Als Facebook- oder Instagram-Kommentar kann man öfter den Spruch „You made my day“ oder die entsprechende Abkürzung „YMMD“ lesen – manchmal auch gefolgt von einem Smiley. Doch was bedeutet das eigentlich und woher kommt es ursprünglich? Wir klären auf…

 
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Übersetzt bedeutet „You made my day“ soviel wie „Du hast meinen Tag gemacht/gerettet“. Wie das allerdings gemeint ist, hängt im Internet bei Facebook, in Foren oder Chats oft vom Zusammenhang ab. Wir erklären euch die verschiedenen Interpretationen.

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Verwendung von „You made my day“

YMMD ist eine dieser Chat-Abkürzungen, die sich in unserem Sprachraum nicht sofort erschließen. Darum sollte man dieses „You made my day“ besser im Kontext betrachten. In der Regel folgt es nämlich als Reaktion auf ein „Meinungs-Posting“. Das kann witzig sein, herzlich, zynisch, politisch oder auch dumm. Die Reaktion „YMMD“ darauf ist jedenfalls ein Statement. Es soll die Haltung des Kommentators auf das vorangegangene Posting ausdrücken. Manchmal erschließt es sich einem sofort, aber bisweilen muss man auch interpretieren, warum der Kommentator ausgerechnet dort „You made my day“ geschrieben hat.

Beispiele für YMMD-Kommentare:

Posting

Grund für YMMD

Auf dem Weg zur Arbeit hats den ganzen Tag geregnet. Zum Glück hatte ich mir heute die Haare sowieso nicht frisiert…Dieses Posting ist so witzig, dass es dem Kommentator den Tag versüßt.
Heute im Stau: Ein Idiot im Angeberauto fährt auf der Standspur an allen vorbei – direkt einem stehenden Polizeiauto hinten rein.Hier bedeutet „You made my day“, dass der Kommentator das auch als ausgleichende Gerechtigkeit empfindet und sich freut.
Ich wähle nur noch AfD. Darum habe ich auf dem Wahlzettel auch alle anderen Parteien durchgestrichen!Dieses Posting ist, wenn es echt ist, so dämlich, dass YMMD ausdrückt, wie amüsiert man darüber ist.

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YMMD: Herkunft

Seinen Ursprung hat der Spruch „You made my day“ eigentlich eher im „Dank-Karten-Geschäft“. Wenn euch jemand geholfen, einen besonders schönen Tag arrangiert oder einfach etwas Nettes getan hat, dann gibt man ihm eine Karte, auf der sowas wie „You made my day! Thank you…“ steht. Zumindest ist das im englischen Sprachraum so.

Bei uns ist das weniger verbreitet und wir kennen eher themengebundene Dankes- oder Danksagungskarten. Danke, dass ihr bei der Kommunion wart. Danke für deinen Kondolenzbrief. Danke, für eure Anwesenheit bei unserer Hochzeit. Die allgemeine Dankeskarte gibt es aber auch. Allerdings eher in der Form von „Danke für den schönen Tag“.

Weißt du, wofür diese alltäglichen Dinge gedacht sind?

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