Pornhub VPN: Wenn der Pornoanbieter ein VPN anbietet

Marco Kratzenberg

Ein VPN soll in der Regel eine anonyme Internetnutzung ermöglichen. So richtig schräg wird es, wenn man das VPN einer Pornoseite nutzt, um sich anonym Pornoseiten anzusehen – und genau das geht jetzt dank des Pornhub VPN. Hier alle Infos über das kostenlose Angebot ohne Bandbreitenbeschränkung…

Den meisten Internetnutzern ist Pornhub bekannt durch seine philanthropischen Aktionen. Beispielsweise tut der Service etwas für die Umwelt, indem für je 100 angesehene Videos ein Baum gepflanzt wird. OK, Scherz beiseite – aber nur zur Hälfte… Tatsächlich ist Pornhub die bekannteste Pornoseite der Welt. Aber auch das mit der „Charity-Seite“ stimmt: Die Firma spendet Geld für Projekte gegen sexuelle Ausbeutung, pflanzt tatsächlich Bäume und jetzt gibt es ein „Porno-VPN“ namens „VPNHub“.

Ohne Pornhub VPN können Büro-Flirts nach hinten losgehen:

VPNHub im Büro.

VPNHub: Was bietet das Pornhub VPN?

Ein VPN hat mehr Aufgaben, als nur zu verbergen, was man sich so ansieht. Es geht auch darum, eine sichere Verbindung zwischen einem öffentlichen WLAN und den aufgerufenen Seiten zu schaffen oder den Zugang zu Inhalten zu ermöglichen, die an bestimmten Standorten blockiert werden.

All das bietet das kostenlose VPN von Pornhub. Aber wie finanziert sich der Dienst? Natürlich werden jetzt die Nutzer des VPNHub nicht automatisch öfter die Seiten von Pornhub besuchen, also muss auf andere Weise Geld reinkommen. Denn wie sollte mittlerweile jeder im Internet gelernt haben? Nichts ist umsonst!

Das trifft auch für das VPN-Netzwerk von Pornhub zu. Es gibt natürlich eine Einschränkung und die ist nicht ohne. Als Standardnutzer könnt ihr euch mit exakt einem Serverstandort verbinden und der liegt in den Vereinigten Staaten. Da die USA derzeit eines der Länder sind, in die ein Europäer seine Daten nach Möglichkeit nicht schicken möchte, ist das problematisch.

Als „Premium-User“ habt ihr die Möglichkeit, einen der fast 80 zur Verfügung stehenden Server frei auszuwählen und bekommt auch keine Werbung mehr angezeigt. Außerdem gibt es einen Rund-um-die-Uhr-Support und vor allem ist die Geschwindigkeit höher.

Doch das kostet… 11,99 Euro pro Monat werden fällig, die bei jährlicher Vorauszahlung auf 5,83 Euro schrumpfen. Diese Jahresgebühr in Höhe von 69,99 Euro wird danach wieder automatisch abgebucht, wenn ihr nicht vorher kündigt. Eine Testwoche ist frei.

Hier findet ihr die Apps zum Download. Außerdem gibt es Premium-Versionen für Windows und Mac.

VPNHUB Unlimited Anonymous VPN
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Natürlich lässt sich das VPN auch kostenlos nutzen, dann aber eben mit den genannten Einschränkungen – nur Server in den USA und Werbung.

Der witzige Werbespot nennt gute Gründe für das Nutzen des Pornhub VPN im Hotel:

Pornhun VPN im Hotel.

Wie funktioniert VPNHub

Pornhubs VPN ist eine App für Android, das iPhone beziehungsweise iPad sowie ein Programm für Windows oder Mac. Man kann es also auf seinen Mobilgeräten und auf Laptops nutzen und das ist ja auch der Sinn eines VPN, das vor allem unterwegs schützen soll. Allerdings sind die Desktop-Versionen ausschließlich Premium-Kunden vorbehalten.

Für die kostenlose Nutzung ist keinerlei Anmeldung nötig. Als Premiumkunde wird zum Beispiel über den Google Play Store oder den App Store bezahlt – in Form eines Abos. Es ist auch möglich, ein Login zu nutzen und sich mit der E-Mail-Adresse anzumelden.

Die Nutzung des Pornhub VPN ist denkbar einfach. App installieren, starten, auf das Verbindungs-Icon tippen und nach wenigen Augenblicken seid ihr im VPN. Alle Verbindungen ins Internet, auch der E-Mail-Abruf, WhatsApp oder Apps wie Facebook und Twitter laufen über das VPN. Die Verbindung lässt sich auch schnell wieder beenden.

Fazit zum Pornhub VPN

Die Apps sind definitiv unkomplizierter als so manch anderes VPN. Und für die gelegentliche Nutzung ist die kostenlose Variante auch schnell genug. Ob sich das Ganze hinsichtlich des Komforts und der Geschwindigkeit lohnt, kann ja jeder in der kostenlosen Testwoche ausprobieren.

Natürlich ist der monatliche Preis von 11,99 Euro happig. Aber bei einmaliger Zahlung der Jahresgebühr ist der Preis von unter 6 Euro nicht überdurchschnittlich hoch. Letztendlich ist es nur wichtig, dass alles wie gewünscht funktioniert und das solltet ihr zu gegebener Zeit, also beispielsweise im Urlaub, in der freien 7-Tage-Periode testen.

Klebst du deine Kameras ab?

Mark Zuckerberg tut es und der FBI-Direktor rät auch dazu: Kameras abdecken oder zukleben im Namen von Sicherheit und Privatssphäre. Wie siehst du das?

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