aufgrund der eigenen inneren Einstellung zu einem Beitrag persönlich angegriffen und genötigt, eine entsprechend emotionale Antwort zu verfassen. Andere Nutzer kommentieren dies dann mit „triggered“. Gerne wird das Wort auch mit einem Hashtag verwendet, wenn man einfach Wut und Frust über einen Umstand ablassen möchte.

Was bedeutet „triggern“? Weitere Interpretation

Im Gegensatz zum Gebrauch des Wortes im Netz steht die eigentliche Bedeutung. Bei einem Trigger handelt es sich in dem Fall um einen psychologischen Effekt. Durch unterschiedliche Sinneseindrücke werden besonders traumatische, unangenehme Gefühle oder Erlebnisse wieder hervorgerufen beziehungsweise „getriggert“. Ein Auslöser kann ein Ort, Geräusch, Geruch oder Ähnliches sein. Ein Beispiel hierfür sind oft Kriegsrückkehrer, die durch Knallgeräusche wieder an die Erlebnisse des Krieges erinnert werden und dadurch einen Zusammenbruch oder eine Panikattacke erleiden.

Nicht alles im Netz ist cool. In unserer Bilderstrecke sehr ihr die beklopptesten Lifehacks aus dem Internet:

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Die 19 beklopptesten Pseudo-Lifehacks aus dem Netz.

Einige Beispiele von Twitter #triggered:

Foren, soziale Netzwerke und selbst die privaten Chats im Messenger sind gefüllt mit Abkürzungen und Akronymen. Die Hashtag-Kultur von heute trägt ebenfalls dazu bei, dass bei der Verständigung im Internet weiterhin gerne eine Abkürzung genommen wird. In diesem Quiz stellen wir euch auf die Probe: Seid ihr fit für Forenbeiträge, Bildbeschreibungen und Memes, die nur so vor OMGWTFBBQ strotzen?

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