Gruselige Momo-Puppe wurde zerstört

Daniel Hartmann

Seit Monaten traumatisiert die gruselige Momo-Figur das Internet, sowohl in WhatsApp-Nachrichten als auch in angeblichen YouTube-Videos. Der reale Spuk ist jedoch seit einiger Zeit vorbei, denn die Figur, denn die originale Momo-Puppe wurde bereits zerstört.

Obwohl sich die YouTube-Videos, in denen angeblich Kinder von Momo dazu aufgefordert wurden, sich selbst zu verletzen, als Hoax beziehungsweise Urbane Legende herausstellten,ist der Grusel vor der furchterregenden Puppe nicht weniger real. Die sogenannte Vogelmutter stammt von dem japanischen Künstler Keisuke Aiso und wurde 2016 für eine Kunstausstellung in Tokio gefertigt.

Vor der echten Momo braucht sich aber niemand mehr zu fürchten, denn wie der Künstler bestätigte, wurde die Puppe inzwischen zerstört und entsorgt. Er bedauert zutiefst, dass sein Werk dazu missbraucht wurde, Kindern zu schaden. Die Puppe, die aus Gummi gefertigt wurde, verrottete bereits länger in seiner Sammlung. Aufgrund der Medienaufmerksamkeit entschied er sich jedoch dazu, Momo endgültig zu entsorgen und so den Fluch zu brechen.

Wer sich noch immer vor dem schauderhaften Internet-Meme fürchtet, kann also aufatmen: Momo gibt es nicht mehr.

Auch ohne Momo kommen Gruselfreunde nicht zu kurz:

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Die 7 gruseligsten Momente in Nicht-Horror-Spielen.

Update vom 01.03.2019:

YouTube dementiert Momo-Schnipsel in Fortnite-Videos

In den letzten Tagen tauchten immer wieder Berichte von der Momo-Challenge auf und wie Kinder auf die gruselige Kreatur in Fortnite-Videos auf YouTube stießen. YouTube gab nun eine offizielle Stellungnahme ab:

„Entgegen der Presse-Berichte haben wir keine aktuellen Beweise für Videos, welche die Momo-Challenge zeigen oder bewerben auf YouTube. Inhalte dieser Art wären eine Verletzung unserer Richtlinien und würden sofort entfernt.“ 

Doch die Fälle von durch die Momo-Challenge traumatisierten Kindern häufen sich. Der US-Sender CBS News berichtet von einem 7-jährigen Jungen aus Jutah, der seiner Mutter vor dem zu Bett gehen öfter sagte, er habe Angst vor Momo. Erst bei einem Kinderpsychologen fanden sie heraus, dass der Junge auf Momo in einem Video auf YouTube Kids gestoßen war, in dem Momo ihm sagte, er solle sich umbringen. Verständlicherweise traumatisierte das den Jungen zutiefst.

Allerdings muss hier erwähnt werden, dass sich in keinem der durchsuchten Berichte echtes Videomaterial befindet, aus dem klar hervorgeht, dass Momo in einem YouTube-Video zu sehen ist. Auch wenn es sich um eine aufgebauschte Hysterie handeln sollte, bleibt es mindestens eine Warnung an Eltern, mehr auf das zu achten, was ihre Kinder im Internet machen. Denn, dass die Momo-Challenge existiert, ist definitiv bewiesen.

Ähnliche Vorfälle mit jugendgefährdenden Inhalten gab es schon in YouTube-Videos zum Nintendo-Spiel Splatoon. Innerhalb der Inhalte versteckten sich Anweisungen zur Selbstverletzung beziehungsweise Selbstmord. Jugendschützer liefen Sturm, doch es dauerte Monate, bis YouTube die entsprechenden Videos entfernte. Ausschnitte dieser Videos lassen sich immer noch auf der englischen Jugendschutz-Seite Pedi Mom finden.

Original-News vom 27.02.2019:

Die Momo-Challenge ist zurück und macht Jagd auf Kinder, die Fortnite lieben

Unter den Internet-Challenges ist das „Momo Suicide Game“ wohl eine der Gefährlichsten. Nun taucht Momo auch in Fortnite YouTube-Videos auf und verstört kleine Kinder.

Ursprünglich was das „Spiel“ mit Momo ein Phänomen auf dem WhatsApp-Nachrichtendienst. Nutzer bekamen massenhaft Nachrichten mit der widerlich aussehenden Kreatur Momo, die ihnen Anweisungen gab, sich selbst zu verletzen und sich dabei zu filmen. Die Anweisungen gingen bis hin zum Suizid. Nun tauchen Bilder und Sprach-Aufnahmen von Momo inmitten von Fornite-Videos auf YouTube auf. Videos, die vor allem von Kinder angesehen werden.

Gegenüber der Sun berichtete ein Mutter aus dem englischen Swindon, wie ihr 6-jähriger Sohn auf das Monster in einem YouTube-Video stieß. In der Mitte stoppte das Video und Bilder von Momo tauchten plötzlich auf und sagten Dinge wie, „Ich werde dich töten“ und „Ich werden deinen Freunden weh tun“. Der Junge verließ sofort sein Zimmer und flüchtete zu seiner Mutter. Diese beschreibt ihren Sohn als völlig verängstigt und unfähig die nächste Nacht alleine zu verbringen aus Angst, Momo würde ihn holen kommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Momo in einem Videospiel-Kontext auftaucht. Mitte 2018 gab es eine Momo-Mod für Minecraft, also wieder ein Spiel, das sich hauptsächlich an Kinder richtet. Die Mod wurde daraufhin entfernt.

Es bleibt zu hoffen, dass schnell technische Maßnahmen von YouTube ergriffen werden um Kinder vor dieser Gefahr zu schützen. Die „Momo Suicide Game“ ist kein Spiel, sondern einfach nur gefährlich.

Ganz ungefährlichen Horror gibt es in dieser Bilderstrecke:

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Die 26 besten Horrorspiele aller Zeiten – Aaaaaaaaaaah!

Hier findest du Hilfe in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen: Telefonseelsorge oder unter der Nummer 0800 / 111 0 111.

Das „Momo Game“ ist nur eine von vielen gefährlichen Internet-Challenges. Wie hoch schätzt du die Gefahr ein, die von solchen Phänomenen ausgeht? Schreib deine Meinung in der Kommentarberreich.

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