Wegen Streit um Controller: Junge erschießt seine Schwester

Michael Sonntag 3

Laut The Associated Press eskalierte am Samstag in Mississippi ein Streit zwischen Geschwistern auf traurige Weise. Und dabei ging es nur um einen Controller.

Während Donald Trump zurzeit eifrig gegen Videospiele herzieht, weil er ihre Gewaltdarstellungen für reale Gewalttaten verantwortlich macht, ist es auf eine traurige Weise ironisch, dass die letzten Gewalthandlungen im Zusammenhang mit Videospielen viel mehr auf die lockeren Waffengesetze zurückzuführen sind.

So endete eine Nintendo-Partie Dezember 2017 in einer Schießerei, während vor kurzem eine Frau ihren Freund mit einem Samurai-Schwert attackierte, nur weil dieser nach ihrer Ansicht zu viel zockte. Der jetzige Fall in Monroe County reiht sich mit besonderer Härte in diese Liste.

Die beiden Geschwister stritten sich darum, wer von ihnen einen bestimmten Controller bekommen sollte. Als die 13-jährige Schwester aber nicht nachgab, griff ihr 8-jähriger Bruder zur Waffe und schoss ihr in den Hinterkopf. Daraufhin wurde sie ins Le Bonheur’s Children’s Hospital in Memphis gebracht, wo sie laut WTVA kurze Zeit später an ihren Verletzungen verstarb.

Diese Liste dokumentiert, was sich nicht wiederholen soll:

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Die schlimmsten Straftaten, die Gamer jemals begangen haben.

Die Behörden sind sich noch unsicher, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und weshalb die Eltern nicht eingegriffen haben. Sie untersuchen den Fall jetzt. Auch in Deutschland gab es vor kurzem einen Zwischenfall mit Videospielen, der gewaltsam endete. Ein Streit um den Computer in einem Internetcafé eskalierte in einer Messerstecherei.

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