Kostenlose Mobile Games werden für Geldwäsche missbraucht

Marvin Fuhrmann 1

Der Markt der kostenlosen Mobile Games boomt unaufhörlich weiter. Im Hintergrund dieser Apps werden aber ein paar krumme Dinge gedreht, wie die Seite Kromtech nun in einer Studie herausgefunden hat. Geldwäsche steht hier an der Tagesordnung. 

So hat die deutsche IT-Investment- und Entwicklungsfirma herausgefunden, dass Mobile Games genutzt werden, um dort Geld zu waschen. Das läuft so ab: Räuber stehlen Kreditkartendaten von Usern und haben dann Kontrolle über ihre Konten. Damit sie diese nicht direkt belasten müssen, kaufen sie sich Gutscheine und Guthaben für diverse App Stores und nutzen diese dann in Ingame in den Spielen.

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So kaufen sie sich laut Kromtech vor allem Ingame-Währung in drei Spielen (Clash of Clans, Clash Royale oder Marvel Contest of Champions). Im Anschluss werden diese Konten dann an nichts ahnende Kunden über diverse Auktions- und Angebotsseiten vertrieben. Natürlich für einen geringeren Preis als im Ingame-Shop, damit das Interesse steigt. Die Zahlung erfolgt dann elektronisch auf schwer verfolgbare Accounts. Schon ist das Geld gewaschen und die Räuber kommen in vielen Fällen davon.

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Das sind die wichtigsten Mobile-Games aller Zeiten (Stand 2018).

Um das Ganze in Zukunft zu verhindern, schlägt das Team von Kromtech vor, dass Apple und Google die Verifizierung von Kreditkarteninformationen schwerer gestalten, damit die Räuber kein leichtes Spiel haben. Zudem sollten Spieleentwickler diese Käufe und Verkäufe verfolgen, um so möglichen Missbrauch frühzeitig einzudämmen.

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