Wer in Foren, auf Webseiten oder sonst wie im Netz unterwegs ist, hat es sicherlich schon einmal mit Trollen zu tun gehabt. Auf seiner erfolgreichen Facebook-Seite zeigt Tim Heilig, wie man teilweise sehr effektiv mit solchen Menschen umgehen kann.

 

Netzkultur

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Das Internet ist schon ein komischer Ort. Plötzlich haben manche Menschen nichts Besseres zu tun, als andere Nutzer anzupöbeln, diese zu beleidigen oder im schlimmsten Fall zu bedrohen. Wie weit das gehen kann, zeigte vor kurzem GamerGate, das mit der Entwicklerin Zoe Quinn begann und mit Anita Sarkeesian einen äußerst hässlichen Höhepunkt erreichen.

Ganz offensichtlich ist das Netz also vor allem auch eins: Ein Platz, in dem jeder sich auskotzen und anderen sehr nahe treten kann. Dabei gilt: Je berühmter eine Person wird, desto größer scheint der Hass und die damit verbundenen Angriffe zu werden. Auch der Facebook-Nutzer Tim Heilig, der mit seiner Seite ziemlich bekannt geworden ist (mittlerweile hat er 364.047 „Gefällt mir“-Angaben) kann davon einiges berichten. Was er auch tut. Dumme Sprüche, Drohungen, Beleidigungen gehören hier zum Alltag.

Ja, ich persönlich kann mit seiner Frisur auch nicht viel anfangen, das ist aber noch lange kein Grund, diese mir sonst völlig unbekannte Person zu beleidigen oder auf andere Art und Weise anzugreifen. Wie heißt es so schön nach dem kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Da auch ich nicht beleidigt oder bedroht werden möchte, behandle ich andere Menschen also auch so. Mit Respekt. Im Prinzip könnte man noch einfacher sagen: Seid lieb! Das reicht ja schon, den „lieb sein“ impliziert ja, dass man andere niocht dumm anmacht“. Dass alleine diese geringer Herausforderung aber schon sehr viele Menschen zu überfordern scheint, zeigen die Nachrichten ja oft genug. Wie aber mit Trollen und den damit verbundenen Handlungen umgehen? Tim Heilig arbeitet die ganze Sache mit Humor auf und reagiert schlagfertig auf seine Angreifer. Das alleine genügt aber noch nicht und so landen diese „Konversationen“ dann ebenfalls auf seiner Seite, bei denen die Angreifer sich meistens selbst bloßstellen, wie etwa dieses Beispiel zeigt:

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Oder auch diese Beispiel stellt unter Beweis, dass im Netz irgendetwas verkehrt läuft:

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Und manchmal geht die ganze Sache aber auch einen Schritt weiter und so kam es zur folgenden Situation, die ich wirklich ziemlich lustig finde und die derzeit im netz kursiert:

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Also, generell gilt ja: Don't feed the Trolls. Sie im Online-Zoo vorzuführen finde ich aber auch ganz lustig. Bleibt nur zu hoffen, dass das irgendwann nicht doch jemand zu ernst nimmt und tatsächlich vor der eigenen Haustür steht. Das ist nämlich auch schon vor der Zeit mit Internet-Trollen passiert.

Quelle: Tim Heilig (Facebook) via Storyfilter

Weißt du, wofür diese alltäglichen Dinge gedacht sind?