PC: NAT-Typ ändern – so geht's

Robert Schanze

Hier zeigen wir, wie ihr am PC den NAT-Typ eures Netzwerks ändert.

Was NAT und ein NAT-Typ sind, erklären wir unten ausführlich.

NAT-Typ am PC ändern

Um den NAT-Typ zu ändern, müsst ihr zunächst UPnP (Universal Plug and Play) im Router aktivieren. Danach erfolgen die Portfreigaben.

Allgemein

  1. Gebt im Browser die IP-Adresse 192.168.0.1 ein und drückt Enter.
  2. Gebt eurer Geräte-Passwort ein, sofern ihr eins festgelegt habt.
  3. Navigiert zu Netzwerk > Optionen. Je nach Router-Modell können die Einstellungen anders lauten.
  4. Aktiviert die Funktion „UPnP aktivieren“ und speichert mit Übernehmen.

Als nächstes solltet ihr die jeweiligen Ports freigeben, um den NAT-Typ zu ändern.

Fritzbox

  1. Loggt euch in die Benutzeroberfläche der Fritzbox.
  2. Klickt unten links auf „Ansicht: Standard“, um die erweiterte Ansicht anzuzeigen.
  3. Navigiert zu Heimnetz > Netzwerk und klickt auf den Reiter Netzwerkeinstellungen.
  4. Scrollt herunter und setzt das Häkchen bei „Statusinformationen über UPnP übertragen“.
  5. Klickt auf den Button „Übernehmen“.
  6. Navigiert zum Menüpunkt Internet > Freigaben und klickt auf den Reiter Portfreigaben.
  7. Aktiviert die Option „Änderungen der Sicherheitseinstellungen über UPnP gestatten“, sofern noch nicht geschehen.
  8. Klickt auf den Button „Übernehmen“.

Denkt noch daran, die nötigen Ports freizugeben, um den NAT-Typ zu ändern.

Was ist NAT?

Da öffentliche IP-Adressen knapp sind – es gibt mehr Netzwerkgeräte als verfügbare IPv4-Adressen – besitzt in der Regel nur der Router eine öffentliche IP-Adresse. Andere Geräte in einem Heimnetzwerk erhalten eine private IP-Adresse. Für den reibungslosen Datenaustausch der privaten Geräte mit dem öffentlichen Internet, tauscht der Router jedes Mal die entsprechenden Ziel- und Quell-IPs empfangener und gesendeter Datenpakete aus. Diese Funktion wird NAT genannt – Network Adress Translation – und wird standardmäßig vom Router übernommen.

Beispiel zur Erklärung:

  • Eurer Router hat eine öffentliche IP-Adresse – etwa 77.6.72.25, die ihr euch auf der Webseite wieistmeineip anzeigen lassen könnt.
  • Ihr habt einen Smart-TV (nur per WLAN mit Router und Internet verbunden) mit einer privaten IP-Adresse, etwa 192.168.1.2.
  • Ihr habt ein Smartphone (nur per WLAN mit Router und Internet verbunden) mit einer privaten IP-Adresse, etwa 192.168.1.3.

Smartphone und Smart-TV fragen jeweils ein Datenpaket aus dem Internet an. Beide Datenpakete werden aus dem Internet an die öffentliche IP-Adresse eures Routers 77.6.72.25 gesendet, da dies euer Tor zum Internet ist. Nun weiß der Router (durch Port-Nummern) ganz genau, für wen welches Datenpaket bestimmt ist und tauscht die öffentlichen Quell- und Ziel-IPs des Datenpakets passend für euer Heimnetzwerk aus. Das eine Datenpaket wird an dem Smart-TV geleitet (192.168.1.2), das andere Datenpaket gelangt zum Smartphone (192.168.1.3).

Das heißt, durch NAT muss nicht jedes eurer Netzwerkgeräte eine eigene öffentliche IP haben. Es genügt, wenn der Router eine öffentliche IP hat und die Datenpakete durch NAT an die jeweiligen Geräte in eurem Netzwerk weiterleitet. Wenn ein Datenpaket aus einem öffentlichen Netzwerk (Internet) in ein lokales Netzwerk gelangt (euer Heimnetzwerk), tauscht der Router die IP-Adressen passend dazu aus.

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Was ist NAT-Typ? Wie ändern?

Nun gibt es beispielsweise bei der PlayStation die NAT-Typen 1, 2 und 3. Bei der Xbox gibt es die NAT-Typen „offen“, „moderat“ und „strikt“. Sie meinen das Gleiche: 1 = offen, 2 = moderat, 3 = strikt. Hier erklären wir die NAT-Typen detailliert.

Je nach eingestelltem NAT-Typ kann es zu Verbindungsproblemen kommen. Diese lassen sich beheben, indem man Portweiterleitungen in den Router-Einstellungen definiert.

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